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Karriereende nach Unfällen für GP-Stars

Das Formel 1 Forum früherer Tage...
Beitrag Dienstag, 20. Dezember 2011

Beiträge: 45398
x-toph hat geschrieben:
in einer rindt biografie habe ich ähnliches gelesen.
allerdings war diese von prüller.

Bist nicht so der Prüller-Fan oder wie?
ich denke, sowohl im falle rindt, als auch im falle peterson, wäre die gesamte motorsportliche entwicklung und zukunft des heimatlandes anders verlaufen. beim einen mehr und beim anderen weniger.

In wie fern bei Rindt?


Beitrag Dienstag, 20. Dezember 2011

Beiträge: 1679
Bist nicht so der Prüller-Fan oder wie?


ich lese prüller eigentlich sehr gerne und habe eine recht umfangreiche gp-story sammlung (80er und 90er sind fast komplett).

jedoch sollte man beim lesen besser immer wissen, woran man ist und wie so manche äusserungen einzuschätzen sind.

und da der gute heinz manche dinge recht gerne etwas blumiger ausschmückt und eine solche aussage in einer biografie mit tödlichem ausgang für etwas mehr drama sorgt, bin ich halt etwas vorsichtig dies als tatsachen im, jedem zugänglichen, internetforum zu präsentieren, zumal es mitunter auch andere aussagen diesbezüglich gibt, von leuten die diese zeit miterlebt haben.

Beitrag Dienstag, 20. Dezember 2011

Beiträge: 12
allerdings war diese von prüller.


lol, so gehts mir auch immer. wenn prüller schwätzt, darf man immer nur die hälfte glauben. er schreibt halt gern im suff patriotischer rührseligkeit. selbst seine späteren protagonisten lauda und berger machte er damit oft verlegen. lauda hatte ihn deshalb ja auch des öfteren auf der schaufel.


dass rindt und egglestone ein nahverhältnis hatten, bestätigt allerdings auch egglestone. das kommt auch im egglestone-interview in der rindt-doku vom letzten jahr ganz gut rüber.

und dass sich rindt nicht nur als rennfahrer sondern auch als geschäftsmann sah, wird auch allerortens kolportiert. davon zeugen ja auch seine aktivitäten neben der rennfahrerei: wer mit 23 eine große motorshow auf die beine stellt, der wird in seinen 40ern nicht auf der faulen haut liegen.
er wär geschäftsmann geworden und hätt geld gescheffelt, so wie stewart, lauda oder auch marko.
und ich würd das nicht ausschließne, dass er gemeinsam mit egglestone die f1 hochgewirtschaftet hätte.

geld war dem rindt schon wichtig. darum halte ich es auch für möglich, dass er seinen entschluss, ende 1970 mit dem rennfahren aufzuhören, noch einmal revidiert hätte. darüber wird ja auch gerne spekuliert. vielleicht hätt er als wm noch einmal ordentlich absahnen wollen, der lotus 72 war ein tolles auto und die aussicht auf weitere erfolge waren ebenso vielversprechend.

was ich mich dabei gerne frage: wäre lotus auch ohne rindts tod, also mit rindt am steuer, 1971 in eine so tiefe krise geschlittert? 1971 war das wm-team von 1970 plötzlich nirgends.
was waren die gründe dafür?
fiel chapman nach rindts tod gar in eine depression? das ist schwer zu glauben, fast albern. ich weiß, klingt nach einer spekulation wie von heinzi prüller himself. ;-)
denn: auch nach clarks tod blieb lotus auf erfolgskurs.
was waren also die gründe für das miserable lotus jahr 1971? 1972 wurde man mit dem selben auto ja wieder weltmeister.
Zuletzt geändert von hardl am Dienstag, 20. Dezember 2011, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Dienstag, 20. Dezember 2011

Beiträge: 266
hardl hat geschrieben:
geld war dem rindt schon wichtig. darum halte ich es auch für möglich, dass er seinen entschluss, ende 1970 mit dem rennfahren aufzuhören, noch einmal revidiert hätte. darüber wird ja auch gerne spekuliert. vielleicht hätt er als wm noch einmal ordentlich absahnen wollen, der lotus 72 war ein tolles auto und die aussicht auf weitere erfolge waren ebenso vielversprechend.
.



