In der American Le Mans Serie wird von den Teams nicht nur auf der Rennstrecke ein hohes Tempo verlangt: Nur eine Woche nach dem Rennen in Houston/Texas steht am Sonntag in Mid-Ohio der dritte Lauf dieser Rennserie mit den schnellsten Sportprototypen der Welt auf dem Programm. Am Start sind auch wieder zwei von Penske Motorsports eingesetzte Porsche RS Spyder.

Nach dem Saisonauftakt auf dem Flugplatzkurs von Sebring und dem Rennen in Houston, wo auf dem Parkplatz einer American-Football-Arena gefahren wurde, geht es in Mid-Ohio auf einer permanenten Rennstrecke um den Sieg. Der 3,621 Kilometer lange Kurs hat 13 Kurven und erhielt für das Gastspiel der American Le Mans Serie einen völlig neuen Belag. Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen sieht darin einen Vorteil für den in Weissach entwickelten RS Spyder. "Auf einer richtigen Rennstrecke", sagt er, "kann man sich ganz auf die Optimierung der Performance seiner Autos konzentrieren und ist nicht so sehr damit beschäftigt, sie auf Bodenwellen und Betonplatten einzustellen."

Für das Rennen in Mid-Ohio sind die Porsche RS Spyder bestens vorbereitet. Timo Bernhard und Sacha Maassen haben den Sportprototyp noch vor dem letzten Rennen in Houston auf der im Mittleren Westen der USA gelegenen Rennstrecke getestet. "Das ist ein sehr anspruchsvoller Kurs", meinte Timo Bernhard, der erneut mit Romain Dumas unterwegs sein wird, "und eine große Herausforderung für die Fahrer, die über die vielen Kuppen und in den teilweise sehr schwer einsehbaren Kurven die schnellste Linie finden müssen."

Sascha Maassen teilt sich das Cockpit wieder mit Lucas Luhr. "Wir haben beim Testen trotz des total neuen Belags schnell eine gute Abstimmung gefunden", sagte er. "Die Strecke ist viel ebener als Sebring und Houston, und ich bin sicher, dass wir dadurch mit unserem Auto einen Vorteil haben."

In der Klasse GT2 wollen Mike Rockenfeller (Monaco) und Klaus Graf (Dornhan) im Porsche 911 GT3 RSR von Alex Job Racing versuchen, ihren Klassensieg von Houston zu wiederholen. Am Start sind auch Johannes van Overbeek (USA) und Wolf Henzler (Nürtingen) im Porsche 911 GT3 RSR des Teams Flying Lizard Motorsports sowie Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) im Porsche 911 GT3 RSR von Petersen Motorsports/White Lightning Racing, die GT2-Gesamtsieger des Vorjahres.