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Das war sie also: Die erste Saison in der neuen Nachwuchsklasse GP2. Nach einem Jahr lässt sich ein äußerst positives Fazit ziehen. Die neue Rennserie hat im Rahmenprogramm der Formel 1 einen gelungenen Start hingelegt.
Dies bezieht sich allerdings nicht unbedingt auf die anfänglichen technischen Gebrechen bei Bremsen und Kupplungen, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass ein komplett gefülltes Starterfeld in der heutigen Zeit nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Die volle Startaufstellung bewies jedoch welch hohen Stellenwert die GP2 schon in ihrem ersten Jahr genossen hat. Allerdings zeigte dies auch deutlich, dass es Zeit wurde die alten Formel 3000 Autos einzumotten und durch modernere Boliden abzulösen.

Überhaupt war das Interesse an der Rennserie sowohl bei den F1-Teams und Fahrern als auch bei den Medien und Zuschauern größer als an der F3000. Zum Teil lag das natürlich auch daran, dass im Fahrerfeld nicht nur junge Talente, sondern auch ehemalige F1-Fahrer respektive bereits von den F1-Teams unter Vertrag genommene Nachwuchshoffnungen wie Nico Rosberg, Heikki Kovalainen oder Adam Carroll an den Start gingen.
Bei diesen kann man übrigens davon ausgehen, dass sie den Weg in die Königsklasse bewältigen werden. In der F3000 konnte man das zuletzt nur von den Wenigsten behaupten.
Gianmaria Bruni und Giorgio Pantano wagten hingegen den viel diskutierten Rückschritt von der F1 in die GP2. Nach der Saison dürfen sich die Kritiker dieses Wechsels eher bestätigt fühlen als die Befürworter. Denn um ihre F1-Karriere noch einmal richtig in Schwung zu bringen, hätten beide den Titel einfahren oder zumindest um diesen kämpfen müssen.
Abgesehen von ein paar guten Rennen und Einzelleistungen konnten sie aber nicht besonders auf sich aufmerksam machen. Demnach hat die GP2 sie nur Geld gekostet. Das erwünschte Sprungbrett in die Königsklasse war sie jedoch nicht.
Im Hinblick auf die Spannung bot die GP2 viel Kurzweil, was man von der Formel 1 Rennen nicht immer behaupten konnte. Ein besonderer Spannungsgarant war das Sprintrennen, das durch die Umkehrung der Startreihenfolge unter den ersten Acht mehrfach für eine packende Aufholjagd sorgte.

Als Rennfahrer bin ich kein großer Freund dieses Kunstgriffs, da ich es nicht als richtig empfinde den Sieger im nächsten Rennen dafür zu bestrafen. Aber als Zuschauer und Kommentator sorgt es immer wieder für Action auf der Strecke.
Genauso wie die Fahrkünste von Nico Rosberg der am Ende ein verdienter erster Meister der neuen Serie geworden ist. Nico hat sich im Laufe der Saison stark weiterentwickelt und es sich mit seinen Leistungen verdient im nächsten Jahr als Test- oder sogar Stammfahrer in die Formel 1 zu kommen.
Für sein Team gilt: Egal in welcher Serie ASM derzeit fährt, sie sind einfach immer die Besten! Lewis Hamilton dominiert die Formel 3 Euro Series, Nelson Piquet Jr. siegte überlegen beim ersten A1GP Lauf und Nico Rosberg holte sich verdient den Titel in der GP2.

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