Auch 2006 sind wieder sechs Kandidaten unterwegs, um den Sieg in der Deutsche Post Speed Academy einzufahren. Einer der sechs ist Tim Sandtler, der in der abgelaufenen Saison in der F3 EuroSeries seine Kreise gezogen hat. Zusammen mit motorsport-magazin.com warf der Nachwuchspilot einen Blick zurück auf die bisherige Zeit in der Speed Academy.
"Die Speed Academy hat einen bei der ganzen Arbeit, die auch drum herum eine Rolle spielt unterstützt. Das war zum Beispiel das Auftreten im Medienbereich oder ich musste jedes Mal einen Bericht über das ganze Rennen abgeben. Damit wurde man geschult, was man abseits der Rennstrecke auch noch alles zu erledigen hat, dass ein Rennwochenende nicht am Donnerstag anfängt und am Sonntag aufhört. Sondern es hat auch etwas mit Nachbereiten zu tun und dann auch wieder mit Vorbereiten auf das nächste", erzählte Sandtler über einen der wichtigsten Bereiche über die Arbeit mit der Academy.
Besonders geholfen hat ihm dabei, dass die Jury-Mitglieder Christian Menzel, Timo Glock, Kai Ebel, Hans-Joachim Stuck, Peter Lauterbach und Leopold Wieland immer ein offenes Ohr für seine Anliegen hatten und dabei halfen, Fehler auszusortieren, wenn es welche gab. Sandtler meinte: "Neben der Strecke hat man da großartig geholfen und auf der Strecke muss man schon auf sich selber schauen, da kann einem niemand großartig helfen."
Was Tim Sandtler als besonders angenehm empfand, war die gute Atmosphäre, die auch unter den Kandidaten herrschte. "Obwohl es ein Wettbewerb untereinander ist, war es eigentlich recht locker. Wir haben bei den gemeinsame Events, die wir hatten, wie beispielsweise Fahrdynamik-Training, sehr viel Spaß. Wir konnten uns untereinander über alles unterhalten und eigentlich war das recht locker", sagte Sandtler, der kein Konkurrenzverhalten unter den sechs Kandidaten feststellen konnte. Zwar wurde hin und wieder gelacht, wenn einer einen Fehler machte, Schadenfreude war laut Sandtler aber nie dabei.
Ohne Schadenfreude, aber dafür mit dem nötigen Ernst wurde auch eine Technikschulung absolviert, die Tim sehr interessant fand. "Wir waren bei Eibach, dort wurde uns das Fahrwerk erklärt und gezeigt, wie Federn gebaut werden. Wir hatten eine Besichtigung im Betrieb und nachher auch eine richtige Schulung. Denn man weiß zwar, dass die Federn eingebaut sind und womit man im Rennen herumfährt, aber warum und wieso, das wurde uns dort erklärt. Das Gleiche gab es auch bei Drexler, wo uns gezeigt wurde, wie ein Sperrdifferential arbeitet. Mich hat das doch einigermaßen vorwärts gebracht", erklärte Sandtler. So hatte er am Anfang zwar Bedenken, ob die Technik wirklich so wichtig sei, doch schließlich merkte er, dass es beim Rennfahren nicht nur auf die Schnelligkeit ankommt. Wieder was gelernt.

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