Da schließe ich mich gerne an, nein, davon bin ich fest überzeugt. Rindt musste ein paar Jahre mit dem Cooper hinterherfahren, obwohl ihm fast jeder das große Talent bescheinigte. Dann, nach einem weiteren Seuchenjahr bei Brabham, hatte er 1969 endlich konkurenzfähiges Material sowie den ersten Sieg.
Ich schätze ihn auch viel zu sehr als Sportsmann UND als Geschäftsmann ein, als dass er in diesem Moment den Helm an den Nagel gehangen hätte. Ich kann mir vorstellen, dass er noch bis 1972/1973 weitergefahren wäre und sicherlich die Chance auf einen weiteren Titel groß war.


hardl hat geschrieben:
was ich mich dabei gerne frage: wäre lotus auch ohne rindts tod, also mit rindt am steuer, 1971 in eine so tiefe krise geschlittert? 1971 war das wm-team von 1970 plötzlich nirgends.
was waren die gründe dafür?
fiel chapman nach rindts tod gar in eine depression? das ist schwer zu glauben, fast albern. ich weiß, klingt nach einer spekulation wie von heinzi prüller himself. ;-)
denn: auch nach clarks tod blieb lotus auf erfolgskurs.
was waren also die gründe für das miserable lotus jahr 1971? 1972 wurde man mit dem selben auto ja wieder weltmeister.


Da kenne ich mich leider zu wenig aus. Wurde der 72er-Lotus in 1971 weiterentwickelt oder blieb man stehen, weil man glaubte, man hätte noch Vorsprung? Ging die Entwicklung dann erst für 1972 wieder los? Oder war es das Fehlen eines erfahrenen Nr. 1-Piloten, das sich negativ bemerkbar machte? Keine Ahnung, leider.

Beitrag Mittwoch, 21. Dezember 2011
AWE AWE

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1971 war ein "Basteljahr " für Lotus

Chapman hing nach wie vor der Idee nach ,das aus dem 56 B Turbinenwagen noch was werden könne , Das konnte ihm Rindt schon 1970 nicht ausreden und auch Fittipaldi biss sich da mehr oder weniger die Zähne aus .
Der 72er in der 1970 Ausführung war mit den neuen Firestone Niederquerschnittreifen nicht fahrbar .Das aprupte Wechsel zwischen Unter - und Übersteuern wurde durch die neuen Reifen noch verstärkt .Druch die neuen Reifen mit den verstärkten Flanken erwiesne sich die Magensium-Radträger und Felgen als ungeeigenet und mussten durch Stahlteile ersetzt werden Dazu wurde 1971 beim 72er Lotus ein neues Schmierssystem eingeführt ,das ebenfalls für Ärger sorgte .
Man versuchte krampfhaft die vorhandenenen 72er Rennwagen zu modifizieren . Aus dem 72 wurde der 72 B gebastelt .Es folgte der 72 C und der 72 D . Es gab 1971 nur ein einziges neues Chassis und das war der R6 der in DEutschland Premiere hatte .
richtig in den Griff brachte man den 72 erst in der D-Version ,als man massiv an der Radaufhängung arbeitete

Beitrag Mittwoch, 21. Dezember 2011

Beiträge: 45398
Gilles Villeneuve

Wie lange wäre er noch gefahren?
Der Kanadier war zum Zeitpunkt des Unfalls 32 Jahre alt - er hätte also noch einige Jahre auf dem Buckel gehabt. Für 1983 gibts ja verschiedene Gerüchte. Ich hab bei TNF gelesen, dass er mit einer Rückkehr zu McLaren in Verbindung gebracht wurde, außerdem gabs offenbar Pläne, ein eigenes Team auf Basis eines Ligier-Kundenrennwagens aufzubauen, wie wir hier kürzlich ebenfalls schon debattiert haben.

Was hätte er noch erreichen können
Die Ligiers hatten ihre gute Zeit hinter sich, man darf sich also so weit aus dem Fenster lehnen: Dieses Projekt hätte den WM-Titel nicht gebracht. Viele sind überzeugt: Villeneuve hatte das Potanzial zum Weltmeister. Bei McLaren hätte er das wohl auch abrufen können. Mehr GP-Siege wären also auf jeden Fall drin gewesen.

Was würde er heute machen?
Vielleicht wäre er Teamchef wie viele andere Fahrer auch. Wie gesagt derartige Pläne gab es offenbar.

