Mit der schnellsten Zeit beim Qualifikationstraining zum letzten Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland bewahrt Uwe Alzen (Betzdorf) die Chance, um von Tabellenplatz zwei aus doch noch den Titel zu gewinnen. Während Alzen seine vierte Bestzeit der aktuellen Saison verzeichnen konnte, stellte Tabellenführer Dirk Werner (Kissenbrück) den 911 GT3 Cup des Teams Farnbacher Racing mit zwei zehntel Sekunden Rückstand auf den dritten Startplatz. Trotz diesem Ergebnis bleibt Werner Favorit im Rennen um die Meisterschaft: Selbst wenn Alzen das 18-Runden-Rennen am Sonntag gewinnt, reicht dem 25jährigen Platz acht zum Titelgewinn.

Richard Westbrook (Großbritannien) war lediglich acht hundertstel Sekunden langsamer als Alzen. Der amtierende Meister des Porsche-Michelin-Supercup fährt als Gaststarter seit dem fünften Rennen auf dem Nürburgring im Carrera Cup Deutschland. Westbrook stieg nur nach dem siebten Lauf in Barcelona nicht auf das Siegerpodest. Bruno Senna (Brasilien) als zweiter Gastfahrer und Teamkollege von Westbrook erreichte die 13. Zeit.

Neben Dirk Werner steht der Franzose Nicolas Armindo als Viertschnellster in Startreihe zwei. Dies ist das beste Trainingsergebnis 2006 des amtierenden Vizemeisters, der 2005 das Finale auf dem Hockenheimring gewann.

"Premiere Sport" zeigt am Sonntag von 13.15 bis 13.50 Uhr einen Fernsehbericht vom letzten Rennen des Carrera Cup Deutschland 2006.

Dirk Werner:
"Ich habe versucht, hier für das Finale die Pole zu holen, denn im Feld zu starten ist immer riskant. Aber mit dem ersten Reifensatz bemerkte ich bald, dass unser Auto nicht optimal eingestellt war. Also bauten wir für den zweiten Satz um. Zwei schnelle Runden konnte ich fahren, die dritte musste ich wegen eines langsameren Konkurrenten abbrechen. Trotzdem: Ich bin nicht beunruhigt, sondern ich bin froh, wenn es morgen endlich losgeht."

Uwe Alzen:
"Mehr als diese Pole konnten wir heute nicht tun. Mein Team hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet und den Porsche toll vorbereitet. Wir werden hier alles versuchen, den Titel noch zu holen. Ich gehe im Rennen volles Risiko. Aber wenn es nicht klappt, mache ich mich auch nicht verrückt. Denn ich hatte bereits ein sehr, sehr gutes Jahr. Ich bin im Porsche Supercup Zweiter geworden, und hier kann ich meinen zweiten Tabellenplatz auch nicht mehr verlieren."