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F3-EM 2015

NASCAR, Formel E, GP2, GP3 u.a.: Hier sind alle weiteren Serien daheim.
Beitrag Freitag 19. Dezember 2014, 16:39

Beiträge: 40289
Die F3-Europameisterschaft erfährt wachsendes Interesse. Möglicherweise mischen 2014 auch vier deutsche Fahrer mit: Marvin Kirchhöfer, Markus Pommer, Maximilian Günther und Nicolas Pohler waren jedenfalls bei den Testfahrten in Valencia vor Ort. Bisher sind erst vier Fahrer für die kommende Saison fix. Auch viele F1-Sprösslinge machen sich Hoffnungen auf ein Vollzeit-Cockpit.

Bis zu 13 Rennställe könnten nächstes Jahr in der F3-Europameisterschaft mitmischen. Motopark, Signature und ArtLine kehren zurück beziehungsweise steigen neu ein. ArtLine wird sogar einen eigenen F3-Rennwagen auf Kiel legen. Dazu ein anderes Mal mehr. Ein Fragezeichen steht noch hinter West-Tec, Jo Zeller und EuroInternational.

Das Meisterteam Prema Power hat schon zwei Fahrer unter Vertrag genommen. Jake Dennis heuert von Carlin an, Lance Stroll steigt aus der italienischen Formel-4 auf. In den Kanadier werden hohe Erwartungen gesteckt: In der Kartszene erarbeitete er sich einen guten Ruf, dazu ist sein Vater finanziell gut aufgestellt. Lawrence Stroll soll sogar Anteile am Prema-Power-Rennstall gekauft haben. Es gilt als wahrscheinlich, dass mit Brandon Maïsano noch ein weiterer Fahrer aus der italienischen Formel-4 aufsteigen wird. Auch ein vierter Dallara Mercedes von Prema Power ist denkbar. Getestet haben zuletzt Charles Leclerc und Pietro Fittipaldi.

Verstappen macht Schule


Gustavo Menezes, ein wohlhabender US-Amerikaner, bleibt in der F3-EM und wechselt von Van Amersfoort zu Carlin. Sollte es mit dem weiteren Aufstieg in Europa nicht klappen, ist Menezes bei Carlin trotzdem gut aufgehoben, denn die Mannschaft expandiert nächstes Jahr nach Amerika und wird dort in der Indy-Lights, mittelfristig auch in der IndyCar an den Start gehen. Möglicherweise verpflichtet Trevor Carlin für die Formel-3 auch die Kolumbianerin Tatiana Calderón, die in dieser Saison für Jo Zeller unterwegs war. Daneben sind zwei britische Nachwuchsfahrer im Gespräch: BRDC-F4-Meister George Russell und Callum Ilott aus der Kartszene. Es haben aber auch noch eine Reihe anderer Fahrer für Carlin getestet, wie Alex Bosak, Zach Claman DeMelo und Ryan Tveter.

Überhaupt scheint das Beispiel Max Verstappen Schule zu machen. Der Niederländer, der nächstes Jahr schon für Toro Rosso in der Formel-1 an den Start gehen wird, stieg vom Kart direkt in die Formel-3 auf und konnte von Anfang an mithalten. Verstappen fuhr dabei für das Team von Frits van Ammersfoort, der gleiches nun wieder mit Alessio Lorandi plant. Daneben dürfte Jules Szymkowiak, der von Adrian Sutil unterstützt wird, ein weiteres Jahr an Bord bleiben. Auch Pedro Piquet, ein Sohn von Ex-F1-Champion Nelson Piquet, WSbR-Pilotin Beitske Visser und Mikkel Jensen haben für Van Amersfoort getestet.

Mücke setzt auf den Italiener Michele Beretta, der 2014 für EuroInternational auf Punktejagd ging. Daneben deutet sich die Verpflichtung von Santino Ferrucci an, einem viel versprechenden US-Amerikaner. Mit Maximilian Günther hat auch ein Deutscher gute Karten auf einen Platz im deutschen Team von Peter Mücke. Marvin Kirchhöfer testete in Valencia mit Mücke und zieht einen F3-EM-Einstieg auch tatsächlich in Betracht. Dann aber wohl eher mit dem zweiten deutschen Rennstall, Motopark Academy, mit dem Kirchhöfer beste Beziehungen pflegt.

Motopark mit vier Fahrzeugen


Motopark will vier Dallara VW einsetzen, zwei Fahrer sollen dabei schon fix sein. Wer das ist, wurde aber bisher im Verborgenen gehalten. Neben Kirchhöfer darf sich mit Markus Pommer ein weiterer Deutscher Hoffnungen machen. Er gewann 2014 den ATS-F3-Cup. Aus der deutschen Formel-3 ist auch Nabil Jeffri ein heißer Kandidat, genauso wie Steijn Schothorst aus der Zweiliterklasse der Formel-Renault und Sam MacLeod aus der britischen Formel-3. Auch Tom Dillmann, der für Motopark in der GP2 unterwegs war, testete in Valencia mit dem Team von Timo Rumpfkeil.

Der vierte deutsche Fahrer könnte Nicolas Pohler werden, der in Valencia einen Dallara Mercedes von Double-R pilotierte. Pohler fuhr in der abgelaufenen Saison für West-Tec in der Euroformula Open, der spanischen Formel-3. Die Pläne von West-Tec sind aber noch nicht bekannt. Möglich wären dort aber auch andere Piloten aus der spanischen Formel-3, wie Yarin Stern, Tanart Sathienthirakul und Wie Fung Thong. Neben Pohler war in Valencia Matthew Solomon für Double-R am Testen. Er wurde 2014 Vizemeister in der Formel-Master-China-Meisterschaft.

Relativ sicher ist auch der Start von Alex Albon aus Thailand für das Signature-Team. Daneben ist Dorian Boccolacci ein Kandidat. Fortec testete mit Pietro Fittipaldi, Arjun Maini und Charles Leclerc. T-Sport wird 2015 wieder Motoren von ThreeBond einsetzen (von Tomei konstruiert), was die Chancen des Japaner Ukyo Sasahara auf ein Cockpit erhöht. Getestet haben zudem auch Alexander Sims, Pedro Piquet, Ricky Copa und Philo Paz Armand.

Das mögliche F3-EM-Starterfeld
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)

Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
Charles Leclerc (Prema Power; Dallara Mercedes)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
Jules Szymkowiak (Van Amersfoort; Dallara VW)
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Nicolas Pohler (West-Tec; Dallara Mercedes)
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)
Pedro Piquet (T-Sport; Dallara NBE)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
Marvin Kirchhöfer (Motopark; Dallara VW)
Tom Dillmann (Motorpark; Dallara VW)
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)
??? (ArtLine; ArtTech NBE)

Beitrag Sonntag 4. Januar 2015, 13:56

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F3-EM: Mehr technische Vielfalt 2015
Der Boom der F3-Europameisterschaft geht weiter. Neben Dallara wird es 2015 mit ArtTech einen zweiten Chassishersteller geben. ThreeBond/Tomei entwickeln außerdem einen neuen Motor, den T-Sport wieder einsetzen wird. Auch der von ORECA entwickelte Motor soll in dieser Saison erstmals dabei sein, möglicherweise aber nicht unter dem Namen Renault.

Hinter ArtTech steckt das georgische ArtLine-Team von Shota Abkhazava, der selbst Amateurrennen bestreitet. 2012 wurde er beispielsweise Meister in der georgischen Legends-Cars-Serie, daneben fuhr er auch in der georgischen Formel-Alfa. Der 43-Jährige ist vor allem Ingenieur. Als solcher wirkte er Mitte der 90er Jahre unter anderem bei den Astrada-Boliden für die russische Formel-3 mit. 1998 brachte er dort auch erstmals seinen eigenen Rennstall an den Start. Seit 2002 baut man auch eigene Chassis, die man von 2009 bis ’11 in den deutschen ATS-F3-Cup brachte.

ArtTech macht Dallara Konkurrenz

Nun plant man den mutigen Schritt in die F3-Europameisterschaft. Der Bolide wird im Februar und März auf Kurs im georgischen Rustavi getestet. ArtLine wird selbst zwei Boliden einsetzen, mit Motoren von NBE oder ORECA. Später will man auch ein Kid für Volkswagen- und Mercedes-Motoren bauen. Das soll die ArtTech-Chassis auch für die Kundenteams interessant machen. Die Mannschaft operiert aus seiner deutschen Basis in Frankfurt heraus.

Das letzte Mal, das Dallara eine Konkurrenz auf Chassis-Seite in der F3-EM hatte war 2007 durch das Ultimate-Team, das nur in Magny-Course Chassis von Mygale einsetzte. Mygale beschäftigt sich übrigens ebenfalls mit einem möglichen F3-Engagement. Die letzte volle F3-Saison für einen anderen Chassishersteller außer Dallara war 2005, als Fabio Carbone aus dem Signature-Team mit SLC-Boliden fuhr.

Auf Motorenseite wird es 2015 neben Mercedes, Volkswagen und NBE einen vierten Hersteller geben: Tomei entwickelt für ThreeBond einen Motor, der wie schon 2013 von T-Sport eingesetzt wird. Das Team von Russell Eacott wird auch weiterhin einen Dallara-Rennwagen mit NBE-Motoren ausstatten. Und auch das ORECA-Triebwerk, das schon 2014 für Renault gebaut wurde, nach schwachen Leistungen bei den Testfahrten aber zurückgezogen wurde, soll 2015 an den Start rollen. Möglicherweise im ArtTech-Boliden von ArtLine. Vom spekulierten Honda-Einstieg gab es bislang nichts mehr zu hören.