Beitrag Donnerstag, 22. Dezember 2011

Beiträge: 45398
Ich hoffe, hier macht wieder wer mit, denn den nächsten find ich sehr spannend:

Bruce McLaren
Wie lange wäre er noch gefahren?
Er war zum Zeitpunkt seines Todes 32 Jahre alt, er hätte wohl auch noch einige Jahre auf dem Buckel gehabt. Seinen eigenen Rennstall hatte er damals schon, er wäre also mindestens weiterhin Sportwagen mit seinem Team gefahren, denn von Rücktrittsgedanken habe ich noch nichts vernommen was Bruce McLaren betrifft.

Was hätte er noch erreichen können?
Die Frage ist eher: Wie wäre es mit seinem McLaren-Team mit Bruce weitergegangen, denn: Dass McLaren anders als andere Traditionsrennställe bis in die Moderne überlebt haben, muss McLaren natürlich auch den Geschicken von Ron Dennis verdanken. Wäre Bruce McLaren eher einer wie Jack Brabham gewesen, der nach seiner aktiven Karriere auch die Lust am eigenen Team verloren hätte? Oder eher einer wie Frank Williams, der auch am Motorsport-Business Leidenschaft gehabt hätte? Welches Schicksal hätte das McLaren-Team gehabt? Und was hätte McLaren als Fahrer noch erreichen können? Hatte er das Zeug zum Weltmeister?

Was würde er heute machen?
Na eigentlich greift das die Frage vorher schon auf: Wie wäre es mit ihm und dem McLaren-Team weitergegangen?


Beiträge: 45398
Peter Collins
Wie lange wäre er noch gefahren?
Er war zum Zeitpunkt seines tödlichen Unfalls am Wochenende des Deutschland GP 1958 erst 26 Jahre alt, man darf also davon ausgehen, dass er noch einige Jahre Formel-1 gefahren wäre. Eein rechnerisch wären noch zehn Jahre locker drin gewesen. Und er plante wohl auch noch lange, als er 1956 seinen Ferrari an Juan-Manuel Fangio übergab und er damit Weltmeister wurde sagte er angeblich: "Ich bin noch jung, ich bekomme noch viele Möglichkeiten, Weltmeister zu werden."

Was hätte er noch erreichen können?
Der bereits zitierte Satz zeigt: Er ging davon aus, dass er wirklich Weltmeister werden konnte. Tatsächlich war seine Performance gemessen an den Resultaten in seinem ersten Ferrari-Jahr 1956 richtig stark. 1957 und 1958 fuhr er gemeinsam mit Mike Hawthorn bei Ferrari. Schauen wir uns mal das Quali-Duell an: Schlug Collins Hawthorn 1957 noch mit 4:2, unterlag er 1958 Hawthorn mit 0:7. Allerdings machten Gerüchte die Runde, Hawthorn würde von Ferrari bevorzugt werden, etwa mit Scheiben- statt Trommelbremsen. Wie sieht ihr das? Hatte Collins das Zeug zum Weltmeister? Wie es weitergegangen wäre ist schwer vorherzusehen: Wie lange wäre er noch bei Ferrari geblieben ist die Kernfrage. Ich denke 1961 war Ferrari so dominant, wenn er geblieben wäre, dann hätte er 1961 durchaus die Chance auf den Titelgewinnn gehabt.

Was würde er heute machen?
In wie fern Collins nach seiner Rennkarriere noch anderen Positionen und Funktionen im Motorsport nachgegangen wäre, kann ich nicht wirklich beurteilen.


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Didier Pironi
Wie lange wäre er noch gefahren?
Er hätte wohl noch ein paar Jahre gehabt, schließlich war ver zum Zeitpunkt des Unfalls erst 30 - also im besten Rennfahreralter. 1986 testete er auch wieder für AGS und soll bei den Testfahrten auch richtig schnell gewesen sein. Aber aus versicherungstechnischen Gründen, so wird spekuliert, soll ein F1-Comeback nur noch schwer möglich gewesen sein.

Was hätte er noch erreichen können?
Viele sind überzeugt: Er wäre ohne dem Unfall 1982 F1-Weltmeister geworden. Ob er dass dan wiederholen hätte können, wäre davon abhängig gewesen, bei welchem Team er die weiteren Jahren verbracht hätte. Mit Ferrari gings ja eher bergab...

Was würde er heute machen?
Seine zweite Liebe war das Motorbootfahren. Wahrscheinlich hätte er sich dorthin verzogen.


