Exakt eine Stunde duellierten sich die Altmeister des Grand Prix Sports im Home of British Motor Racing. Doch es waren nicht die Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi und Nigel Mansell oder die Ex-GP-Stars Riccardo Patrese, René Arnoux und Patrick Tambay, die sich fast das gesamte Rennen über einen heißen Kampf um den Sieg lieferten. Stattdessen sorgten Eddie Cheever und Eric van de Poele für etliche Führungswechsel und jede Menge Spannung im nassen Silverstone.

Die F1-Historie der beiden Sieganwärter könnte sich nicht unterschiedlicher lesen: Cheever absolvierte 132 GP-Stars und stand dabei neun Mal auf dem Podium - aber nie ganz oben. Sein Gegner Eric van de Poele nahm hingegen nur an 5 F1-Rennen teil, kam jedoch nur zwei Mal ins Ziel. An diesem Sonntag in Silverstone konnten ihn aber noch nicht einmal seine vielen Dreher davon abhalten hinter Cheever auf Rang 2 zu fahren - ohne die Dreher wäre sogar ein Sieg drin gewesen, denn zwischenzeitlich war der Belgier der schnellste Mann im Feld!

"Regen hilft dabei gute Rennen zu sehen", spielte Eric im Gespräch mit motorsport-magazin.com auf den Ungarn GP an. "Es war fantastisch. Ich konnte vor dem Rennen kaum trainieren und musste von hinten starten. Am Start sah ich in der Gischt kaum etwas, konnte dann aber mit einem konstanten Auto und einer anderen Linie nach vorne fahren. Im Regen muss man den besten Grip suchen und das liegt mir - vielleicht waren das meine Bedingungen. Es ist ein guter Fortschritt: Bei meinem ersten Rennen war ich Dritter, jetzt Zweiter, aber ich kann auf meinen Sieg warten..."