Beitrag Samstag 10. Januar 2015, 14:23

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Ein Update:

Inzwischen sind vier weitere Fahrer für die kommende F3-Europameisterschaft bestätigt worden. Das Mücke-Team setzt auf Santino Ferrucci und Mikkel Jensen, Carlin auf George Russell und Van Amersfoort auf die gleiche Strategie wie im Vorjahr mit Max Verstappen: Ein Kartweltmeister soll’s richten: Alessio Lorandi.

Santino Ferrucci gilt als einer der viel versprechendsten US-Nachwuchstalente. Der 16-Jährige fuhr im Vorjahr schon die ersten F3-EM-Rennen für EuroInternational. Auf die neue Saison wird er sich ab dem kommenden Wochenende in der Toyota-Racing-Series einschießen. Mikkel Jensen aus Dänemark ist der amtierende Meister der ADAC-Formel-Masters. Michele Beretta steht als erster Mücke-Pilot schon länger fest. Höchst wahrscheinlich setzt man sogar auf einen vierten Dallara Mercedes, in dem der Deutsche Maximilian Günther sitzen dürfte.

Russell ist für das Carlin-Team indes die zweite Benennung nach Gustavo Menezes. Der 16-Jährige wurde im Vorjahr Meister der BRDC-Formel-4. Carlin wird wohl zwei weitere Dallara VW nennen, höchst wahrscheinlich mit Tatiana Calderón und möglicherweise auch mit dem Kart-Aufsteiger Callum Ilott.

Lorandi wurde 2013 Kart-Juniorenweltmeister und ist mit seinen 16 Jahren die italienische Nachwuchshoffnung schlechthin. Er will ein genauso starkes Formel-Debüt hinlegen wie sein Vorgänger Max Verstappen. Lorandi wird übrigens von Ex-F1-Pilot Jean Alesi gefördert und könnte in Kürze Gerüchten zu Folge auch ins Ferrari-Juniorenprogramm aufgenommen werden. Laut „italiaracing.net“ soll Charles Leclerc Teamkollege von Lorandi werden, was eine Überraschung wäre. Eigentlich sollte nämlich Jules Szymkowiak eine zweite Saison für Van Amersfoort bestreiten. Ein dritter Dallara VW des niederländischen Rennstalls ist eher unwahrscheinlich.

Neun Fahrer sind damit schon fix, höchst wahrscheinlich werden es insgesamt etwa 28 Piloten, die 2015 um den Titel in der F3-Europameisterschaft kämpfen werden.

Mögliches F3-EM-Feld 2015
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)?
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW)?
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)?
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Nicolas Pohler (West-Tec; Dallara Mercedes)?
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)?
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)?
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?
Pedro Piquet (T-Sport; Dallara NBE)?
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)?
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)?
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)?
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)?
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)?
Marvin Kirchhöfer (Motopark; Dallara VW)?
Tom Dillmann (Motopark; Dallara VW)?
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?

Beitrag Sonntag 11. Januar 2015, 20:35

Beiträge: 40289
Früher war vieles so viel besser:

Dallara dominiert die F3-Szene seit Jahren. 2015 will ArtTech dem italienischen Chassishersteller Konkurrenz machen. Der technische Wettbewerb ist eigentlich ein Markenzeichen der Formel-3. Es darf daher nicht verwundern, dass schon über 200 Hersteller in den verschiedenen F3-Klassen vertreten waren!

Dallara baut heute die Rennwagen in den meisten Formel-Serien: IndyCar, Super Formula, GP2, GP3, WSbR und eben auch in der Formel-3. Das war aber nicht immer so: „F3history.co.uk“ listet 226 verschiedene Markennamen auf, die zwischen 1950 und 2000 F3-Boliden auf Kiel legten, nicht alle davon waren letztlich auch im Einsatz, aber fast. Während fast alle Formel-Serien inzwischen Einheitsserien sind, erlaubt das F3-Reglement nach wie vor verschiedene Rennwagen-Schmieden. Mit Mercedes, Volkswagen und NBE gab es ja 2014 schon drei verschiedene Motorhersteller. Seit 2000 versuchte sich auch noch der eine oder andere Rennwagenkonstrukteur gegen Dallara. Mygale oder eben ArtTech seien als Beispiele genannt. Aber es werden immer weniger.

Unter den 226 aufgelisteten Herstellern gibt es bekannte Rennwagenschmieden wie eben Dallara, Lola, Cooper, Lotus, McLaren, Brabham, March, Martini, Matra, Modus, Ralt, Reynard, Tecno, Tiga oder Van Diemen.

Es gab natürlich auch F3-Chassishersteller, die später auch F1-Rennwagen konstruierten. Zum Beispiel Wolf, Osella, AGS, Bellasi, De Tomaso, Eifelland, Ensign, Emeryson, Euroracing, Merzario und viele, viele mehr. Es gab außerdem natürlich Bastler-Boliden von Rennfahrern wie zum Beispiel Jacques Bastet und vielen anderen.

Tierische Rennwagen


Es gab ferner auch in den verschiedenen nationalen F3-Klassen eigene F3-Wagen. In der noch existierenden japanischen Formel-3 versuchten sich unter anderem Active, Hayashi oder das heute noch existierende TOM’s-Team am Bau eines F3-Boliden. In der italienischen Formel-3 gab es unter anderem Cammarota, Bianchini und De Sanctis. Die schwedische Formel-3 hatte zahlreiche eigene Chassis, darunter einige, die nach Tiernamen benannt waren, wie Chicken, Cobra und Spider. In der südamerikanischen Formel-3 gab es zum Beispiel Crespi, Heve oder Muffatao.

Auch aus für den Rennsport eher exotischen Ländern wie Tschechien (beispielsweise Delfin, Mustang oder Arcus), Polen (Promot und Rak), Finnland (Niemax, Bergholm) und anderen gab es eigene F3-Boliden.

Der Veranstalter des deutschen ATS-F3-Cups ist Bertram Schäfer. Jahrelang hatte er einen eigenen Rennstall, in der Formel-2, aber auch in der Formel-3. Von 1988 bis ’90 entwickelte die Mannschaft auch eigene Flitzer. In Deutschland wurden einige Chassis auf Kiel gelegt. Darunter zum Beispiel Mercus, McNamara oder Marco. Oder es gab auch die Eufra-F3-Rennwagen. Das Team setzte 1988 in der Formel-König seinerzeit Michael Schumacher ein!

Beitrag Samstag 24. Januar 2015, 14:07

Beiträge: 40289
Das nächste Update - sieht echt ziemlich gut aus!

Laut „Autosport“ haben 14 Teams 50 Anträge auf einen Platz im Feld der F3-Europameisterschaft 2015 eingereicht! Noch ist unklar, wie viele Fahrzeuge der Automobilweltverband FIA wirklich zulässt. 13 Fahrer sind inzwischen schon bestätigt, zwei weitere sollen bei verschiedenen Teams schon fix sein.

Neben den elf Rennställen der Saison 2014, wollen auch Motopark, Ma-Con und ArtLine in die Serie zurückkehren. ArtLine will sogar zwei eigens konstruierte Chassis einsetzen. Ma-Con würde mit den von ORECA entwickelten Motoren befeuert werden. Motopark will gleich mit vier Dallara VW mitmischen.

Zu den jüngsten Neuverpflichtungen gehört Charles Leclerc, ein äußerst viel versprechender Fahrer aus Monaco. Gemanagt wird er von Nicolas Todt, der nicht nur der Sohn von FIA-Präsident Jean Todt ist, sondern in der GP2 und GP3 mit ART sogar einen eigenen Rennstall einsetzt.

Titelfavorit Giovinazzi?

Signature hat wie erwartet die beiden Neulinge Alex Albon und Dorian Boccolacci unter Vertrag genommen. Albon wurde 2014 Gesamt-Dritter im Formel-Renault-Eurocup und kommt aus Thailand. Boccolacci ist Franzose und beendete die Saison 2014 als Vizemeister der französischen Formel-4.

Das Carlin-Team hat neben den bereits bestätigten Gustavo Menezes und George Russell zwei weitere Fahrer verpflichtet: Neben dem US-Amerikaner Ryan Tveter wurde auch der Kontrakt mit Antonio Giovinazzi verlängert, der 2014 zwei Rennen in der F3-EM für sich entscheiden konnte. Der Italiener ist nun sicherlich einer der ganz heißen Titelkandidaten.

Neuigkeiten gibt es auch aus dem Mücke-Rennstall: Mikkel Jensen wird ins Mercedes-Juniorenprogramm aufgenommen. Das Motopark-Team soll indes angeblich mit dem Inder Mahaveer Raghunathan an den Start gehen. Er war 2014 Gesamt-13. in der italienischen Formel-4.

Das mögliche F3-EM-Feld 2015
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)?
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Nicolas Pohler (West-Tec; Dallara Mercedes)?
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)?
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)?
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?
Pedro Piquet (T-Sport; Dallara NBE)?
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)?

Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)?
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)?
Marvin Kirchhöfer (Motopark; Dallara VW)?
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)?
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?
??? (Ma-Con; Dallara ORECA)?

Beitrag Donnerstag 12. Februar 2015, 15:25

Beiträge: 40289
Update:

Mit Nicolas Pohler steht der erste deutsche Fahrer für die F3-Europameisterschaft 2015 fest. Callum Ilott ist als Red-Bull-Junior zudem fix bei Carlin, dazu kommen einige weitere Bestätigungen.

Ilott ist bereits der fünfte Fahrer im Carlin-Aufgebot. Die Speerspitze bildet Antonio Giovinazzi, dazu kommen noch Gustavo Menezes, George Russell und Ryan Tveter. Callum Ilott ist aktuell Europameister in der Kart-Königsklasse KF1. Damit ist er einer der hoffnungsvollsten Nachwuchsfahrer. Aktuell absolviert er bereits die Toyota-Racing-Series, tut sich dort aber noch recht schwer. Sie soll den 16-Jährigen aber besser auf die F3-EM vorbereiten, schließlich sind die Tatuus-Toyota-Boliden dort nach FIA-F3-Reglement gebaut.

