Turbulenter Auftakt in das 6-Stunden-Rennen beim WEC-Saisonfinale 2026 in Monza! Drei Safety Cars, zwei McLaren-Unfälle und zwei Strafen für Ferrari-Hypercars bestimmten das Geschehen beim letzten Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Nach zwei Stunden führte Jack Aitken im #38 Cadillac V-Series.R vor James Calados #51 Ferrari, dahinter folgten Victor Martins (#36 Alpine) und BMW-Fahrer Sheldon van der Linde.
Pole-Setter Miguel Molina im #50 Ferrari verlor die Führung beim Start um 11:00 Uhr schon in der ersten Kurve. Der von P2 gestartete Daniel Juncadella im #19 Genesis stürmte im Duell seit einem spanischen Landsmann mitten durch die Schikane, blieb aber zunächst von einer Strafe verschont. Erst viel später kassierte er eine 5-Sekunden-Zeitstrafe. Molina verlor in dieser Situation das Momentum und musste auch Aitken ziehen lassen.
Zwei Ferrari wegen Reifendrücken bestraft
Für Molina kam es noch dicker: Der Ferrari-Werksfahrer musste in Runde 18, nur eine halbe Stunde nach dem Start, einen ungeplanten Boxenstopp auf Ansage der Rennleitung einlegen, weil seine Reifen einen zu niedrigen Mindestdruck aufwiesen. Das gleiche Schicksal ereilte wenig später ein weiteres Ferrari-Hypercar: Phil Hanson im #83 Entry von AF Corse wurde ebenfalls an die Box beordert. Beide Autos kassierten obendrein 20-Sekunden-Strafen und fielen aus den Top-10 heraus.
In der Zwischenzeit (Runde 8) hatte Cadillac-Ass Aitken inmitten des dichten GT3-Überrunduingsverkehrs die Führung von Juncadella übernommen. Dahinter lag Noch-Weltmeister Giovinazzi im einzigen Ferrari (#51), der von einer Reifendruck-Strafe verschont blieb. Der Italiener bekam zur 2-Stunden-Marke den zweiten Platz geschenkt, weil Chatins Genesis wegen eines Technik-Problems schlappmachte.
McLaren-Abflüge sorgen für erste Safety Cars
Nach einem insgesamt sauberen Start vor vollen Tribünen krachte es erstmals in der 26. Runde zwischen zwei GT3-Autos. Dahinter konnte Antares Au im #10 Garage-59-McLaren nicht ausweichen und segelte ins Kiebett. Das nachfolgende Virtual Safety Car samt angeschlossener Safety-Car-Phase nutzten alle Autos für einen frühzeitigen Boxenstopp.
Genau 20 Umläufe später (Runde 46) musste das Safety Car ein zweites Mal ausrücken. Wieder war ein GT3-McLaren der Auslöser, diesmal das zweite Garage-59-Auto mit Adam West am Steuer. Der Brite war mit dem #32 WRT-BMW M4 GT3 Evo von Darren Leung kollidiert, was für beide praktisch das Aus bedeutete. Unter dem Applaus der Zuschauer schleppte West seinen McLaren mit gebrochener Aufhängung im Drift-Modus über die Strecke und erreicht die Boxengasse nach einer gefühlten Ewigkeit.
BMW stürmt in die Top-4 - Toyota chancenlos in Monza
Rene Rast im #20 BMW M Hybrid gelang von P10 ein guter Start - wenn auch durch die Auslaufzone - der ihn bis auf den achten Platz nach vorne brachte. Der dreifache DTM-Champion kämpfte sich auch dank der Ferrari-Strafen bis in die Top-6 nach vorne. Nach dem ersten Fahrerwechsel lag BMW-Teamkollege Sheldon van der Linde an fünfter Stelle. Für BMW geht es beim Saisonfinale darum, die Vize-Weltmeisterschaft gegen Lokalmatador Ferrari zu verteidigen.
Und Toyota, die schon seit Barcelona als Weltmeister feststanden und auch den Fahrer-Titel unter sich ausmachen? Beide TR010 Hybrid fuhren nach einem bereits schwierigen Qualifying heillos auf den letzten Plätzen hinterher. Ändert sich daran nichts mehr bis zum Zieleinlauf um 17:00 Uhr, holt die #8 Crew um Formel-1-Debütant Ryo Hirakawa die Meisterschaft.



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