Beiträge: 45398
Beim nächsten bin ich mir recht unsicher:

Elio de Angelis
Wie lange wäre er noch gefahren?
Wahrscheinlich noch einige Jahre, er war ja erst 28, als er tödlich verunglückte. 1986 war er frisch im Brabham-Team, denn das Team schien auf einen guten Weg zu sein mit dem ultraflachen Boliden, der sich jedoch als Flopp entpuppte. Was wären die nächsten Stationen von De Angelis gewesen? Ferrari?

Was hätte er noch erreichen können?
De Angelis galt als äußerst talentiert. Als er 1985 neben Ayrton Senna fuhr, war der im Quali zwar deutlich besser, aber in den Rennen holte auch De Angelis Spitzenresultate. Ob De Angelis das Talent zum Weltmeister hatte? Man wird es wohl nie erfahren. Bei Brabham hätte er es auch nicht zeigen können. Das Material war einfach zu schlecht. Die weitere Karriere stand wohl auch im Zusammenhang damit, bei welchem Team er gefahren wäre.

Was würde er heute machen?
Schwer zu sagen für mich. Aber was ich bisher so über ihn gelesen habe, wäre er wohl nicht ins Managementbereich eines Teams gegangen. Nachwuchsförderer? Hmm, auch eher nicht. Vielleicht noch ein paar Sportwagenrennen, aber dann wärs das wohl gewesen...


Beiträge: 45398
Francois Cevert
Wie lange wäre er noch gefahren?
Bei seinem tödlichen Unfall 1973 war er gerade Mal 29 Jahre alt. Er hätte also noch mindestens fünf bis acht Jahre vor sich gehabt.

Was hätte er noch erreichen können?
So wie ich es bisher gelesen habe, wurde Cevert als Nachfolger von Jackie Stewart bei Tyrrell aufgebaut. Stewarts Rücktritt stand ja schon fest. Das Problem: Mit Tyrrell gings damals steil bergab, man kann davon ausgehen, dass Cevert den Titel mit Tyrrell nicht erreichen hätte können. Ein paar Siege wären vielleicht noch drin gewesen und vielleicht hätte er es auch rechtzeitig bemerkt, dass Tyrrell an Boden verliert und wäre zu einem anderen Team gewechselt, aber das ist reine Spekulation.

Was würde er heute machen?
Schwer zu beurteilen für mich. Wahrscheinlich wäre er nach der Formel-1 noch paar Sportwagenrennen gefahren und dann wärs das gewesen.

Beitrag Dienstag, 27. Dezember 2011

Beiträge: 945
MichaelZ hat geschrieben:
Francois Cevert
Wie lange wäre er noch gefahren?
Bei seinem tödlichen Unfall 1973 war er gerade Mal 29 Jahre alt. Er hätte also noch mindestens fünf bis acht Jahre vor sich gehabt.

Was hätte er noch erreichen können?
So wie ich es bisher gelesen habe, wurde Cevert als Nachfolger von Jackie Stewart bei Tyrrell aufgebaut. Stewarts Rücktritt stand ja schon fest. Das Problem: Mit Tyrrell gings damals steil bergab, man kann davon ausgehen, dass Cevert den Titel mit Tyrrell nicht erreichen hätte können. Ein paar Siege wären vielleicht noch drin gewesen und vielleicht hätte er es auch rechtzeitig bemerkt, dass Tyrrell an Boden verliert und wäre zu einem anderen Team gewechselt, aber das ist reine Spekulation.

Was würde er heute machen?
Schwer zu beurteilen für mich. Wahrscheinlich wäre er nach der Formel-1 noch paar Sportwagenrennen gefahren und dann wärs das gewesen.


Ganz so steil bergab ging es in der 1974-Saison mit Tyrrell noch nicht. Sonst hätte Scheckter nicht bis zum Saisonfinale in Watkins Glen um den Titel mitgekämpft. Immerhin gab es in der Konstrukteurs-WM noch einen dritten Platz und dass obwohl Depailler gegenüber Scheckter doch merklich abfiel.

Erst 1975 kam es mit nur noch 4 Podestplätzen und dem Sieg in Südafrika durch Scheckter zu einem gewissen Einbruch.

Beitrag Mittwoch, 28. Dezember 2011

Beiträge: 45398
MichaelZ hat geschrieben:
Ayrton Senna
Was würde er heute machen?
Würde er junge Fahrer managen? Er war jedenfalls mit Leib und Seele dabei. Er ist Racer durch und durch. Und doch glaube ich, dass wir ihn nicht irgendwo anders Rennenfahren gesehen hätten. Hätte er ein eigenes F1-Team gegründet? Sein Manager Julien Jakobi wollte ja ein eigenes Team. Vielleicht hätte Senna mitgemacht?