Das Double-R-Team hat zwei Fahrer unter Vertrag genommen. Mit Nicolas Pohler ist damit mindestens schon ein Deutscher in der F3-EM mit von der Partie. Er kommt aus der Euroformula-Open, also der spanischen Formel-3, in der er letztes Jahr mit West-Tec Gesamt-Zwölfter wurde. Bei Double-R wird er Teamkollege von Matthew Solomon aus Hongkong, der letztes Jahr Vizemeister mit Eurasia in der Formel-Masters-China wurde. Zuletzt fuhr er auch in der MRF-Challenge, belegte dabei in der Endabrechnung Rang zwölf.

Motopark Academy hat den ersten von höchst wahrscheinlich vier Fahrer verpflichtet: Sam MacLeod. Er war letztes Jahr in der deutschen, britischen und japanischen Formel-3 unterwegs und wird im Team von Timo Rumpfkeil wohl auf Nabil Jeffri, Mahaveer Raghunathan und Sergio Sette Camara treffen. Inzwischen sind 17 Fahrer für die F3-EM 2015 fix.

Das mögliche Fahrerfeld 2015

Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)?
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Wei Fung Thong (West-Tec; Dallara Mercedes)?
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)?
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)?
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?

Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Sam MacLeod (Motopark; Dallara VW)?
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)?
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)?
Sergio Sette Camara (Motopark; Dallara VW)?
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?
Markus Pommer (Ma-Con; Dallara ORECA)?


Beitrag Donnerstag 12. Februar 2015, 19:25

Beiträge: 8280
Interessantes Feld... Giovinazzi dürfte Titelkandidat Nr.1 sein, eventuell Jake Dennis bei Prema noch... Und dann sind da jede Menge Jungs die echt vielversprechend sind. Stroll, Russel, Ilott, Lorandi, Leclerc, Albon, Boccolacci - könnte mich fast mehr interessieren als die anstehende F1-Saison...

Beitrag Donnerstag 12. Februar 2015, 20:11

Beiträge: 40289
Die F3-EM ist definitiv auf dem aufsteigenden Ast!

Beitrag Donnerstag 19. Februar 2015, 21:37

Beiträge: 40289
Update:

Im Meisterteam Prema Power hat wie erwartet Brandon Maïsano das dritte Cockpit ergattert. Das deutsche Team Motopark hat gleich drei Fahrer unter Vertrag genommen, darunter auch den Deutschen Markus Pommer. Und ArtLine legt sich mit dem Automobilweltverband FIA an.

Es ist schon irgendwie kurios: Maïsano war selbst schon Teil des Ferrari-Fahrerkaders. Nun fungiert er als Lehrmeister für den viel versprechenden Ferrari-Juniors Lance Stroll. Das war schon 2014 in der italienischen Formel-4 so, oder gerade im Winter in der Toyota-Racing-Series – aber auch 2015 in der F3-Europameisterschaft. Beide werden neben dem F3 erfahrenen Jake Dennis für Prema Power an den Start gehen. Das italienische Team der Familie Rosin will auch noch einen vierten Fahrer an Bord holen. Noch ist aber unklar, um wen es sich dabei handeln wird.

Das Motopark-Academy-Team von Timo Rumpfkeil hat nach Sam MacLeod noch drei weitere Fahrer unter Vertrag genommen. Der deutsche F3-Meister Markus Pommer wird ebenso an Bord kommen, wie auch Vizemeister Nabil Jeffri. Dazu dockt auch Mahaveer Raghunathan an, der wohl nur wenigen ein Begriff sein wird. Der Inder konnte letztes Jahr weder in der italienischen Formel-4 (Zwölfter mit F&M), noch in der MRF Challenge (22.) überzeugen.

Das Comeback von ArtLine steht dagegen wieder auf wackligen Beinen. „Autosport“ berichtet, dass man bei den eigenen ArtTech-Chassis ein zentrales Auspuffsystem plant, das Dallara bis Mitte der 90er Jahre verwendet hat. Die FIA ist aber strikt dagegen, weil man aerodynamische Vorteile wittert. Andere behaupten, man wolle Dallara als Einheitshersteller behalten. Das zentrale Auspuffsystem ist für ArtLine aber auch deswegen ein Problem, weil die Motoren von NBE und ORECA nur schwer in die Fahrzeuge integrierbar sein dürften.

Schon jetzt sind 21 Fahrer für die kommende Saison fix, dabei haben viele Teams noch gar keinen einzigen Piloten bestätigt: Fortec, West-Tec, Jo Zeller, T-Sport, ArtLine und Ma-Con.

Das mögliche Fahrerfeld der F3-EM 2015

Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Wei Fung Thong (West-Tec; Dallara Mercedes)?
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)?
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)?
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?

Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
Sam MacLeod (Motopark; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?
??? (Ma-Con; Dallara ORECA)?

Beitrag Donnerstag 19. Februar 2015, 23:14

Beiträge: 8280
Das mit dem Lehrmeister hat Familie Stroll schon zu Kart-Zeiten so gemacht - nur mit weniger Erfolg - der andere gewann die WM...
Was macht eigentlich Kirchhöfer?

Beitrag Donnerstag 19. Februar 2015, 23:30

Beiträge: 40289
Wer war denn der andere?

Als ich im November mit seinem Manager gesprochen habe, lagen Angebote aus Japan und Amerika vor, was man aber eher nichtr machen wollte. F3-EM war damals die wahrscheinlichste Option, inzwischen - so hört man - läuft es wohl doch auf einen GP3-Verbleib hinaus.

Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 17:58

Beiträge: 40289
Update:

Und die nächsten Fahrer für die kommende Saison der F3-Europameisterschaft stehen fest, darunter auch der dritte Deutsche: Fabian Schiller wird für West-Tec an den Start gehen, dazu heuert Prema Power den F3-Methusalem Felix Rosenqvist an. Tatiana Calderón wechselt zu Carlin und Sergio Sette Câmara wird für Motopark Academy fahren.

Den ganz großen Paukenschlag gab es beim Meisterteam Prema Power mit der Verpflichtung von Felix Rosenqvist. Vier Jahre fuhr er bereits für Mücke in der F3-EM und gewann dabei zwölf Rennen. 2013 wurde er Vizemeister. Rechnet man auch noch das Jahr in der deutschen Formel-3 mit dazu, dann geht der Schwede nun in seine sechste F3-Saison! Für den Aufstieg fehlt ihm einfach das Geld. Nicht nur aufgrund seiner Erfahrung, auch weil er bei Prema Power im absoluten Topteam unterwegs ist, ist Rosenqvist sicherlich ein ganz heißer Favorit auf den Titel. Teamintern muss er sich gegen Jake Dennis, Lance Stroll und Brandon Maïsano durchsetzen.

Carlin setzt gleich auf sechs verschiedene Fahrer. Nach Antonio Giovinazzi, Gustavo Menezes, George Russell, Ryan Tveter und Callum Ilott wurde nun auch die Kolumbianerin Tatiana Calderón unter Vertrag genommen. Die 21-Jährige war letztes Jahr mit dem Team von Jo Zeller in der F3-EM unterwegs und beendete die Saison auf Rang 13 im Klassement.

Bei West-Tec wird mit Fabian Schiller ein deutscher Fahrer auf Punktejagd gehen. Schiller kommt aus der ADAC-Formel-Masters, wo er 2014 mit dem familieneigenen Schiller-Team auf Gesamtrang acht steuerte. Das Team West-Tec kennt der 17-Jährige von einem Gaststart in der Euroformula Open 2014.

Bei Motopark Academy wurde Sergio Sette Câmara bestätigt. Der Brasilianer fuhr schon 2014 drei F3-EM-Rennen für EuroInternational. Er wird Teamkollege von Markus Pommer, Sam MacLeod, Mahaveer Raghunathan und höchst wahrscheinlich auch Nabil Jeffri.

Mögliches Fahrerfeld 2015
Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Fabian Schiller (West-Tec; Dallara Mercedes)
Arjun Maini (Fortec; Dallara Mercedes)?
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)?
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Nicolas Beer (EuroInternational; Dallara Mercedes)?
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?

Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW)
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
Sam MacLeod (Motopark; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?
??? (Ma-Con; Dallara ORECA)?

Beitrag Dienstag 3. März 2015, 23:07

Beiträge: 40289
Van Amersfoort setzt mit Arjun Maini einen dritten Dallara VW ein, Fortec verpflichtet Matt Rao und Pietro Fittipaldi, und EuroInternational verpflichtet den Deutschen Marvin Kirchhöfer, sowie Nicolas Beer.

Arjun Maini gilt derzeit als der viel versprechendste indische Nachwuchsfahrer. In der Toyota-Racing-Series wurde er im Winter unter Wert verkauft, gewann aber mehrere Rennen. Der 17-Jährige wird bei Van Amersfoort auf Alessio Lorandi und Charles Leclerc treffen, zwei ebenfalls sehr hoch geschätzte Talente.

Fortec befördert indes Matt Rao zum Stammfahrer in der F3-Europameisterschaft. Der Brite wurde letztes Jahr mit Fortec Vizemeister in der britischen Formel-3. Auch der 20-Jährige war im Winter in der Toyota-Racing-Series unterwegs, kam im Endklassement aber nicht in die Top-10. Noch prominenter ist der zweite Fahrer bei Fortec: Es handelt sich um Pietro Fittipaldi, dem Enkel des zweimaligen F1-Champions Emerson Fittipaldi. Mit MGR gewann er 2014 den Titel in der britischen Formel-Renault.

