Dieses Wochenende auf dem Nürburgring konnte ich endlich wieder die Führung in der Meisterschaft übernehmen. Bei meinem Titelrivalen Florian Gruber lief es in den beiden Rennen nicht so gut und da konnte ich mit meinem dritten Platz und meinem zweiten Sieg ordentlich Punkte gut machen. Ein Grund für meine guten Platzierungen war auch wieder eine super Leistung meines Teams. Wir hatten zu Beginn des Wochenendes Probleme mit dem Motor, wie schon am Norisring, die wir diesmal zum Glück beheben konnten. Ich bin super zufrieden mit dem Wochenende.
Ins erste Rennen am Samstag bin ich von Startplatz fünf aus gestartet. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch die Motorenprobleme und zusätzlich fand das Qualifying bei sehr schwierigen Wetterbedingungen statt. Zuerst war es noch nass, danach ist es aber immer weiter abgetrocknet. Doch während des Rennens war und blieb es trocken und so konnte ich mich schnell auf den dritten Rang hinter Freddy Barth vorarbeiten. In den nächsten Runden habe ich noch versucht ihn zu attackieren, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Als mir das Team dann aber mitgeteilt hat, dass Florian Gruber ausgeschieden ist, habe ich nichts mehr riskiert und das Rennen sicher nach Hause gefahren. Mein dritter Platz reichte dann auch aus, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.
Das Sonntagsrennen verlief für mich sehr gut. Ich bin von Platz sechs gestartet und gleich in der ersten Kurve kam mir das Glück zur Hilfe. Dort haben sich nämlich drei Konkurrenten gegenseitig rausgekegelt und ich bin automatisch auf den dritten Platz gerutscht. Anschließend hat Christian Hohenadel hinter mir viel Druck ausgeübt und zwischendurch mehrfach attackiert - er hat immer wieder hinten angeklopft.
Dann kam eine ziemlich brenzlige Situation: Sebastian Asch hat direkt vor mir einen Fehler vor der langen Geraden, in der NGK-Schikane, gemacht. Dadurch hat es ihn ziemlich weit raus getragen und ich konnte mich neben ihn setzen. In diesem Moment setzte sich aber auch noch Christian neben mich. Das heißt, wir sind mit Vollgas zu Dritt nebeneinander die Gerade runter gefahren. Das wurde mir dann doch zu bunt und ich bin auf die Bremse gestiegen. Damit war ich weiterhin Dritter hinter Sebastian, den ich etwas später aber doch noch schnappen konnte, womit ich auf Platz zwei war.
Die Spitze hatte zu diesem Zeitpunkt der Finne Mikko Heino inne, von dem ich aber schnell gemerkt habe, dass ich schneller bin als er. Deswegen konnte ich schnell an ihn heranfahren und beobachten, was er für eine Linie fährt. Dabei habe ich erkannt, dass er anders durch die Mercedes-Arena fährt als ich. Dadurch hat er nicht so viel Schwung auf die Gerade mitgenommen und das war meine Chance. Ich sah mir die Situation ein paar Mal an und versuchte danach das Gelernte auszunutzen. Beim ersten Mal hat es leider nicht geklappt, aber beim zweiten Versuch konnte ich endlich die Führung übernehmen. Danach bin ich das Rennen einfach kontrolliert nach Hause gefahren.
Zu Beginn sah es in der Meisterschaft nach einem Duell zwischen Florian Gruber und mir aus. Aber Freddy Barth hat in den letzten Rennen ganz schön aufgeholt und ist damit auch noch ein Aspirant für den Titel geworden. Es ist sehr gut, dass ich jetzt ein paar Punkte Vorsprung habe, weil ich nicht ganz so viel riskieren muss. Der Druck lastet jetzt auf Florian. Ich werde versuchen bei jedem Rennen zu punkten und weiter vorne rein zu fahren.

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