Nach langen Jahren des Wartens wird Bentley bei den 12 Stunden von Abu Dhabi erstmals wieder mit einem eigenen Rennwagen ein Rennen bestreiten. Zuletzt hatte es 2003 einen Renneinsatz der Marke aus Crewe gegeben: Mit Audi Know-How siegte der Speed 8 vor zehn Jahren bei den 24 Stunden von Le Mans. Zuvor war die Marke, die über eine große Rennhistorie verfügt, dem Rennsport 70 Jahre lang ferngeblieben.

Der neu entwickelte Continental GT3 wird vom aus der WRC bekannten Unternehmen M-Sport eingesetzt. Die Mannschaft um Malcolm Wilson hatte das Fahrzeug zuvor bereits in Kooperation mit dem Hersteller gebaut. Die Rennpremiere wird bei den beiden über jeweils sechs Stunden laufenden Rennen auf dem Yas Marina Circuit am 13. Dezember dieses Jahres über die Bühne gehen.
Ein Einsatz noch vor Ablauf des Jahres war von Beginn an geplant, um noch vor dem Saisonstart der Blancpain Endurance Series 2014 zu sehen, wie sich das Fahrzeug im Vergleich zu seinen Mitbewerbern schlägt. Auch soll so die Balance of Performance optimal angepasst werden können. Ursprünglich waren sogar Einsätze bei den Blancpain-Endurance-Series-Rennen auf dem Nürburgring und in Donington Park vorgesehen. Dieses Vorhaben musste jedoch schon vor längerer Zeit aufgegeben werden. "Abu Dhabi ist durch das Format und die Tatsache, dass es zu keiner Serie zählt, ein gutes Rennen für den Anfang", erklärte John Wickham, Projektmanager bei den Briten.
Zu den Gegnern Bentleys sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten neben den Landsleuten von Aston Martin auch Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, McLaren und Mercedes zählen. Eine offizielle Starterliste wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. Auch die Fahrer des neuen Fahrzeugs wurden noch nicht genannt. Als wahrscheinlich gilt ein Einsatz der Fahrer, die das Fahrzeug seit Juli auch im Rahmen des 3800 Kilometer umfassenden Testprogramms gefahren sind. Bei diesen Piloten handelt es sich um Guy Smith, Andy Meyrick und einen weiteren, bisher nicht namentlich bekannten Fahrer.
"Das Auto hat bei den Testfahrten mit einer extrem guten Performance überzeugen können. Die Leistungen haben unsere Simulationen bestätigt und teilweise sogar übertroffen. Wir sind zufrieden mit den Fortschritten und gewinnen Vertrauen in unser Package", freut sich Bentley-Motorsportdirektor Brian Gush bereits auf das Renndebüt.

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