Überraschend kommt bei EuroInternational mit Marvin Kirchhöfer ein Deutscher zum Zug, der vierte Deutsche im 2015er Feld. Zwar liebäugelte der 20-Jährige durchaus mit einem Wechsel in die F3-EM, als mögliche Teams wurden aber eher die deutschen Rennställe Motopark und Mücke genannt. Angeblich hat bei der Verpflichtung durch EuroInternational auch Mercedes die Finger im Spiel. Kirchhöfer könnte nebenher auch eine zweite Saison in der GP3 absolvieren und dort bei ART bleiben, nachdem er mit dem Rennstall von Nicolas Todt und Frédéric Vasseur Gesamt-Dritter wurde. Glück hat auch Kirchhöfers F3-Kollege Nicolas Beer, der eigentlich in der deutschen Formel-3 zum Einsatz kommen sollte. Doch die wurde für 2015 eingestellt.

Mögliches Fahrerfeld 2015

Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)?
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Arjun Maini (Van Amersfoort; Dallara VW)
Fabian Schiller (West-Tec; Dallara Mercedes)
Matt Rao (Fortec; Dallara Mercedes)
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)
Sandro Zeller (Jo Zeller; Dallara Mercedes)?
Marvin Kirchhöfer (EuroInternational; Dallara Mercedes)
Nicolas Beer (EuroInternational; Dallara Mercedes)
Ukyo Sasahara (T-Sport; Dallara ThreeBond)?
Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW)
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
Sam MacLeod (Motopark; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)
??? (ArtLine; ArtTech ORECA)?
??? (ArtLine; ArtTech NBE)?
??? (Ma-Con; Dallara ORECA)?

Beitrag Mittwoch 11. März 2015, 15:51

Beiträge: 40289
Mit einem riesigen Fahrerfeld von 35 Fahrzeugen wird die F3-Europameisterschaft 2015 ausgetragen. Drei Teams fehlen allerdings komplett – und das T-Sport-Team würde im Lauf der Saison noch einen 36. Fahrer bringen. Und bei einzelnen Läufen wird Carlin auch wieder auf Sean Gelael setzen.

Mücke hat das Aufgebot auf fünf Dallara Mercedes vergrößert. Zu den bisher bestätigten Fahrern Michele Beretta, Santino Ferrucci und Mikkel Jensen stoßen auch noch Maximilian Günther und Kang Ling. Ling fuhr 2014 schon einzelne Rennen in der britischen und deutschen Formel-3, Günther steigt aus der ADAC-Formel-Masters auf, wo er letztes Jahr mit dem Mücke-Team Vizemeister wurde.

Das Fortec-Team holt noch zwei Chinesen an Bord. Martin Cao ist der amtierende britische F3-Meister und Peter Li wurde in der gleichen Meisterschaft letztes Jahr im Carlin-Rennstall Fünfter.

T-Sport wollte eigentlich den neuen Motor von ThreeBond einsetzen, aber dazu wird es wohl erst im Laufe des Jahres kommen. Bisher hat man nämlich nur Julio Moreno unter Vertrag genommen, der aber mit dem NBE-Motor ausgestattet sein wird. Moreno kommt aus Ecuador und fuhr letztes Jahr unter ferner liefen für Manor MP in der Formel-Renault-NEC-Meisterschaft.

Die Teams Jo Zeller Racing, ArtLine und Ma-Con fehlen. Besonders das Fehlen des ArtLine-Teams ist traurig, denn die Russen wollten mit dem ArtTech-Fahrzeug einen eigenen Rennwagen an den Start bringen. Bei der Konstruktion des Fahrzeugs ging man aber andere Wege, gegen die der Automobilweltverband FIA Einwände hatte.

Das Fahrerfeld 2015
Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW)
George Russell (Carlin; Dallara VW)
Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW)
Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes)
Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
Kang Ling (Mücke; Dallara Mercedes)
Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW)
Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
Arjun Maini (Van Amersfoort; Dallara VW)
Fabian Schiller (West-Tec; Dallara Mercedes)
Matt Rao (Fortec; Dallara Mercedes)
Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)
Martin Cao (Fortec; Dallara Mercedes)
Peter Li (Fortec; Dallara Mercedes)
Marvin Kirchhöfer (EuroInternational; Dallara Mercedes)
Nicolas Beer (EuroInternational; Dallara Mercedes)
Julio Moreno (T-Sport; Dallara NBE)
Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes)
Matthew Solomon (Double-R; Dallara Mercedes)
Alexander Albon (Signature; Dallara VW)
Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW)
Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW)
Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
Sam MacLeod (Motopark; Dallara VW)
Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW)
Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW)

Beitrag Donnerstag 12. März 2015, 16:09

Beiträge: 40289
Felix Rosenqvist geht 2015 in seine fünfte Saison in der F3-Europameisterschaft – und ist damit auch der Topfavorit, den es in diesem Jahr zu schlagen gilt. Aber die Serie ist stark besetzt und es gibt durchaus Fahrer, die den Schweden besiegen können. So könnten am Ende die Top-10 aussehen:

1. Felix Rosenqvist (SWE)

2013 war er schon Vizemeister im deutschen Mücke-Team und gewann damals neun Rennen. 2014 war die Saison enttäuschend, aber das war nicht der entscheidende Punkt, wieso ein Aufstieg beispielsweise in die Renault-World-Series scheiterte: Rosenqvist verfügt über keine großen Geldgeber und daher bleibt er in der F3-Europameisterschaft hängen. Zu seiner Erfahrung von fünf Jahren Formel-3, darunter vier in der F3-EM, kommt 2015 auch noch der besonders gute Umstand dazu, dass er für das Prema-Power-Team an den Start geht. Die italienische Mannschaft von Angelo Rosin stellte in den vergangenen drei Jahren nicht per Zufall die drei Champions: Daniel Juncadella, Raffaele Marciello und Esteban Ocon. Gerade in der F3-Europameisterschaft kann ein Team viel bezwecken.

2. Antonio Giovinazzi (Carlin)
Auch er geht schon in seine dritte F3-Europameisterschaft, die zweite mit Carlin. Besonders gegen Ende der Saison 2014 war Giovinazzi schon ein regelmäßiger Sieganwärter, der auch zwei Mal zuschlug. Eigentlich sollte der Italiener mit Carlin in die WSbR aufsteigen, aber angeblich wollte Sean Gelael, dessen indonesische Geldgeber das Projekt wohl finanzieren, lieber Tom Dillmann als Teamkollegen. Daher wird Giovinazzi in der F3-EM bleiben und ist dort einer der engsten Titelanwärter.

3. Lance Stroll (Prema Power)
Der Kanadier gilt als so viel versprechend, dass ihn Ferrari schon zu Kartzeiten ins Nachwuchsprogramm aufgenommen hat. Auch die Tatsache, dass sein Vater Lawrence ein erfolgreicher und reicher Geschäftsmann ist, hilft Lance Stroll sicher weiter. Die Familie Stroll soll bei Prema Power inzwischen am Schalthebel sitzen. Stroll wurde den Vorschusslorbeeren 2014 als Meister der italienischen Formel-4 gerecht, nun muss er sich aber in einem äußerst konkurrenzfähigen F3-Feld behaupten.

4. Marvin Kirchhöfer (EuroInternational)

Marvin Kirchhöfer ist derzeit die größte deutsche Nachwuchshoffnung. Er wird 2015 ein Doppelprogramm bestreiten und für ART auch in der GP3 auf Titeljagd gehen. Letztes Jahr wurde er dort ja schon Gesamt-Dritter. Die Formel-3 ist ein Schritt zurück für Kirchhöfer, denn schon 2013 wurde er deutscher F3-Meister. Aber: Die F3-EM boomt und ist sehr stark besetzt. Kirchhöfer gehört vom Talent her wohl zu den stärksten Fahrern, aber sein Einsatzteam EuroInternational war in den vergangenen Jahren keine Frontrunner-Mannschaft, das könnte auch Kirchhöfers Performance etwas beeinflussen.

5. Jake Dennis (Prema Power)

Auch Jake Dennis profitiert von der Erfahrung (2014 schon mit Carlin Gesamt-Neunter), sowie vom Prema-Power-Team. Diese Mischung macht den Briten automatisch zu einem Titelanwärter. Dennis ist auch ohne Frage talentiert, die Formel-Renault-NEC-Meisterschaft gewinnt man nicht so ohne weiteres, wie er 2012. Aber als ganz große Nachwuchshoffnung wird der 19-Jährige andererseits auch nicht eingestuft.

6. Charles Leclerc (Van Amersfoort)

Das Team Van Amersfoort hat sich 2014 mit Max Verstappen wieder in Szene setzen können, wenn auch noch etwas auf Prema Power fehlt. Aber für die F3-Europameisterschaft 2015 hat man ein äußerst talentiertes Trio zusammengestellt. Ein Fahrer davon ist Charles Leclerc, der letztes Jahr immerhin Vizemeister in der Formel-Renault-ALPS wurde. Der Monegasse gilt als so talentiert, dass ihn sogar Nicolas Todt, der Sohn des FIA-Präsidenten Jean Todt, unter seine Manager-Fittiche genommen hat. Mit Leclerc muss man definitiv rechnen.

7. Alessio Lorandi (Van Amersfoort)

Sogar GP-Sieger Jean Alesi hält große Stücke auf den Kart-Juniorenweltmeister von 2013 und fördert ihn daher auch: Alessio Lorandi will den gleichen Weg gehen wie Max Verstappen im letzten Jahr: Vom Kart direkt in die Formel-3 und dort am besten aus dem Stand heraus erfolgreich sein. Das Talent dazu hat er sicherlich. Der Italiener vertraut auch auf dieselbe Mannschaft wie Verstappen, also auf die von Frits van Amersfoort.

