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Formel-1-Reglement 2026

Das Formel 1 Forum - Gerüchte, Meinungen, Tests & Rennen.
Beitrag Samstag, 13. September 2025

Beiträge: 46265
Mav05 hat geschrieben:
Hat es nicht bis vor kurzem geheißen die müssten auf der Geraden zurückschalten?


Nein, aber sie segeln wohl.

Beitrag Samstag, 07. Februar 2026

Beiträge: 28
2026er Piloten:
1) schalten auf der Geraden gegen Ende früher runter, weil ihnen der E-Boost ausgeht und Geschwindigkeit fällt, auch wenn sie auf Vollgas stehen.
2) müssen ihre Energie Einteilung in Vorbereitungsrunde sinnvoll einteilen, um Reifen auf Temperatur zu bringen, aber auf der Runde auch ein Höchstmaß an Energie einsetzen zu können.
3) nehmen nicht max. Kurvengeschwindigkeit, um mehr rekuperieren zu können. Sie rollen mehr rein.
4) bei Vollgas Kurven vor langen Geraden wird tendenziell auch gelupft, um den E-Boost nicht zu stark zu beanspruchen, um Rundenzeit optimiert zu fahren.

frühere Piloten:
1) Lift-and-Coast (Segeln) gab es schon immer - in den 80er mit definierten Spritmenge und seit dem Verbot der Tankstops
2) 80er Qualifying Turbo-Motor-Max-Mode und Qualifying Reifen haben spezielle Vorbereitung erfordert
3) Reifenschonen um Stints zu verlängern gab es schon immer
4) Sprit-Verbrauch kontrollieren gab es schon immer

Mein Eindruck:
Dadurch, dass viel mehr öffentlich textlich diskutiert wird, ist die Tendenz Veränderungen anzunehmen eher negativ besetzt. Gleichzeitig möchte die Zuschauerschaft auch Innovationen, Anpassungsfähigkeit, Wettbewerb sehen. Die Erweiterung von Werkzeugen / Funktionen macht es nicht übersichtlich und führt zu "früher war alles besser, weil simpler" und der Pilot steht weniger im Mittelpunkt, weil die Ingenieure scheinbar viel mehr Einstellungen vorgeben (Team Radio). Gleichzeitig nimmt man viel Leistungsfähigkeit und Sicherheit, wenn Informationen nicht zugeführt werden.

Meine Vermutung:
Mit dem E-Boost und Overtake Modus gibt es mehr Überholvorgänge, weil Energie-Einteilung bei jedem Fahrer leicht abweicht. Ich kann mir vorstellen, dass mehr Manöver am Kurvenausgang passieren, wenn Piloten ihre Overtake-Mode aktivieren als bislang mit DRS am Ende der Geraden vorbeikommen. Ich frage mich, wie groß der Überschuss ist und wie die Piloten im Positionskampf die unterschiedlichen Speed Unterschiede einschätzen können oder eher konservativ nicht verteidigen, um keine Gefahr hervorzurufen.

Früher gab es ja Ausfälle durch Schäden am Motor, Getriebe, Reifen - kann mir vorstellen, dass einige im Rennen nicht mehr mithalten können, weil die Batterie überhitzt und Energieabgabe für einige Zeit Erholung braucht, sodass Piloten in verschiedenen Rennphasen zurückfallen.

Bin gespannt auf die kommenden Testfahrten in Bahrain.

Beitrag Montag, 09. Februar 2026

Beiträge: 26877
Guter Beitrag.

Ich war auch schon lange nicht mehr soo gespannt auf eine neue Saison. Ich glaube es ist der wohl größte Regelumbruch seitdem ich die F1 verfolge, also seit 32 Jahren. Vergleichbar ist da höchstens noch 2009, als die Autos sich stark verändert haben, KERS kam und so weiter....

Man kann schwer einschätzen wie es wird. Aber ich schließe mich an, dass wir viel mehr Manöver sehen werden.

Das taktische Element wird wohl eine große Rolle spielen. Der intelligente Einsatz der E-Power wird ein sehr wichtiger Faktor sein und für viel Unterhaltung sorgen. Es wird aber auch kompliziert, insbesondere für Menschen die die F1 eher sporadisch verfolgen.

Allerdings ist das auch alles ziemlich viel Playstation-Niveau. Das reine Fahren am Limit wie zu Schumi-Zeiten fehlt ja schon etwa seit dem Einstieg von Pirelli. Aber jetzt wird es vermutlich noch weniger stattfinden.

