Christian Vietoris (Lissendorf/Josef Kaufmann Racing) fuhr auf dem EuroSpeedway Lausitz zu seinem ersten Sieg in der Formel BMW Deutschland. Der 17 Jahre alte Rheinland-Pfälzer ging bei kaltem, trüben Wetter von Startplatz eins ins Rennen und verwies Mika Mäki (FIN/Eifelland Racing) und Rookie Philipp Eng (AUT/ADAC Berlin-Brandenburg) auf die Plätze. Damit führt Vietoris in der Meisterschaftswertung nach drei Rennen mit 50 Zählern vor Marco Holzer (Bobingen/AM-Holzer Rennsport GmbH, 40 Punkte) und Mäki (39 Punkte).

"Ich freue mich unglaublich über meinen ersten Sieg. Gestern Abend im Bett bin ich das Rennen bereits zehn Mal gefahren", verriet Vietoris nach der Siegerehrung und strahlte über das ganze Gesicht. Nachdem er sich in den ersten Runden bereits von seinen Verfolgern absetzen konnte, kam es nach einem Crash zwischen Nick de Bruijn (NLD/Josef Kaufmann Racing), Sergio Perez Mendoza (MEX/ADAC Berlin-Brandenburg) und Jens Klingmann (Leimen/Eifelland Racing) zu einer Safety-Car-Phase. Doch auch danach behauptete Vietoris seine Spitzenposition.

Große Freude auch bei Lars Kaufmann: Der Sohn von Teamchef Josef Kaufmann übernahm an diesem Wochenende die Rolle des Chefs. Josef Kaufmann weilte mit Formel BMW Vorjahressieger Nicolas Hülkenberg beim Formel 3 Recaro Cup in Hockenheim. "Christian ist ein konzentrierter Arbeiter, der gute Aussagen über das Auto machen kann", lobte Lars Kaufmann seinen Schützling. Vietoris bestreitet seine zweite Saison in der Formel BMW Deutschland.

Der bestplatzierte Rookie, Philipp Eng, hatte auf einen Platz unter den Top 5 spekuliert. "Ein Podium war eine totale Überraschung", sagte der 16 Jahre alte Mücke-Pilot. Beim Rennen am Sonntag (Start 15.45 Uhr) geht Mäki von der Pole Position ins Rennen. Nach seinem zweiten Platz wagt er die Kampfansage an die Konkurrenz: "Wenn ich von der Spitze ins Rennen gehe, werde ich auch gewinnen."

Zwei von BMW geförderte Junioren konnten sich in den Punkterängen platzieren. Patrick Kronenberger (Friedrichshafen/Josef Kaufmann Racing) und Maximilian Wissel (Hörstein/GU-Racing Motorsportteam) belegten von 21 gestarteten Fahrern die Plätze acht und neun.