Rund vier Zehntelsekunden fehlten Mick Schumacher (RLL) auf den Einzug in Q2 in Washington, D. C. Das Freedom 250 muss er damit von Startplatz 20 in Angriff nehmen. Sein großes Problem im Qualifying: Er konnte seine letzte Runde wegen einer roten Flagge nicht zu Ende fahren. Kyffin Simpson musste seinen Ganassi auf der Strecke abstellen, nachdem er mit der rechten Front eine Mauer gestreift hatte.

 

Alle drei IndyCar-Autos von RLL nach Q1 raus

 

Allerdings war Schumacher nicht der Einzige bei Rahal Letterman Lanigan Racing, der sein Qualifying schon nach Q1 beenden musste. Sowohl Graham Rahal (P23) als auch Louis Foster (P18) schafften es nicht in Q2. Auf Foster fehlte Schumacher dabei weniger als eine Zehntelsekunde.

 

Neben den drei RLL-Piloten schied überraschenderweise auch Markham-Sieger Marcus Ericsson (Andretti) schon in Q1 aus und muss von P15 starten. Selbiges gilt für Andretti-Teamkollege Will Power, der das Rennen (Start: 19:13 Uhr) von Startplatz 13 angeht.

 

Palou holt auch in Washington die Pole

 

Wieder gut aufgelegt war dafür der Meisterschaftsführende Alex Palou, der sich in der US-Hauptstadt die siebte Pole der aktuellen IndyCar-Saison sicherte. Bis in Q3 sah das allerdings nicht nach einem Selbstläufer aus, denn der Meisterschaftszweite Kyle Kirkwood sicherte sich in Q1 und Q2 jeweils die Bestzeit.

 
Mick Schumacher erlebt bösen IndyCar-Crash! DTM-Spitzenreiter nachträglich bestraft (18:49 Min.)

Allerdings patzte Kirkwood in Q3 und blieb bei seinem finalen Versuch rund sechs Zehntelsekunden hinter seiner Q2-Zeit zurück. Das öffnete Tür und Tor für Palou, der sich die Pole mit dominanten 0,567 Sekunden Vorsprung auf Kirkwood holte.

 

Allerdings: Selbst diese Zeit war langsamer als die Bestzeit von Kirkwood in Q2 (56,829 Sekunden), die damit vorerst Streckenrekord bleibt. "Es ist ein Privileg, an diesem spektakulären Ort Rennen zu fahren", jubelte Palou nach der Pole.

Alex Palou feiert seine Pole-Position in Washington.
Alex Palou zelebriert seine siebte Pole der Saison, Foto: IMAGO/ Anadolu Agency
 

Hinter den beiden starten Scott McLaughlin (Penske) und der überzeugende Christian Rasmussen (Ed Carpenter Racing), der sich Startplatz vier sicherte. In Markham hinkte Chevrolet noch hinterher, in Washington scheinen die Chevrolet-Teams deutlich konkurrenzfähiger.

 

Das bewies auch der Meisterschaftsdritte David Malukas (Penske), der sich auf Position sechs qualifizierte und hinter Marcus Armstrong auf Platz fünf startet. McLaren blieb dagegen mit allen Piloten in Q2 stecken.

IndyCar Washington: Die Startaufstellung

Pos. Fahrer Team Zeit
1Alex PalouChip Ganassi Racing0:56.899
2Kyle KirkwoodAndretti Global0:57.466
3Scott McLaughlinTeam Penske0:57.620
4Christian RasmussenEd Carpenter Racing0:57.889
5Marcus ArmstrongMeyer Shank Racing with Curb-Agajanian0:58.815
6David MalukasTeam Penske1:10.671
7Pato O'WardArrow McLaren0:57.306
8Romain GrosjeanDale Coyne Racing0:57.420
9Christian LundgaardArrow McLaren0:57.442
10Felix RosenqvistMeyer Shank Racing with Curb-Agajanian0:57.512
11Santino FerrucciA.J. Foyt Enterprises0:57.741
12Nolan SiegelArrow McLaren0:58.070
13Will PowerAndretti Global0:57.092
14Scott DixonChip Ganassi Racing0:57.579
15Marcus EricssonAndretti Global0:57.280
16Josef NewgardenTeam Penske0:57.633
17Alexander RossiEd Carpenter Racing0:57.479
18Louis FosterRahal Letterman Lanigan Racing0:57.746
19Rinus VeeKayJuncos Hollinger Racing0:57.495
20Mick SchumacherRahal Letterman Lanigan Racing0:57.841
21Dennis HaugerDale Coyne Racing0:57.508
22Graham RahalRahal Letterman Lanigan Racing0:57.870
23Sting Ray RobbJuncos Hollinger Racing0:58.483
24Kyffin SimpsonChip Ganassi Racing0:59.165
25Caio Collet (6 Plätze Strafe)A.J. Foyt Enterprises0:57.962