De Facto wird die F1 auch deutlich näher an die Formel E rücken.

Ich hoffe aber auch, dass Fahrfehler generell zunehmen werden. Der Kurvenausgang könnte tatsächlich eine Fehlerquelle werden, wenn der Boost betätigt wird und die Fahrer die Kontrolle häufiger verlieren als bisher.

Positiv ist sicher, dass die Autos Abtrieb verloren haben und wieder mehr rutschen dürften.
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Beitrag Montag, 09. Februar 2026

Beiträge: 110
Ich bin schon sehr gespannt auf die Testfahrten in Bahrain. Ich finde es zwar äußerst schade, dass die Tests in Barcelona unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Lediglich im Netz findet man ein paar kurze Videos darüber. Andererseits kann ich verstehen, dass die Teams etwas vorsichtig agieren um nicht gleich aufzulaufen, wenn sich rausstellt, dass ihnen in dem ein oder anderen Bereich ein Fehler unterlaufen ist.

Beitrag Donnerstag, 12. Februar 2026

Beiträge: 10910
Pfff… Bearman nennt die Dinger einen „Schock“, Lawson gefällt das Fahren nicht, Ocon zweifelt Überholen an, Lewis meint, es wäre viel zu komplex und fühlt sich langsamer als F2 an… Und heute kommt Max und fasst es perfekt zusammen: „Macht gar keinen Spaß, ist nicht mehr das F1-Feeling, fühlt sich an wie Formel E auf Steroiden…“ Im Quali Lift and Cost, brutales Runterschalten, Kurven im 1. statt im 2. Gang - wem fällt so ein grenzenloser Müll ein…? Die Kids trainieren ihr Leben lang, ein Rennfahrzeug schnell zu bewegen - und dann kommen sie in der F1 an und spielen Mario ykart…
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Donnerstag, 12. Februar 2026

Beiträge: 28
@Mav05: Stimme dir zu, die Fahrerstimmen sind nicht so doll.

Ich möchte ersten GP abwarten. Wenn es wie Formel E Energie-Bummeln ausschaut statt realer Zweikämpfe, wäre es schade.

Bin Teil der Generation "Jede-GP-Runde = Qualifying-Runde" (200er), wo die Piloten nach dem Rennen meistens geschlaucht waren, aber man dachte, dass mehr nicht geht. In der Neuzeit höchstens beim Katar GP 2024 so gesehen. Allerdings waren die Rennen (abgesehen vom großartigen Sound) eher Prozessionen, kaum Überholvorgänge, weil meistens wegen Graining und Dirty Air geklagt wurde, eher Tank-Stop-Schach. Ok, naja, mehr technische Defekte und Ausfälle, die manchmal abwechslungsreiche Ergebnisse gebracht haben. (off-topic Ende)

Beitrag Freitag, 13. Februar 2026

Beiträge: 26877
Hamilton hörte sich nach den Barcelona-Tests noch ganz anders an....ich sehe da eine gewisse Meinungsänderung.

Die Aussagen von Max sind natürlich Gift für die F1-Inhaber. Aber sie sind ehrlich und in der Sache (wahrscheinlich) auch richtig.

Da dürfte man jetzt nervös werden in der F1 und vielleicht auch bei Red Bull, denn wenn Max nach dieser Saison geht, wäre das sehr schlecht für den Sport.

Ich sehe auch noch nicht, wie man das kurzfristig (für 2027) wieder ändern kann. Das Motorenreglement hat noch lange Bestand und Hersteller wie Audi wollten es ja so.

Für die Zuschauer wird es glaube ich aber gar nicht unbedingt weniger attraktiv, denn Überholmanöver wird es vermutlich mehr geben als früher.

Ich hätte auch gern die F1 aus den 2000er Jahren wieder. Laute Motoren, Rennen in denen die Fahrer die ganze Zeit über pushen können und müssen, statt sich um Energie in der Batterie zu sorgen.
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Beitrag Samstag, 14. Februar 2026

Beiträge: 46265
Likido hat geschrieben:
2026er Piloten:
1) schalten auf der Geraden gegen Ende früher runter, weil ihnen der E-Boost ausgeht und Geschwindigkeit fällt, auch wenn sie auf Vollgas stehen.
2) müssen ihre Energie Einteilung in Vorbereitungsrunde sinnvoll einteilen, um Reifen auf Temperatur zu bringen, aber auf der Runde auch ein Höchstmaß an Energie einsetzen zu können.
3) nehmen nicht max. Kurvengeschwindigkeit, um mehr rekuperieren zu können. Sie rollen mehr rein.
4) bei Vollgas Kurven vor langen Geraden wird tendenziell auch gelupft, um den E-Boost nicht zu stark zu beanspruchen, um Rundenzeit optimiert zu fahren.