Anderes Indiz: 1993 bei McLaren, als er nur von Rennen zu Rennen einen Vertrag hatte, hat er gemäß Mario Alberto-Bauér auch Mitspracherecht im Team eingefordert. Kann aber auch nur aus persönlichen Profit so gewesen sein.

"Senna fordert viel Geld, viel Motor-Power und, was verwundert, viel politische Power. Oft war der Brasilianer mit dem Tempo der McLaren-Entscheidungsfinden nicht zufrieden. Jetzt will Ayrton die Vollmacht technische Zielrichtungen zu delegieren und damit überspannt er den Bogen, denn Ron Dennis wird niemals auch nur ein einziges Ruder der "Galeere McLaren" aus der Hand geben."

Beitrag Donnerstag, 29. Dezember 2011

Beiträge: 45398
Nachdem der Thread hier langsam einschläft, mach ich den letzten:

Alessandro Nannini
Wie lange wäre er noch gefahren?
Alessandro Nannini war zum Zeitpunkt des Unfalls 30 Jahre alt. Es gab keinen Anlass zu glauben, dass er seinen Helm sobald an den Nagel gehängt hätte. Die Leistungen stimmten jedenfalls. Gegenüber Nelson Piquet hinkte er im Quali-Duell 1990 nur mit 5:9 hinterher. Gerüchten zu Folge soll für 1991 ein Angebot von Ferrari vorgelegen haben, aber er hatte einen wasserdichten Vertrag mit Benetton. Trotzdem: Ferrari zeigte offenbar Interesse an Nanninis Diensten.

Was hätte er noch erreichen können?
Der ein oder andere Sieg wäre sicherlich drin gewesen, denn sowohl mit Benetton, als auch mit Ferrari ging es aufwärts - egal wo er also gefahren wäre. Ob es zum WM-Titel gereicht hätte?

Was macht er heute?
Er ist im Familienunternehmen tätig. Auch in der Politik mischt er inzwischen mit, ließ sich 2011 sogar als Bürgermeisterkandidat in Siena aufstellen...

Beitrag Donnerstag, 29. Dezember 2011

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x-toph hat geschrieben:
die senna- ferrari nummer ist in meinen augen immer nur recht spekulativ gewesen, welche in ein paar zitate und äusserungen hier und da hinein interpretiert wurden und eine schöne story geeben hätten, denn konkrete handlungen sennas gab es in diese richtung, meines wissens nie.


Im Jahrbuch von Mario Alberto-Bauer von 1993 steht, dass sich Niki Lauda mit Senna vor dem Kanada GP getroffen hat, um über einen Vertrag für 1994 zu sprechen. Senna forderte viel Geld, außerdem könnte auch eine Rolle gespielt haben (dass die Verhandlungen scheiterten), dass Jean Todt neuer Rennleiter wurde und damit Lauda eigentlich nichts zu bestimmen hatte, sowie dass Williams natürlich das weitaus bessere Team war.

AWE AWE

Beiträge: 13287
MichaelZ hat geschrieben:
x-toph hat geschrieben:
die senna- ferrari nummer ist in meinen augen immer nur recht spekulativ gewesen, welche in ein paar zitate und äusserungen hier und da hinein interpretiert wurden und eine schöne story geeben hätten, denn konkrete handlungen sennas gab es in diese richtung, meines wissens nie.


Im Jahrbuch von Mario Alberto-Bauer von 1993 steht, dass sich Niki Lauda mit Senna vor dem Kanada GP getroffen hat, um über einen Vertrag für 1994 zu sprechen. Senna forderte viel Geld, außerdem könnte auch eine Rolle gespielt haben (dass die Verhandlungen scheiterten), dass Jean Todt neuer Rennleiter wurde und damit Lauda eigentlich nichts zu bestimmen hatte, sowie dass Williams natürlich das weitaus bessere Team war.




Deine neueste Quelle der Erkenntnis scheint ja eine vollkommen andere Richtung einzuschlagen ,als der Rest der Welt .
Ich kenne Bauer aus der MSA aber F1 Jahrbuch kenne ich von ihm leider keines ,oder meinst du etwa sein Formel-1 Inside ?

