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History - Quiz....(April - 1906 bis 1949)

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Mittwoch, 10. April 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Welcher Rennfahrer aus der Vorkriegszeit war Zahnarzt, hatte eine Schweinezucht und betreute einen Piloten der Nachkriegszeit ?[br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Mittwoch, 10. April 2002

Beiträge: 187
Alfred Moss?[br]----------------[br]Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)
Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)

Beitrag Donnerstag, 11. April 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Hi Professor,

richtig. Alfred Moss ist der gesuchte Fahrer und der Vater von Stirling, den er nach dem zweiten Weltkrieg betreute. Er war ein bekannter Zahnarzt in London, ein erfolgreicher Schweinezüchter in der englischen Provinzstadt Tring und von 1923 bis 1926 Rennfahrer. Moss startette u.a. in Indianapolis ( 1924, Ausfall nach guter Position ), Brooklands ( z.B. Sieg bei einem Handicaprennen 1923 ) und bei den 24 h von Spa. Du kannst eine Frage stellen........

[br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Donnerstag, 11. April 2002

Beiträge: 950
Hi Tom, genau die Frage (über A.E. Moss) wollte ich neulich auch schon mal stellen - aber ich kam eine Zeit lange nicht zum Zug. Bessergesagt; ich wollte sie im CART-Thread stellen, weil ich ein Klasse-Bild habe von 'Old-Moss' in Indy 1924. Aber ich denke, es wird die Leser dieses Forums auch so erfreuen:

Bild

Beitrag Donnerstag, 11. April 2002

Beiträge: 187
"Ich bin streng zu meinen Kindern, sie sollen mich nicht zu sehr lieben. Eines Tages werde ich nicht mehr nach Hause kommen." Auf tragische Weise bewahrheitete sich die Voraussage dieses Rennfahrers. Wem werden diese Worte zugeschrieben?[br]----------------[br]Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)
Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)

Beitrag Samstag, 13. April 2002

Beiträge: 950
Hi Prostfan,
ich weiß nicht mehr wo ich diesen Spruch gelesen haben (ich tippe jetzt mal auf Nigel Roebuck und sein Buch 'Stars der Formel 1' - aber ich bin mir ziemlich sicher es ist ein Zitat von Alberto Ascari.

Beitrag Samstag, 13. April 2002

Beiträge: 187
Alberto Ascari wars nicht (würde auch nicht unbedingt in den 1906-1949-Tread passen).

Die Strenge des Vaters nutzte aber nichts, denn auch sein Sohn wurde Rennfahrer.[br]----------------[br]Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)
Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)

Beitrag Samstag, 13. April 2002

Beiträge: 950
Ich bin mir immer noch sicher genau diesen Spruch bei Nigel Roebuck über Ascari gelesen zu haben (mache mich mal auf die Suche wo - wenn ich was finde werde ich es mal veröffentlichen), aber vielleicht ist der Spruch ja auch gar nicht so einzigartig und wurde öfters von Vätern an die Söhne weitergegeben.

Im zweiten Versuch rate ich halt mal - kling mir irgendwie nach Malcolm & Donald Campbell.

Habe ich mal so was in der Richtung in Peter Fullers 'Champions' gelesen - weiß nicht ob jemand dieses sehr interessante Buch kennt - so eine Art Psychoanalyse des Spitzensports - und ein nicht unerhebliches Kapitel hat der dem Motorsport gewidmet. Na ja, die heutigen Spitzenfahrer würden sich über seine Analysen wahrscheinlich krank lachen (die werden von etwas ganz anderem getrieben!!), aber das Teil stammt ja auch schon aus dem Jahr 1976. Wirklich lesenswert!

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 1477
Natürlich war's nicht Alberto, sondern Antonio!

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 950
OOps, da bin ich etwas durcheinander geraten und habe das Zitat irrtümlich zu den Campbells rübergeschoben, aber dann habe ich in meinen Quellen extra nochmal gestern nachgelesen und beide schreiben (sowohl Roebuck als auch Fuller) schreiben das Zitat Alberto Ascari zu. Und zwar mit fast demselben Wortlaut - beides mal antwortete Ascari auf eine Anfrage von Enzo Ferrari:

"Ich möchte nicht, daß sie mich allzu gern haben. Eines Tages komme ich vielleicht nicht zurück, und dann leiden sie weniger, wenn ich sie immer ein wenig auf Abstand halte.“ (Peter Fuller, Die Champions, 1976)

"Jedes mal wenn ich von einem Rennen nach Hause komme, gebe ich ihnen (seinen Kindern) alles, um sie glücklich zu sehen. Ich versuche alle ihre Wünsche zu erfüllen. Aber ich muss mit ihnen streng sein - ich will nicht, dass sie mich zu sehr lieben. Eines Tages werde ich vielleicht nicht zurückkehren. Ihr Schmerz wird kleiner sein, wenn sie mir nicht so nah sind.“ (Nigel Roebuck, Stars der Formel 1, 1986)

Vielleicht haben sie voneinander abgeschrieben?! Oder noch schlimmer - die Vornamen durcheinandergebracht?!?!?