8. Brandon Maïsano (Prema Power)

Der Franzose ist quasi der der Lehrmeister von Lance Stroll, das war schon letztes Jahr in der italienischen F4-Meisterschaft so, in der Maïsano allerdings aufgrund seines Alters (21 Jahre) außer Konkurrenz fahren musste, sowie im Winter in der Toyota-Racing-Series. In beiden Serien zeigte sich: Er kann mit Stroll durchaus mithalten, aber der Kanadier ist doch einen Tick schneller. Trotzdem muss man auch mit Maïsano rechnen.

9. Arjun Maini (Van Amersfoort)
Immer mehr indische Nachwuchs-Talente – auch dank Force-India-F1-Teamchef Vijay Mallya und dessen Nachwuchsarbeit – gehen gerade den Weg nach oben. Am talentiertesten scheint dabei Arjun Maini zu sein. In der Toyota-Racing-Series konnte er im Winter den Kampf mit Stroll und Maïsano durchaus aufnehmen, auch wenn ihm mehrere Siege aberkannt wurden, was seine Meisterschaftschancen linderte. Maini hat also locker das Zeug zur Top-10.

10. Santino Ferrucci (Mücke)

Möglicherweise wird Santino Ferrucci endlich der US-amerikanische F1-Star, den die Formel-1 für einen Durchbruch in Amerika unbedingt brauchen würde. Im Kart ließ er so sehr aufhorchen, dass er sogar ins McLaren-Nachwuchsprogramm kam. Ferrucci, aus dem US-Bundesstaat Connecticut, debütierte in Spa-Francorchamps im Dallara Mercedes von EuroInternational, nachdem er das Mindestalter von 16 Jahren erreichte. 2015 ist er zu Mücke gewechselt und ist damit das Aushängeschild des deutschen Rennstalls.

Beitrag Freitag 20. März 2015, 15:34

Beiträge: 40289
Antonio Giovinazzi fuhr bei den F3-Testfahrten in Valencia die Wochenbestzeit. Charles Leclerc war aber am Konstantesten. Es gibt viele Mitfavoriten auf den Titel.

Der zweite Testtag brachte wechselhaftes Wetter. Das trübt auch den Blick aufs Gesamtklassement etwas. Unterteilt man die zwei Testtage in vier Sessions und vergibt dafür wie im Rennen Punkte für die ersten zehn Fahrer (25-18-15-12-10-8-6-4-2-1), dann war Charles Leclerc am Konstantesten, mit 80 von 100 möglichen Punkten. Der Van-Amersfoort-Fahrer landete im Wochenklassement auf Rang drei.

George Russell (64) und Antonio Giovinazzi (58), die für Carlin jeweils die Wochenbestzeiten fuhren, landeten dahinter auf Rang zwei und drei. Mit Callum Ilott (45) war auch ein dritter Carlin-Fahrer richtig stark.

Auffallend: Sowohl Van Amersfoort, als auch Carlin fahren mit VW-Motoren. Offenbar hat Volkswagen gegenüber Mercedes also eine Schippe zulegen können. Der schnellste Mercedes-Fahrer war überraschend der deutsche Mücke-Fahrer Maximilian Günther auf Rang vier. Nach Punkten hätte er 25 Zähler gesammelt, was Platz sechs hinter Alex Albon (28) bedeutet. Die Top-10 werden abgerundet von Gustavo Menezes, Fabian Schiller (je 16), sowie Matt Solomon, Arjun Maini und Felix Rosenqvist (je 12).

Zum Favoritenkreis in der äußerst stark besetzten Rennserie gehören aber auch noch andere Namen: Jake Dennis, Alessio Lorandi oder Lance Stroll zum Beispiel. Oder auch Marvin Kirchhöfer, der bei den GP3-Testfahrten in Portugal verweilte. Der Deutsche absolviert 2015 bekanntlich ein Doppelprogramm aus GP3 und F3-EM.

Gesamtklassement Valencia
1. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW) 1:24,755
2. George Russell (Carlin; Dallara VW) 1:25,005
3. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW) 1:25,141
4. Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes) 1:25,236
5. Alex Albon (Signature; Dallara VW) 1:25,245
6. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes) 1:25,267
7. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW) 1:25,295
8. Arjun Maini (Van Amersfoort; Dallara VW) 1:25,296
9. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes) 1:25,301
10. Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW) 1:25,474
11. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW) 1:25,480
12. Ryan Tveter (Carlin; Dallara VW) 1:25,485
13. Dorian Boccolacci (Signature; Dallara VW) 1:25,490
14. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes) 1:25,522
15. Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes) 1:25,540
16. Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes) 1:25,617
17. Michele Beretta (Mücke; Dallara Mercedes) 1:25,628
18. Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes) 1:25,674
19. Alessio Lorandi (Van Amersfoort; Dallara VW) 1:25,709
20. Tatiana Calderón (Carlin; Dallara VW) 1:25,729
21. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes) 1:25,844
22. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW) 1:25,857
23. Kang Ling (Mücke; Dallara Mercedes) 1:26,013
24. Sean Gelael (Carlin; Dallara VW) 1:26,048
25. Julian Moreno (T-Sport; Dallara NBE) 1:26,071
26. Nicolas Beer (EuroInternational; Dallara Mercedes) 1:26,159
27. Nicolas Pohler (Double-R; Dallara Mercedes) 1:26,230
28. Matt Rao (Fortec; Dallara Mercedes) 1:26,273
29. Nabil Jeffri (Motopark; Dallara VW) 1:26,366
30. Fabian Schiller (West-Tec; Dallara Mercedes) 1:26,533
31. Martin Cao (Fortec; Dallara Mercedes) 1:26,546
32. Matt Solomon (Double-R; Dallara Mercedes) 1:26,560
33. Mahaveer Raghunathan (Motopark; Dallara VW) 1:26,843
34. Sam MacLeod (Carlin; Dallara VW) 1:31,894

Beitrag Donnerstag 16. April 2015, 17:50

Beiträge: 40289
Am vergangenen Wochenende fiel der Startschuss der F3-Europameisterschaft 2015 mit 35 Fahrern! Felix Rosenqvist verlor aufgrund eines technischen Verstoßes zwei Pole-Positions, gab aber ansonsten das Tempo an. Antonio Giovinazzi führt die Tabelle an.

Drei Rennen standen in Silverstone an. Zwei Mal verlor Felix Rosenqvist wegen einer technischen Verstoßes an seinem Dallara Mercedes die Pole-Position. Der Grund: Die Fronthaube war breiter als das Reglement erlaubt. Doch das war kein Betrug des Prema-Power-Teams, stattdessen hatte sich eine Schraube gelockert und eine Endplatte hatte sich daraufhin etwas gebogen. Rosenqvist enttäuscht: „Das hat keinen Vorteil gebracht, eher im Gegenteil.“

Trotzdem gab sich der F3-Routinier kämpferisch. Wie erwartet stimmt das Tempo und er konnte seine Form als Topfavorit bestätigen. Rosenqvist geht in seine fünfte Saison in der F3-EM und setzt dieses Mal auch auf das Meisterteam der vergangenen Jahre, Prema Power. Das erste Rennen konnte Rosenqvist auch gewinnen, in der Gesamtwertung er mit 20 Punkten Rückstand auf Leader Antonio Giovinazzi auf Rang vier. Da ist also noch lange nichts passiert.

Auch Giovinazzi gilt in den Augen vieler aber als Topfavorit. Der Italiener sollte eigentlich in die Renault-World-Series aufsteigen, nun bleibt er doch noch ein Jahr bei Carlin in der F3-EM. In Silverstone stand er in jedem Rennen auf dem Treppchen, gewann aber keines selbst. Dafür siegten zwei Rookies: Giovinazzis Teamkollege George Russell, sowie Charles Leclerc. Auf beide sollte man daher in Zukunft ein Auge richten.

Rennen 1
1. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
2. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
3. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
4. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
5. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
6. Lance Stroll (Prema Power; Dallara VW)
7. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
8. George Russell (Carlin; Dallara VW)
9. Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
10. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)

Rennen 2
1. George Russell (Carlin; Dallara VW)
2. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
3. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
4. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
5. Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
6. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
7. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
8. Pietro Fittipaldi (Fortec; Dallara Mercedes)
9. Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
10. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)

Rennen 3
1. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
2. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
3. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
4. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
5. George Russell (Carlin; Dallara VW)
6. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
7. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
8. Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
9. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
10. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)

Fahrerwertung
1. Antonio Giovinazzi (ITA) 51
2. Charles Leclerc (MON) 43
3. George Russell (GBR) 39
4. Felix Rosenqvist (SWE) 31
5. Jake Dennis (GBR) 30
6. Alex Albon (THA) 28
7. Lance Stroll (CAN) 20
8. Gustavo Menezes (USA) 18
9. Markus Pommer (GER) 16
10. Brandon Maïsano (FRA) 14
11. Pietro Fittipaldi (BRA) 4
12. Callum Ilott (GBR) 3
13. Maximilian Günther (GER) 2
14. Santino Ferrucci (USA) 2
15. Mikkel Jensen (DEN) 2
16. Ryan Tveter (USA) 0
17. Fabian Schiller (GER) 0
18. Nabil Jeffri (MAL) 0
19. Arjun Maini (IND) 0
20. Alessio Lorandi (ITA) 0
21. Nicolas Beer (DEN) 0
22. Sergio Sette Câmara (BRA) 0
23. Dorian Boccolacci (FRA) 0
24. Hongwei Cao (CHI) 0
25. Michele Beretta (ITA) 0
26. Raoul Hyman (RSA) 0
27. Tatiana Calderón (COL) 0
28. Kang Ling (CHI) 0
29. Sam MacLeod (GBR) 0
30. Matt Rao (GBR) 0
31. Julio Moreno (ECU) 0
32. Matt Solomon (HKG) 0
33. Nicolas Pohler (GER) 0
34. Mahaveer Raghunathan (IND) 0
35. Zhi Cong Li (CHI) 0

Beitrag Freitag 8. Mai 2015, 14:55

Beiträge: 40289
Die drei Fahrer, die in Hockenheim jeweils ein Rennen gewinnen konnten, dominieren bisher auch die Saison: F3-Veteran Felix Rosenqvist, Tabellenführer Antonio Giovinazzi und Rookie Charles Leclerc.

