Le Mans und Daytona waren gestern. Das härteste Rennen der Welt findet wie immer in der Grünen Hölle statt - schon am Samstag heißt es wieder: Start frei für die 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife. Ganze 279 Teams haben sich für das Langstreckenrennen gemeldet, darunter viele bekannte Namen wie Heinz-Harald Frentzen oder die Alzen-Brüder. Für den Gesamtsieg kommen von den fast 300 Fahrzeugen freilich nur wenige in Frage...

Nach den VLN-Läufen, deren Teilnehmerfeld ja großteils mit den 24-Stunden-Teams übereinstimmt, scheinen die Favoriten 2008 klar: Wie in den vergangenen Jahren sind die Teams von Olaf Manthey und Wolfgang Land mit den Porsche GT3 RSR hoch angesetzt. Ebenso natürlich die Viper GTS von Peter Zakowski, die direkt am alten Fahrerlager zu Hause ist.

Wie sich das Team um Uwe Alzen in diesem Jahr schlägt, ist ungewiss. Nach dem überraschend guten letzten Jahr mit dem Cayman setzt Alzen wieder einen neu aufgebauten 911er ein. In den VLN-Rennen dieses Jahr tat sich das HISAQ-Team positiv hervor, die den zweiten Lauf zum Langstreckenpokal sogar gewinnen konnten. Es stellt sich die Frage, ob die Fahrer diese Leistung auch über die lange Distanz halten können.

Auch die Vorjahressieger zählen zu den Favoriten, Foto: Sutton
Auch die Vorjahressieger zählen zu den Favoriten, Foto: Sutton

Der im Vorjahr extrem gut laufende BMW Z4M mit Claudia Hürtgen war ebenfalls nicht schlecht in der VLN, im dritten Lauf der VLN und damit der Generalprobe des 24-Stunden Klassikers gewann der von Getrag eingesetzte Z4 vor dem Z4M Coupé das Rennen. Auch hier muss sich aber die Fahrerriege über die Distanz bewähren. Die beiden Stucks, die 2007 mit Claudia Hürtgen unterwegs waren sind in diesem Jahr im Land-Porsche (Johannes Stuck) und in einem neuen VW Scirocco (Hans-Joachim Stuck) unterwegs. Während Johannes wohl um den Sieg mitfahren kann, ist der Einsatz der Sciroccos eher als Test und Promotionveranstaltung zu sehen.

Überhaupt nicht einzuordnen ist das Team um Heinz-Harald Frentzen, der mit einem Hybrid-Appollo anntritt und erst vergangenen Samstag die ersten Meter auf der Nordschleife absolvierte. Auch stark könnten über die lange Strecke die Aston Martins sein, hier sollten die Motorprobleme vom letzten Jahr eingehend analysiert worden sein und es ist zu erwarten, dass die Herren ein Wort im Spitzenfeld mitreden werden. In einem der britischen Sportwagen wird Ex-DTM-Pilot Stefan Mücke an den Start gehen. Es gilt wie in den Vorjahren: zum 24 Stunden Rennen trifft sich die rennfahrende Cremé de la Cremé am Nürburgring.