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 950
Noch ein Nachtrag: Wenn man Fullers Buch liest (und ich habe gerade nochmals nachgelesen) erscheint es einem gar nicht so abwegig - fast schon natürlich & zwanghaft - daß Alberto Ascari genauso wie sein Vater reagierte & geantwortet hat. Hier ein kurzer Ausschnitt aus diesem faszinierenden Buch, daß etliche Seiten über Alberto Ascari enthält:

Obwohl weder die technischen noch die "magischen" Theorien Ascaris Unfall erklären, spricht alles dafür, daß er psychisch determiniert war. Antonio Ascari war der größte Rennfahrer seiner Zeit gewesen, und Alberto hatte ihn oft zu den Rennen begleitet. Wenn er gesiegt hatte, setzte der Vater den Kleinen für die Pressefotos in den Fahrersitz seines Alfa Romeo. Begreiflicherweise erschütterte Antonios dramatischer Tod seinen siebenjährigen Sohn zutiefst. Pritchard schreibt: "Kein Vater ist je von seinem Sohn höher geachtet worden, und Alberto hatte nur den einen Wunsch der Größe seines Vaters nachzueifern°" (Pritchard, 1972). Wie vorauszusehen war, durchdrang Albertos °Vaterkomplex" alle Aspekte seines Erwachsenenlebens. Abgesehen von seiner zwanghaften Entschlossenheit, Rennen zu gewinnen, entwickelte Alberto Ascari einen beinahe unterwürfigen Respekt vor großen, mächtigen und berühmten Männern. "Wenn man einen Mann nach seinen Freunden beurteilen könnte", schreibt Bentley, "würde Ascari immer ein Platz unter den Größten sicher sein" (Bentley, 1959). Als ihn Enzo Ferrari einmal fragte, warum er so streng zu seinen Kindern sei, antwortete Alberto Ascari: "Ich möchte nicht, daß sie mich allzu gern haben. Eines Tages komme ich vielleicht nicht zurück und dann leiden sie weniger, wenn ich sie immer ein wenig auf Abstand halte."

Albertos Familie - widersetzte sich zunächst seinem Entschluß, Rennfahrer zu werden, aber er hatte nur wenig andere Interessen. Der Krieg hinderte ihn dann aber daran, seinen Wunschtraum zu verwirklichen, und erst 1947, als er schon 29 Jahre alt war, konnte er sich dem Rennsport widmen. In seiner ersten Saison erwies er sich als hoffnungsvolles Talent. Ein Jahr später, 1948, verunglückte Achille Varzi, ein erstrangiger Alfa Romeo-Fahrer tödlich und Ascari wurde aufgefordert, die Lücke in dem Team zu füllen, für das einst schon sein Vater gefahren war. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wurden rasch erkannt. Später ging er zu Ferrari, und als Ferrari-Fahrer gewann er zweimal die Weltmeisterschaft.

Ascaris Erfolg wurde der Beherrschtheit zugeschrieben mit der er fuhr. Seine kühle Präzision war legendär, und er nahm die Kurven vorbildlich. Sobald er einmal die beste Methode, eine bestimmte Kurve zu meistern, errechnet hatte, konnte er Runde um Runde seine optimale Leistung wiederholen. Entgegen dem üblichen Brauch setzte sich Ascari gern unmittelbar nach dem Start an die Spitze und hielt diese Position während des ganzen Rennens.

Doch wie Bentley schrieb, war "Alberto Ascaris Leben untrennbar verwoben mit abergläubischen Vorstellungen und seltsamen Vorzeichen, und er hielt sich an eine Numerologie, die einen unheimlichen Einfluß auf seinen frühen Tod hatte" (Bentley, 1959). Er bestand darauf, daß seine gesamte Rennausrüstüng blau war. Er sagte alle seine Verpflichtungen auf der Stelle ab, wenn ihm auf der Fahrt zur Rennbahn eine schwarze Katze von rechts nach links über den Weg lief, und änderte seine Meinung nur wenn er noch eine zweite Katze sah, die von links kam. Seine ständigen abstrusen "kabbalistischen" Berechnungen, betrafen auch sein eigenes Todesdatum und führten dazu, daß er, sich weigerte, an bestimmten Tagen, von denen mehrere, eine Beziehung zum Todestag seines Vaters hatten, Rennen zu fahren.

In manchen alltäglichen Situationen reagierte Ascari mit einer Angst, die in keinem Verhältnis zu den wirklich drohenden Gefahren stand. So überquerte er beispielsweise als Fußgänger keine Straße, ohne vorher wie ein kleiner Junge, all das auszuführen, was man ihm bei der, Verkehrserziehung eingedrillt hatte - ein bemerkenswerter Zug an einem Grand-Prix-Fahrer. (Peter Fuller, Die Champions, 1976)

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 1477
Ich hab' jetzt nicht auf Antonio getippt weil ich's weiss, sondern weil ich mich von Prostfans Aussage habe beeinflussen lassen. Gebe allerdings McRonalds recht, zu Alberto würde ein solches Statement viel eher passen.