Alle drei Rennen endeten mit diesen drei Fahrern auf dem Podest. Leclerc ist sicherlich der, der am meisten beeindruckt – weil er noch neu ist. Parallelen werden gezogen zu Max Verstappen, weil der wie Leclerc für das Van-Amersfoort-Team unterwegs war. Leclerc gewann Lauf drei, nachdem er im Nassen Pole-Setter Felix Rosenqvist überholen konnte.

Rosenqvist sicherte sich für alle drei Rennen die Pole-Position. Aber nicht nur das dritte Rennen verlor er, sondern auch Lauf eins. Dieses Mal – wieder im Nassen – überholte ihn Antonio Giovinazzi ausgangs der Haarnadelkurve in Runde eins. Nur im zweiten Lauf dominierte der Prema-Power-Fahrer. Mit 18 Siegen fehlt ihm jetzt nur noch ein Triumph, um den ewigen Rekord von Raffaele Marciello einzustellen.

Rennen 1

1. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
2. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
3. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
4. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
5. Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
6. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
7. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
8. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
9. Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)
10. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)

Rennen 2

1. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
2. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
3. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
4. Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
5. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)
6. Santino Ferrucci (Mücke; Dallara Mercedes)
7. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
8. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
9. George Russell (Carlin; Dallara VW)
10. Brandon Maïsano (Prema Power; Dallara Mercedes)

Rennen 3

1. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
2. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
3. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
4. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
5. Maximilian Günther (Mücke; Dallara Mercedes)
6. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
7. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
8. Jake Dennis (Prems Power; Dallara Mercedes)
9. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
10. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)

Gesamtwertung

1. Antonio Giovinazzi (ITA) 106
2. Charles Leclerc (MON) 101
3. Felix Rosenqvist (SWE) 92
4. Jake Dennis (GBR) 46
5. George Russell (GBR) 41
6. Lance Stroll (CAN) 36
7. Maximilian Günther (GER) 34
8. Alex Albon (THA) 34
9. Markus Pommer (GER) 28
10. Gustavo Menezes (USA) 25
11. Mikkel Jensen (DEN) 18
12. Brandon Maïsano (FRA) 17
13. Callum Ilott (GBR) 14
14. Santino Ferrucci (USA) 10
15. Pietro Fittipaldi (BRA) 4
16. Fabian Schiller (GER) 0
17. Ryan Tveter (USA) 0
18. Dorian Boccolacci (FRA) 0
19. Arjun Maini (IND) 0
20. Nabil Jeffri (MAL) 0
21. Raoul Hyman (RSA) 0
22. Alessio Lorandi (ITA) 0
23. Nicolas Beer (DEN) 0
24. Sam MacLeod (GBR) 0
25. Matt Rao (GBR) 0
26. Martin Cao (CHI) 0
27. Sette Sergio Câmara (BRA) 0
28. Michele Beretta (ITA) 0
29. Tatiana Calderón (COL) 0
30. Kang Ling (CHI) 0
31. Matt Solomon (HKG) 0
32. Nicolas Pohler (GER) 0
33. Julio Moreno (ECU) 0
34. Mahaveer Raghunathan (IND) 0
35. Zhi Cong Li (CHI) 0

Beitrag Freitag 8. Mai 2015, 21:43

Beiträge: 40289
Nach den ersten beiden Rennwochenenden der F3-Europameisterschaft hat Charles Leclerc am meisten Eindruck hinterlassen. Der Monegasse tritt in die Fußstapfen von Max Verstappen, aber ein ebenso rasanter Aufstieg ist eher unwahrscheinlich.

Charles Leclerc liegt derzeit auf Rang zwei in der Gesamtwertung der F3-EM. In Führung ist Antonio Giovinazzi. Der Italiener wollte 2015 eigentlich in die Renault-World-Series oder DTM aufsteigen, blieb aber doch in der Formel-3. Bei ihm ist es logisch, dass er vorne mitfährt. Bald dürfte Leclerc außerdem noch von Felix Rosenqvist überholt werden. Der Schwede war an beiden Wochenenden klar der schnellste Fahrer –er hatte jedoch am meisten Pech. Aber auch für den Schweden gilt: Vorne mitfahren ist ein Muss, immerhin fährt er schon seit 2010 F3-Rennen.

Anders Leclerc. Er ist neu in der dritthöchsten Formel-Stufe. Dass er vorne mitfährt, hat er vor allem seinem Talent zu verdanken. Vielleicht auch etwas seinem Renningenieur Rik Vernooij, der letztes Jahr auch schon mit Max Verstappen zusammengearbeitet hat. Auch Leclerc fährt für den niederländischen Rennstall von Frits van Amersfoort. Der ist längst nicht so groß wie Prema Power oder Carlin, für die Rosenqvist respektive Giovinazzi unterwegs sind. Aber Van Amersfoort hat auch schon eine lange Geschichte im Formel-Sport.

Todt als Manager


Charles Leclerc ist die größte F1-Hoffnung Monacos seit Louis Chiron, einem mehrfachen GP-Sieger. Obwohl Monaco Stand 2013 weniger als 37.000 Einwohner zählt, wovon 78% nicht einmal Monegassen sind, bringt das kleine Land immer wieder Nachwuchshoffnungen hervor. Wahrscheinlich angestachelt durch den prestigeträchtigen Monaco-GP. Stefano Coletti absolvierte zuletzt immerhin F1-Tests, aber genügend Geld für den Aufstieg hatte er nicht, stattdessen ging er 2015 in die IndyCar.

Finanziell wird Leclerc von Richard Mille unterstützt. Die Uhrenmarke fördert seit Jahren jenen Sport, bei dem es hauptsächlich auch um den Kampf gegen die Uhr geht. Dann wenn es um die schnellste Rundenzeit geht. In der Formel-1 werden Felipe Massa und Romain Grosjean genauso unterstützt, wie das Lotus-Team, dazu kommen Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb, sowie Rennevents wie das Le-Mans-Classic-Rennen oder den F3-GP in Pau.

Die ersten Netzwerke in die Formel-1 sind also geknüpft – und es sind nicht die einzigen. Leclerc wird seit 2011 von Nicolas Todt gemanagt. Der Franzose ist nicht nur der Sohn von FIA-Präsident Jean Todt, sowie Teambesitzer von ART (GP2, GP3), sondern auch Manager von diversen F1-Piloten wie Felipe Massa und Pastor Maldonado.

Vater schon F3-Pilot


Und Leclerc kennt auch Max Verstappen gut: 2013 fuhren beide zusammen in der Kart-WM, Leclerc musste sich nur Verstappen geschlagen geben. Befreundet ist Leclerc auch mit der Familie Bianchi. Philippe Bianchi, Vater des in Japan 2014 schwer verunglückten F1-Fahrers Jules Bianchi, betrieb in Frankreich eine Kartbahn, auf jener die Karriere von Charles Leclerc seinen Anfang hatte.

Rennsport wurde dem 17-Jährigen auch in die Wiege gelegt. Sein Vater Herve Leclerc – übrigens ein Franzose – fuhr in den 80er Jahren in F3-Serien in Italien und Großbritannien. Auch war er regelmäßig beim Monaco-F3-GP mit von der Partie. Über die Formel-3 ist er nie hinaus gekommen. Sein Sohn bisher auch noch nicht, aber das wird sich wohl schon bald ändern.

Beitrag Donnerstag 11. Juni 2015, 23:37

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Auf der einen Seite ist es natürlich höchst erfreulich, dass es in der F3-Europameisterschaft ein so extrem großes Starterfeld gibt, in Monza aber wurden die Schattenseiten deutlich: Nach zahlreichen schweren Unfällen brach die Rennleitung die Veranstaltung ab. Felix Rosenqvist gewann alle drei Rennen.

Besonders spektakulär waren natürlich die beiden Überschläge von Ferrari-Junior Lance Stroll, sowie Michele Beretta. Aber auch im dritten Lauf krachte es. Und nach zahlreichen Runden hinter dem Safety-Car zog die Rennleitung den Stecker. Bis dahin konnten sich die Fahrer kaum in Szene setzen. Felix Rosenqvist startete alle drei Rennen von der Pole-Position aus und setzte sich daher gut in Szene. Aber auch Mikkel Jensen hatte sein bisher bestes Resultat. Nach Überholmanövern wurde er im ersten Lauf sogar starker Zweiter.

Bei EuroInternational kam nach Gustav Malja in Pau der GP3-Pilot Artur Janosz zum Zug, der allerdings nicht punkten konnte. Daneben sollte eigentlich auch Facundo Regalia an den Start gehen, aber wieder einmal drehte der Argentinier keine Runde.

