Italien, Autodromo Nazionale di Monza, Monza - WTCC-Strecken 2012

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it Italien
WM-Lauf:   1 von 12
Zeitraum:   09.03. - 11.03.2012
Land:   Italien
Ort:   Monza
Strecke:   5,793 km
Adresse:   Automobil Club di Milano
Corso Venezia 43
20121 Milano
Italy
Telefon:   +39 2 7 74 51
Telefax:   +39 2 78 18 44

Strecke Italien GP: Autodromo Nazionale di Monza

Das Autodromo Nazionale di Monza ist einer der legendärsten Orte in der Geschichte der Formel 1. Schon als die Geburtsstunde der Königsklasse 1950 schlug, war die Hochgeschwindigkeitsstrecke nahe Mailand mit von der Partie. Obwohl das ursprüngliche Layout mit seiner Steilkurve bereits seit 1969 nicht mehr befahren wird, hat der Kurs nichts seines Highspeed-Charakters verloren.

Das Layout des Autodromo Nazionale di Monza

Die Start-Ziel-Gerade ist einer der vier Vollgasabschnitte von Monza. Mit rund 270 km/h aus der Parabolika kommend, müssen die Piloten am Ende der langen Geraden brachial auf 80 km/h verzögern für die erste Rechts-Links-Schikane, genannt Rettifilo. Die Kerbs werden hier hart überfahren. Wichtig ist, es am Eingang nicht zu übertreiben und sich dafür in die perfekte Position für den Kurvenausgang zu bringen. Andernfalls geht auf dem folgenden Vollgasstück viel Zeit verloren.

Es folgt die Curva Grande. Früher in Zeiten ohne Aerodynamik ein echter Ritt auf der Rasierklinge, geht sie seit Jahren problemlos unter Volllast. Haarig wird es hier höchstens, wenn sich zwei Piloten ein Rad-an-Rad-Duell leisten. Neben dem Asphaltband verläuft immer noch ein Kiesbett, in das der eine oder andere Fahrer auch schon mal mit dem halben oder dem ganzen Auto abgedrängt wurde. Die nachfolgende Variante della Roggia ist wie die erste Schikane eine Möglichkeit für Überholmanöver.

In der Links-Rechts-Kombination werden abermals die Kerbs hart überfahren. Mit dieser Passage endet der Stop-and-Go-Charakter des ersten Sektors und es wird flüssiger. Zunächst mit den beiden Lesmo-Kurven. Die erste Lesmo ist leicht überhöht und lädt daher zu einem frühen Anlegen des Gaspedals ein. Am Kurvenausgang wartet jedoch abermals ein Kiesbett. Auch die zweite Lesmo verleitet zu Fehlern, denn hier kann viel Schwung für die folgende Gerade mitgenommen werden.

Die Piloten fahren unter der alten Steilkurve hindurch in Richtung Variante Ascari. Die schnelle Links-Rechts-Links-Kombination ist die wohl spektakulärste Passage auf der Runde. Diesmal werden die Kerbs nur bei der Einfahrt überfahren, den Rest der Kombination kommt es darauf an möglichst keine Unruhe ins Auto zu bringen und wie der viel Schwung auf die letzte lange Gerade zur Parabolica mitzunehmen.

Die Parabolica war bis zur Asphaltierung ihrer Auslaufzone die wahrscheinlich anspruchsvollste Kurve in Monza. Wer in dieser schnellen Rechtskurve etwas zu ambitioniert zu Werke ging und mit den kurvenäußeren Rädern einmal das Kiesbett streifte, kam meist nicht mehr auf den Asphalt zurück. Mittlerweile ist das alles jedoch kein Problem mehr. Viel mehr lädt die Parabolica dazu ein, die Tracklimits überzustrapazieren. Trotz allem ist sie nach wie vor entscheidend, um den perfekten Schwung mit auf die Start- und Zielgeraden zu nehmen.

Die Technik in Monza

Für Monza gilt ganz klar: Wer den stärksten Motor hat, hat die besten Chancen auf den Sieg. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Leistung ist essenziell, um auf den Geraden die Position zu halten oder sich am Gegner mit Hilfe von DRS und Windschatten heranzusaugen und vorbeizuziehen.

Aber setzt man alles auf reine Power, kann das verheerende Auswirkungen auf die Gesamtperformance haben. Oftmals konnte man in der Vergangenheit beobachten, wie Kundenteams mit schwächerem Chassis in der Vergangenheit auf den Geraden an die Gegner heranfuhren, in den langsamen Passagen aber massiv Zeit eingebüßt haben.

Auch die Bremsen werden beim Italien GP auf eine besondere Probe gestellt. Beim Anbremsen Ende der Start/Ziel-Geraden auf die erste Schikane kommen die Piloten mit über 350 km/h angeschossen. Ähnlich hohe Geschwindigkeiten werden in und nach der Curva Grande erreicht. Die langen Geraden bieten in der Regel zwar ausreichend Regenerationszeit, doch sind Bremsscheibenplatzer Ende von Start/Ziel keine Seltenheit in Monza.

Strecken-Chronik
Saison Datum Grand Prix Sieger Hersteller / Motor
2017 30. Apr Italien T. Björk Polestar Cyan Racing / Volvo
2017 30. Apr Italien T. Björk Polestar Cyan Racing / Volvo
2017 30. Apr Italien T. Chilton Sebastien Loeb Racing / Citroën
2017 29. Apr Italien T. Coronel ROAL Motorsport / Chevrolet
2013 24. Mär Italien Y. Muller RML / Chevrolet
2013 24. Mär Italien D. O'Young ROAL Motorsport / BMW
2013 24. Mär Italien Y. Muller RML / Chevrolet
2013 23. Mär Italien Y. Muller RML / Chevrolet
2012 11. Mär Italien Y. Muller Chevrolet / Chevrolet
2012 11. Mär Italien N. Michelisz Zengö Motorsport / BMW
2012 11. Mär Italien Y. Muller Chevrolet / Chevrolet
2012 10. Mär Italien G. Tarquini Lukoil Racing Team / Seat
2011 15. Mai Italien R. Huff Chevrolet / Chevrolet
2011 15. Mai Italien T. Monteiro SUNRED Engineering / Seat
2011 15. Mai Italien R. Huff Chevrolet / Chevrolet
2011 14. Mai Italien R. Huff Chevrolet / Chevrolet
2010 23. Mai Italien Y. Muller Chevrolet / Chevrolet
2010 23. Mai Italien M. Nykjaer Sunred / Seat
2010 23. Mai Italien A. Priaulx BMW Team RBM / BMW
2010 22. Mai Italien A. Farfus BMW Team RBM / BMW
2008 05. Okt Italien G. Tarquini Seat Sport / Seat
2008 05. Okt Italien Y. Muller Seat Sport / Seat
2008 04. Okt Italien Y. Muller Seat Sport / Seat
2007 07. Okt Italien Y. Muller Seat Sport / Seat
2007 07. Okt Italien J. Gené Seat Sport / Seat
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Letzter Grand Prix - Startaufstellung 2017