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 950
Hi Prostfan - jetzt bin ich mal auf die Auflösung gespannt. Mir fällt echt nichts besseres als Alberto Ascari ein. :rolleyes:

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 950
...oder es gibt noch einen zusätzlichen Tipp?!

Beitrag Sonntag, 14. April 2002

Beiträge: 187
Habe das Zitat von Antonio Ascari von 2 Quellen, einerseits einem motorsportbegeisterten Bekannten, andererseits von der (ansonsten zuverlässigen) 8W-Homepage.
(Lasse mich aber gerne eines besseren belehren)[br]----------------[br]Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)
Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)

Beitrag Montag, 15. April 2002

Beiträge: 950
@Prostfan:

Da stehts ja jetzt nach Quellen 2:2! Spaß beiseite - ich halte es durchaus für möglich, daß dieser Spruch vom Vater auf den Sohn vererbt wurde - in Anbetracht des massiven Vaterkomplexes unter dem Alberto offensichtlich litt. Andererseits müssen wir wohl auf einen dritten oder vierten warten, der unsere Quellen entweder bestätigt oder entkräftet.

Mal sehen was Moderator Tom zu diesem nicht alltäglichen Problem(chen) sagt?!

Beitrag Montag, 15. April 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Hi McRonalds,

2:2, das sieht nach Verlängerung aus. Werde in nächster Zeit nach einer weiteren Quelle ( kenne nur Roebuck ) im "Yesterday - Archiv" suchen.

Die Aussage könnte passen, überrascht mich aber dennoch etwas. Alberto war ein sehr liebenswerter und netter Kerl, das schreiben nicht nur zahlreiche Autoren, sondern erzählte mir auch sein damaliger Rennfahrerkollege Kurt Adolff. Der Mailänder Familienmensch hatte einen Sohn ( Antonio, zu Ehren des Vaters ) und eine Tochter ( Patricia ), die wohl die gleiche Bewunderung für den Vater aufbrachten, wie Alberto damals. Beide hatten ihre Leidenschaft im Rennsport gefunden und waren mit Enzo Ferrari befreundet.


[br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Montag, 15. April 2002

Beiträge: 950
@Tom:

Wenn Enzo Eerraris 'Piloti, che gente...' auch als Quelle gilt, führe ich 3:2 - auch der schreibt dieses Zitat, sogar fast wörtlich, Alberto Ascari zu. Ich besitze leider nur die Englische Version, aber so viel verstehe ich noch. :)

Okay, okay, ich weiß, das Buch strotzt vor Ungenauigkeiten, aber immerhin...

Beitrag Samstag, 20. April 2002

Beiträge: 1477
Geht's hier noch weiter?

Beitrag Samstag, 20. April 2002

Beiträge: 950
Stimmt - die Frage steckt fest - und ich bin auch nicht in der Lage sie zu endgültig lösen...

Beitrag Samstag, 20. April 2002

Beiträge: 187
McRonalds soll die nächste stellen...[br]----------------[br]Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)
Alain Prost, 7facher Weltmeister nach heutiger Berechnung (1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1993)

Beitrag Samstag, 20. April 2002

Beiträge: 950
Bin schon da:

Ich hoffe die Frage ist eindeutig zu beantworten - aber mir ist nur ein Fall bekannt: Welcher frühere Silberpfeil-Pilot arbeitete später bei Lockheed in den USA als Testpilot?!

Beitrag Samstag, 20. April 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Hi McRonalds,

Christian Kautz wurde am 23.11.13 in Brüssel geboren. Der Schweizer gewann Bergrennen auf Maserati und fuhr ab 1936 GP – Rennen für Mercedes und Auto Union. Dann kam der Krieg, und Kautz, der auch ein sehr guter und begeisterter Flieger war, ging als Testpilot zu Lockhead nach Kalifornien. Am 4.07.48 verunglückte Kautz beim Bremgartenkurs (Bern) auf Maserati tödlich !
[br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Samstag, 20. April 2002

Beiträge: 950
Hi Tom,
auf Anhieb richtig - jetzt bist Du wieder dran! War das zu leicht? Ich jedenfalls laß die Story mit Christian Kautz erst neulich. Er war glaube ich auch einer der wenigen Piloten, die beide Silberpfeile (AU & Mercedes fuhr). Kleine Zusatzfrage: Wer war der andere?!

Beitrag Samstag, 20. April 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Hi McRonalds,

mir sind einige Portriäts von Christian Kautz bekannt. Er gehörte zu den erfolgreichsten Fahrern vor 1950 und ist auch unter Yesterday zu finden:

http://www.f1welt.com/yesterday/reports/index.html

Ich werde die Kurzportriäts ( vermutlich ) in nächster Zeit weiter ergänzen und ausbauen. Der andere Fahrer hieß natürlich Luigi Fagioli ![br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

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