Ergebnis Monza 1

1. Felix Rosenqvist (Prema Power)
2. Mikkel Jensen (Mücke)
3. Jake Dennis (Prema Power)
4. Antonio Giovinazzi (Carlin)
5. Charles Leclerc (Van Amersfoort)
6. Raoul Hyman (West-Tec)
7. Pietro Fittipaldi (Fortec)
8. George Russell (Carlin)
9. Brandon Maïsano (Prema Power)
10. Arjun Maini (Van Amersfoort)

Ergebnis Monza 2

1. Felix Rosenqvist (Prema Power)
2. Jake Dennis (Prema Power)
3. Mikkel Jensen (Mücke)
4. Santino Ferrucci (Mücke)
5. Gustavo Menezes (Carlin)
6. George Russell (Carlin)
7. Brandon Maïsano (Prema Power)
8. Markus Pommer (Motopark)
9. Pietro Fittipaldi (Fortec)
10. Raoul Hyman (West-Tec)

Ergebnis Monza 3

1. Felix Rosenqvist (Prema Power)
2. Jake Dennis (Prema Power)
3. Charles Leclerc (Van Amersfoort)
4. Antonio Giovinazzi (Carlin)
5. Brandon Maïsano (Prema Power)
6. Gustavo Menezes (Carlin)
7. George Russell (Carlin)
8. Santino Ferrucci (Mücke)
9. Lance Stroll (Prema Power)
10. Maximilian Günther (Mücke)

Fahrerwertung
1. Antonio Giovinazzi (ITA) 182
2. Charles Leclerc (MON) 166,5
3. Felix Rosenqvist (SWE) 160
4. Jake Dennis (GBR) 129
5. George Russell (GBR) 68
6. Maximilian Günther (GER) 64,5
7. Mikkel Jensen (DEN) 53,5
8. Lance Stroll (CAN) 52
9. Alex Albon (FRA) 50
10. Gustavo Menezes (USA) 35
11. Brandon Maïsano (FRA) 30
12. Markus Pommer (GER) 28
13. Arjun Maini (IND) 23
14. Santino Ferrucci (USA) 20
15. Callum Ilot (GBR) 14
16. Alessio Lorandi (ITA) 14
17. Pietro Fittipaldi (BRA) 11
18. Raoul Hyman (RSA) 8,5
19. Sam MacLeod (GBR) 2
20. Sette Sergio Câmara (BRA) 0
21. Fabian Schiller (GER) 0
22. Ryan Tveter (USA) 0
23. Dorian Boccolacci (FRA) 0
24. Nabil Jeffri (MAL) 0
25. Matt Solomon (HGK) 0
26. Matt Rao (GBR) 0
27. Martin Cao (CHI) 0
28. Tatiana Calderón (COL) 0
29. Nicolas Beer (DEN) 0
30. Michele Beretta (ITA) 0
31. Artur Janosz (POL) 0
32. Nicolas Pohler (GER) 0
33. Kang Ling (CHI) 0
34. Julio Moreno (ECU) 0
35. Mahaveer Raghunathan (IND) 0
36. Gustav Malja (SWE) 0
37. Zhi Cong Ling (CHI) 0

Teamwertung

1. Prema Power 301
2. Carlin I 231
3. Van Amersfoort 199,5
4. Mücke 126,5
5. Carlin II 114,5
6. Signature 60
7. Motopark 41
8. Fortec 20
9. West-Tec 15,5
10. Double-R 2
11. EuroInternational 0
12. T-Sport 0

Beitrag Mittwoch 1. Juli 2015, 21:41

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Zwei weitere Rennwochenenden der F3-Europameisterschaft sind vorrüber. Die Fahrweise der Fahrer bleibt ungestüm. Auch in Spa und am Norisring gab es wieder Überschläge. Während Charles Leclerc die Tabellenführung übernommen hat, gewann Maximilian Günther ausgerechnet zuhause am Norisring sein erstes F3-Rennen.

Fahrerwertung

1. Charles Leclerc (MON) 269,5
2. Antonio Giovinazzi (ITA) 227
3. Felix Rosenqvist (SWE) 203
4. Jake Dennis (GBR) 189
5. George Russell (GBR) 120
6. Maximilian Günther (GER) 111,5
7. Alex Albon (THA) 110
8. Mikkel Jensen (DEN) 77,5
9. Lance Stroll (CAN) 68
10. Santino Ferrucci (USA) 58
11. Brandon Maïsano (FRA) 52
12. Gustavo Menezes (USA) 47
13. Callum Ilott (GBR) 32
14. Markus Pommer (GER) 30
15. Dorian Boccolacci (FRA) 26
16. Alessio Lorandi (ITA) 26
17. Arjun Maini (IND) 23
18. Pietro Fittipaldi (BRA) 16
19. Sergio Sette Câmara (BRA) 15
20. Raoul Hyman (RSA) 12,5
21. Sam MacLeod (GBR) 2
22. Fabian Schiller (GER) 2
23. Ryan Tveter (USA) 0
24. Tatiana Calderón (COL) 0
25. Nabil Jeffri (MAL) 0
26. Matt Solomin (HGK) 0
27. Matt Rao (GBR) 0
28. Hongwei Cao (CHI) 0
29. Nicolas Beer (DEN) 0
30. Michela Beretta (ITA) 0
31. Artur Janosz (POL) 0
32. Nicolas Pohler (GER) 0
33. Julio Moreno (ECU) 0
34. Kang Ling (CHI) 0
35. Mahaveer Raghunathan (IND) 0
36. Gustav Malja (SWE) 0
37. Zhi Cing Lhi (CHI) 0
38. Facundo Regalia (ARG) 0

Teamwertung

1. Prema Power 301
2. Carlin I 231
3. Van Amersfoort 199,5
4. Mücke 126,5
5. Carlin II 114,5
6. Signature 60
7. Motopark Academy 41
8. Fortec 20
9. West-Tec 15,5
10. Double-R 2
11. EuroInternational 0
12. T-Sport 0

Beitrag Samstag 11. Juli 2015, 15:36

Beiträge: 40289
Die Unfälle in der F3-Europameisterschaft mehren sich. Der Automobilweltverband FIA hat einige Ideen, wie das in Zukunft verhindert werden soll. Zum Beispiel durch eine Reduzierung des Starterfeldes.

Es ist einfache Mathematik. Je mehr Fahrzeuge auf der Strecke sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision. In der F3-EM sind mehr als 30 Boliden am Start. Seit die FIA die Serie aufgewertet hat, platzt sie aus allen Nähten. Bis zu 50 Bewerbungen sollen vor dem Saisonstart eingegangen sein. Das Interesse für die kommende Saison wird eher noch größer ausfallen, weil dann auch die Topfahrer aus den nationalen F4-Serien in die F3-EM drängen.

In Zeiten, in denen viele Rennserien aus finanziellen Gründen mit sinkenden Starterfeldern zu kämpfen haben, ist das natürlich ein Luxusproblem. Aber man betrachtet es eben als Problem. Also soll es laut „italiaracing.net“ ab 2016 eine Begrenzung der Starterzahl von 28 geben. Das sind natürlich gute Nachrichten für Konkurrenzserien wie die GP3.

Eine weitere Maßnahme gegen die zuletzt so hohe Unfallrate könnte eine Regelung sein, wonach F3-Fahrer vorher mindestens eine Saison lang in der Formel-4 gefahren sein müssen. Aufsteiger direkt aus dem Kartsport (prominentestes Beispiel: Max Verstappen) soll es nicht mehr geben. Ob das wirklich hilft, sei dahingestellt: Die in den jüngsten Zwischenfällen involvierten Fahrer wie Lance Stroll haben teilweise sogar F4-Meisterschaften gewonnen! Das Ziel dahinter dürfte also eher die weitere Stärkung der Formel-4 sein.

Beitrag Sonntag 19. Juli 2015, 23:05

Beiträge: 40289
Nach Maximilian Günther am Norisring konnte mit Markus Pommer in Zandvoort der zweite deutsche F3-Fahrer sein Premierensieg feiern. Antonio Giovinazzi übernimmt die Tabellenführung in der F3-Europameisterschaft.

Was haben die F3-Fahrer dieses Jahr schon für spektakuläre und teilweise waghalsige Manöver gesorgt. Inzwischen ist sogar eine regelrechte Diskussion darüber ausgebrochen, wie dem in Zukunft ein Riegel vorgeschoben werden konnte. In Zandvoort allerdings waren die drei Rennen eher unspektakulär.

Zwar gab es drei verschiedene Sieger, aber die Rennen wurden jeweils am Start entschieden. Antonio Giovinazzi in Lauf eins und Felix Rosenqvist im zweiten Rennen setzten die beste Startposition in die Führung um und gaben sie bis zum Ziel nicht mehr her. Im dritten Rennen konnte Markus Pommer den Pole-Setter Giovinazzi überrumpeln und so zum ersten Saisonsieg preschen. Pommer war das gesamte Rennwochenende über sehr stark.

Insgesamt gingen 35 Fahrzeuge ins Rennen. Bei Fortec gab mit Wing Chung Chang ein Fahrer aus Macau sein Debüt.