Lauda hat sich in den 90ern sicher oft mit Senna getroffen . irgendwo habich sogar noch ein Foto wo er am hungaroring bei MCLaren mit ihm zusammen am Nachbartisch sass aber es fällt mir irgendwie schwer zu glauben ,das Senna zu dem Zeitpunkt auch nur ansatzweise daran dachte ,in einen Ferrari zu steigen . In Canada war Senna zwar noch "freier Mitarbeiter" bei McLaren . Senna unterschrieb ja erst zum Frankreich GP als klar wurde das Ford inZukunft die gleichen Triebwerke an McLaren liefern werde ,die auch Benetton bekommt .
Allerdings orientierte sich Senna zu diesem Zeitpunkt bereits in Richtung Williams .
Das Lauda bei Graf Monte gegenüber Todt den kürzeren ziehen würde ,halte ich im übrigen für ein Gerücht .
Zwei Jahre später drückte Lauda über Graf Monte Todt Schumacher aufs Auge . Das Todt zu dem Zeitpunkt durch Monte auf Anraten von Lauda recht umfangreich überredet werden musste ,ist überliefert .
Todt war zu dem Zeitpunkt kein so großer Fan von der Idee Schumacher bei Ferrari


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AWE hat geschrieben:
Deine neueste Quelle der Erkenntnis scheint ja eine vollkommen andere Richtung einzuschlagen ,als der Rest der Welt .
Ich kenne Bauer aus der MSA aber F1 Jahrbuch kenne ich von ihm leider keines ,oder meinst du etwa sein Formel-1 Inside ?


Jub das meinte ich - is ja quasi ein jahrbuch.

AWE AWE

Beiträge: 13287
MichaelZ hat geschrieben:
AWE hat geschrieben:
Deine neueste Quelle der Erkenntnis scheint ja eine vollkommen andere Richtung einzuschlagen ,als der Rest der Welt .
Ich kenne Bauer aus der MSA aber F1 Jahrbuch kenne ich von ihm leider keines ,oder meinst du etwa sein Formel-1 Inside ?


Jub das meinte ich - is ja quasi ein jahrbuch.



Ich wollte es heute früh schon im Buchladen meines Vertauens bestellen ,aber man hat es nicht gefunden :shock:


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Seit wann gibts von ihm diesen Inside-Guide?


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Zuletzt geändert von deleted am Mittwoch, 29. Februar 2012, insgesamt 1-mal geändert.

AWE AWE

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Ich muss zu meiner Schande gestehen das ich die Jahrbuch-Serie nicht kenne . Mir ist nur ein ziemliches Schwergewicht bekannt das 1995 rausgekommen ist und im Titel sowas wie Faust zum Himmel oder so hatte . War aufgemacht wie Formula One Yearbook ,glaube auch vom HEEL Verlag und soweit ich mich erinnere ziemlich "kopflastig" geschrieben . Aber das ne Jahrbuch -Serie ist ,war mir bisher neu .


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Zuletzt geändert von deleted am Mittwoch, 29. Februar 2012, insgesamt 1-mal geändert.

AWE AWE

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Goodwood hat geschrieben:
Mit 2 oder vielleicht 3 Büchern, als Serie zu bezeichnen? Ich weiß nicht. Merkwürdigerweise hab ich nie einen "Grand Prix Insider 94" gesehen. Ich dachte immer der GPI wäre der Vorläufer zu den Yearbooks von HEEL. Der 95ziger GPI ist von der Aufmachung dem Yearbook von 96 recht ähnlich.



Das erste F1-Jahrbuch das ich habe ist die Ausgabe 90/91 und ich gehe davon aus ,das dass die erste Ausgabe war


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Ich hab wieder ein Stückchen weiter gelesen im Grand Prix Insider 1993 und da sagt Senna zu den Ferrari-Verhandlungen (Seite 128):

"Ich wusste, ich hätte schnell für Ferrari unterschreiben müssen, doch das war mir zu überstürzt." es heißt, du hättest wöchentlich mit Ferrari telefoniert? "Stimmt nicht, Montezemolo hat mich ein paar Mal in Angra angerufen, wir haben uns vor Saisonbeginn auch mal getroffen und ganz offen geredet. Aber eigentlich tun wir das seit 1986. Doch entweder die Politik, oder die teilweise eingeschränkten Möglichkeiten haben bislang eine Einigung verhindert." Montezemolo sagte kürzlich. "Ferrari und Senna, das sind zwei ewig verliebte, die vielleicht nie den Weg zum Traualtar finden..." "So könnte es enden."

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