Ausgerechnet bei ihrem zumindest politisch wichtigsten Rennen des Jahres - am Sonntag wird neben anderen VIPs vor allem auch Bernie Ecclestone als Gast erwartet - kämpft die GP Masters weiter mit Motoren-Problemen. Sechs der bis gestern insgesamt zehn beschädigten Motoren sind zwar inzwischen wieder fertig aufgebaut - aber drei oder vier Fahrer, darunter auch Pierluigi Martini, müssen wohl am Sonntag ohne eine einzige Trainingsrunde ins Rennen gehen.
Am Samstag Vormittag wurde - auch zur Schonung der überarbeiteten Triebwerke daher wieder nur so wenig gefahren, dass sich mancher Beobachter schon unangenehm an die Formel 1 erinnert fühlte. Und wie die Motoren morgen über die Renndistanz halten werden, das steht wohl auch noch in den Sternen...
Zumindest kamen so einige Fans auf ihre Kosten: Die Besitzer einer Wochenend-Tribünenkarte (ca. 100 Euro) dürfen nämlich am Samstag Vormittag ins Fahrerlager - und da hatten viele der Fahrer natürlich ungewöhnlich viel Zeit zum Autogramme schreiben.
Bei den GP-Masters-Veranstaltern ist man aber sehr verärgert über Nicholson McLaren, die Motorenhersteller der Serie. Denn das ganze Desaster war offensichtlich überflüssig: Die Probleme entstanden dadurch, dass man seit dem letzten Rennen in Katar versuchte, durch Modifikationen eine Leistungssteigerung der 600-PS-Triebwerke zu erreichen. Was aber niemand gebraucht oder gewollt, geschweige denn bemerkt hätte - denn bei den einheitlichen Autos und Motoren sind ein paar PS mehr oder weniger völlig gleichgültig...

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