Rennen 1

1. Antonio Giovinazzi (Carlin)
2. Felix Rosenqvist (Prema Power)
3. Markus Pommer (Motopark)
4. Lance Stroll (Prema Power)
5. Charles Leclerc (Van Amersfoort)
6. George Russell (Carlin)
7 Alex Albon (Signature)
8. Mikkel Jensen (Mücke)
9. Nabil Jeffri (Motopark)
10. Brandon Maïsano (Prema Power)

Rennen 2

1. Felix Rosenqvist (Prema Power)
2. Antonio Giovinazzi (Carlin)
3. Jake Dennis (Prema Power)
4. Alex Albon (Signature)
5. George Russell (Carlin)
6. Sergio Sette Câmara (Motorpark)
7. Maximilian Günther (Mücke)
8. Santino Ferrucci (Mücke)
9. Ryan Tveter (Carlin)
10. Gustavo Menezes (Carlin)

Rennen 3
1. Markus Pommer (Motopark)
2. Antonio Giovinazzi (Carlin)
3. Felix Rosenqvist (Prema Power)
4. Jake Dennis (Prema Power)
5. Lance Stroll (Prema Power)
6. George Russell (Carlin)
7. Sergio Sette Câmara (Motopark)
8. Alex Albon (Signature)
9. Santino Ferrucci (Mücke)
10. Charles Leclerc (Van Amersfoort)

Fahrerwertung

1. Antonio Giovinazzi (ITA) 288
2. Charles Leclerc (MON) 280,5
3. Felix Rosenqvist (SWE) 261
4. Jake Dennis (GBR) 216
5. George Russell (GBR) 146
6. Alex Albon (THA) 132
7. Maximilian Günther (GER) 117,5
8. Lance Stroll (CAN) 90
9. Mikkel Jensen (DEN) 81,5
10. Markus Pommer (GER) 70
11. Santino Ferrucci (USA) 64
12. Brandon Maïsano (FRA) 53
13. Gustavo Menezes (USA) 48
14. Callum Ilott (GBR) 32
15. Sergio Sette Câmara (BRA) 29
16. Dorian Boccolacci (FRA) 26
17. Alessio Lorandi (ITA) 26
18. Arjun Maini (IND) 23
19. Pietro Fittipaldi (BRA) 16
20. Raoul Hyman (RSA) 12,5
21. Ryan Tveter (USA) 2
22. Sam MacLeod (GBR) 2
23. Fabian Schiller (GER) 2
24. Nabil Jeffri (MAL) 2
25. Tatiana Calderón (COL) 0
26. Matt Solomon (HGK) 0
27. Matt Rao (GBR) 0
28. Hongwei Cao (CHI) 0
29. Nicolas Beer (DEN) 0
30. Michele Beretta (ITA) 0
31. Artur Janosz (POL) 0
32. Nicolas Pohler (GER) 0
33. Julio Moreno (ECU) 0
34. Kang Ling (CHI) 0
35. Wing Chung Chang (MO) 0
36. Mahaveer Raghunathan (IND) 0
37. Gustav Malja (SWE) 0
38. Zhi Cing Lhi (CHI) 0

Teamwertung
1. Prema Power 301
2. Carlin I 231
3. Van Amersfoort 199,5
4. Mücke 126,5
5. Carlin II 114,5
6. Signature 60
7. Motopark 41
8. Fortec 20
9. West-Tec 15,5
10. Double-R 2
11. EuroInternational 0
12. T-Sport 0

Beitrag Freitag 24. Juli 2015, 21:09

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Rang sieben in der Gesamtwertung der F3-Europameisterschaft klingt auf dem ersten Blick gar nicht so spektakulär. Doch das Feld umfasst mehr als 30 Fahrzeuge und Maximilian Günther ist ein Rookie.

Maximilian Günther ist daher durchaus eine der positiven Überraschungen der Saison, nicht aber für sich selbst, wie er auf Anfrage mitteilt: „Ehrlich gesagt bin ich nicht sonderlich überrascht. Ziel für mein erstes Jahr in der FIA-Formel-3-Europameisterschaft waren Top-10-Plätze. Auch das ein oder andere Podest und Highlight war das Ziel. Dass es nun auch mit dem ersten Sieg geklappt hat war natürlich klasse!“

Günthers Familie hat keinen Rennsport-Hintergrund, abgesehen davon, dass man F1-Rennen via Fernsehen verfolgte. Auch der damals noch kleine Maximilian. Für ihn war bald klar: Er will auch eines Tages Rennfahrer werden. Er besuchte die ersten Kartstrecken und arbeitete sich hoch. 2011 wurde er hinter Stefan Wackerbauer Vizemeister im Formel-BMW-Talent-Cup. 2012 legte er ein Jahr Pause ein, in dem er aber nicht untätig blieb: Er absolvierte ein Lernprogramm beim Mücke-Team.

Der deutsche Rennstall um Peter Mücke setzt ihn heute in der F3-Europameisterschaft an, in den letzten Jahren in der ADAC-Formel-Masters, wo er jeweils Vizemeister wurde. Wahrscheinlich wird Günther auch nächstes Jahr eine weitere F3-Saison absolvieren. Doch in die Karten blicken lassen will sich der 18-Jährige noch nicht: „Es ist noch zu früh.“

Die letzten zehn deutschen F3-Premierensiege

Spa-Francorchamps 2005: Adrian Sutil (ASM)
Hockenheim 2006: Sebastian Vettel (ASM)
Brands Hatch 2006: Peter Elkmann (Jo Zeller)
Norisring 2007: Nicolas Hülkenberg (ART)
Norisring 2008: Christian Vietoris (Mücke)
Hockenheim 2010: Marco Wittmann (Signature)
Hockenheim 2012: Sven Müller (Prema Power)
Nürburgring 2012: Pascal Wehrlein (Mücke)
Norisring 2015: Maximilian Günther (Mücke)
Zandvoort 2015: Markus Pommer (Motopark)

Beitrag Dienstag 4. August 2015, 21:14

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Jake Dennis, Felix Rosenqvist und Antonio Giovinazzi heißen die Sieger des F3-Rennwochenendes in Spielberg. Von den drei Titelkandidaten musste nur Charles Leclerc etwas Federn lassen.

Jake Dennis will in der Meisterschaft scheinbar auch noch ein Wörtchen mitreden. Der Brite rang in Lauf eins seinen Prema-Power-Teamkollegen Felix Rosenqvist in einem rundenlangen Duell um den Sieg nieder. Rosenqvist schlug in Rennen zwei zurück und holte sich den 20. F3-EM-Sieg, womit er nun alleiniger Rekordhalter ist. Prema Power feierte den 76. Sieg und zog damit an der Spitze mit ART gleich.

Aber es gab auch unschöne Nachrichten für den italienischen Rennstall von René Rosin: Brandon Maïsano trennte sich nach jahrelanger Zusammenarbeit in diversen Rennserien Hals über Kopf noch am Wochenende in Spielberg von Prema Power. Über die Hintergründe wurde nichts bekannt.

Wirbel bei Prema Power


Zurück zum sportlichen Geschehen: Im dritten Rennen feierte Spitzenreiter Antonio Giovinazzi einen ungefährdeten Sieg. Wegen starken Regens wurden nur wenige Runden hinter dem Safety-Car gefahren, bevor ganz abgebrochen wurde. Es gab für das Rennen aber auch nur halbe Punkte.

Beim nächsten Lauf in Portugal will mit ArtLine ein neues Team sein F3-Comeback geben. Zum Einsatz wird auch ein neuer ArtTech-Rennwagen kommen. Als Fahrer ist laut „Autosprint“ Nick Cassidy im Gespräch. Der Neuseeländer fährt gerade in der japanischen Fomel-3, hat aber auch in der F3-EM letztes Jahr schon Erfahrung sammeln können.

Rennen 1
1. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
2. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
3. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
4. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
5. George Russell (Carlin; Dallara VW)
6. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
7. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
8. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)
9. Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW)
10. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)

Rennen 2
1. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
2. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
3. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
4. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
5. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
6. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
7. George Russell (Carlin; Dallara VW)
8. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
9. Mikkel Jensen (Mücke; Dallara Mercedes)
10. Gustavo Menezes (Carlin; Dallara VW)

Rennen 3

1. Antonio Giovinazzi (Carlin; Dallara VW)
2. Felix Rosenqvist (Prema Power; Dallara Mercedes)
3. Sergio Sette Câmara (Motopark; Dallara VW)
4. Markus Pommer (Motopark; Dallara VW)
5. Lance Stroll (Prema Power; Dallara Mercedes)
6. Charles Leclerc (Van Amersfoort; Dallara VW)
7. Jake Dennis (Prema Power; Dallara Mercedes)
8. Alex Albon (Signature; Dallara VW)
9. George Russell (Carlin; Dallara VW)
10. Callum Ilott (Carlin; Dallara VW)

Fahrerwertung

1. Antonio Giovinazzi (ITA) 333,5
2. Felix Rosenqvist (SWE) 313
3. Charles Leclerc (MON) 304,5
4. Jake Dennis (GBR) 248
5. George Russell (GBR) 163
6. Alex Albon (THA) 150
7. Lance Stroll (CAN) 121
8. Maximilian Günther (GER) 118
9. Markus Pommer (GER) 84,5
10. Mikkel Jensen (DEN) 84,5
11. Santino Ferrucci (USA) 64
12. Brandon Maïsano (FRA) 53
13. Gustavo Menezes (USA) 53
14. Sergio Sette Câmara (BRA) 38,5
15. Callum Ilott (GBR) 32,5
16. Dorian Boccolacci (FRA) 26
17. Alessio Lorandi (ITA) 26
18. Arjun Maini (IND) 23
19. Pietro Fittipaldi (BRA) 16
20. Raoul Hyman (RSA) 12,5
21. Ryan Tveter (USA) 2
22. Sam MacLeod (GBR) 2
23. Fabian Schiller (GER) 2
24. Nabil Jeffri (MAL) 2
25. Tatiana Calderón (COL) 0
26. Matt Solomon (HGK) 0
27. Matt Rao (GBR) 0
28. Hongwei Cao (CHI) 0
29. Nicolas Beer (DEN) 0
30. Michele Beretta (ITA) 0
31. Artur Janosz (POL) 0
32. Nicolas Pohler (GER) 0
33. Julio Moreno (ECU) 0
34. Wing Chung Chang (MO) 0
35. Kang Ling (CHI) 0
36. Matevos Raghunathan (IND) 0
37. Zhi Cing Lhi (CHI) 0
38. Matheus Leist (BRA) 0
39. Gustav Malja (SWE) 0

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