frühere Piloten:
1) Lift-and-Coast (Segeln) gab es schon immer - in den 80er mit definierten Spritmenge und seit dem Verbot der Tankstops
2) 80er Qualifying Turbo-Motor-Max-Mode und Qualifying Reifen haben spezielle Vorbereitung erfordert
3) Reifenschonen um Stints zu verlängern gab es schon immer
4) Sprit-Verbrauch kontrollieren gab es schon immer

Mein Eindruck:
Dadurch, dass viel mehr öffentlich textlich diskutiert wird, ist die Tendenz Veränderungen anzunehmen eher negativ besetzt. Gleichzeitig möchte die Zuschauerschaft auch Innovationen, Anpassungsfähigkeit, Wettbewerb sehen. Die Erweiterung von Werkzeugen / Funktionen macht es nicht übersichtlich und führt zu "früher war alles besser, weil simpler" und der Pilot steht weniger im Mittelpunkt, weil die Ingenieure scheinbar viel mehr Einstellungen vorgeben (Team Radio). Gleichzeitig nimmt man viel Leistungsfähigkeit und Sicherheit, wenn Informationen nicht zugeführt werden.

Meine Vermutung:
Mit dem E-Boost und Overtake Modus gibt es mehr Überholvorgänge, weil Energie-Einteilung bei jedem Fahrer leicht abweicht. Ich kann mir vorstellen, dass mehr Manöver am Kurvenausgang passieren, wenn Piloten ihre Overtake-Mode aktivieren als bislang mit DRS am Ende der Geraden vorbeikommen. Ich frage mich, wie groß der Überschuss ist und wie die Piloten im Positionskampf die unterschiedlichen Speed Unterschiede einschätzen können oder eher konservativ nicht verteidigen, um keine Gefahr hervorzurufen.

Früher gab es ja Ausfälle durch Schäden am Motor, Getriebe, Reifen - kann mir vorstellen, dass einige im Rennen nicht mehr mithalten können, weil die Batterie überhitzt und Energieabgabe für einige Zeit Erholung braucht, sodass Piloten in verschiedenen Rennphasen zurückfallen.

Bin gespannt auf die kommenden Testfahrten in Bahrain.


Seh ich auch so, sehr gut zusammengefasst. Jetzt warten wir doch erstmal die ersten Rennen ab, bevor wir urteilen. Es braucht Innovationen und neue Regeln. Bleibt alles gleich, gibt's auch fast immer denselben Weltmeister.

Beitrag Samstag, 14. Februar 2026

Beiträge: 46265
formelchen hat geschrieben:
Ich war auch schon lange nicht mehr soo gespannt auf eine neue Saison. Ich glaube es ist der wohl größte Regelumbruch seitdem ich die F1 verfolge, also seit 32 Jahren. Vergleichbar ist da höchstens noch 2009, als die Autos sich stark verändert haben, KERS kam und so weiter....


Dachte ich auch. Aber wenn man sich die Tests anschaut, dann scheint das Feld sich kaum zu verändern, was Tops und Flops betrifft und das war 2009 ganz anders. Da wurde das Feld ordentlich durchgemischt.

Wenn man den Tests Glauben schenken kann, dann führen wieder Mercedes, Ferrari, Red Bull und McLaren. Der Abstand nach hinten ist eher größer geworden.

Beitrag Samstag, 14. Februar 2026

Beiträge: 46265
Likido hat geschrieben:
Bin Teil der Generation "Jede-GP-Runde = Qualifying-Runde" (200er), wo die Piloten nach dem Rennen meistens geschlaucht waren, aber man dachte, dass mehr nicht geht. In der Neuzeit höchstens beim Katar GP 2024 so gesehen. Allerdings waren die Rennen (abgesehen vom großartigen Sound) eher Prozessionen, kaum Überholvorgänge, weil meistens wegen Graining und Dirty Air geklagt wurde, eher Tank-Stop-Schach. Ok, naja, mehr technische Defekte und Ausfälle, die manchmal abwechslungsreiche Ergebnisse gebracht haben. (off-topic Ende)


Genau das ist doch der Punkt. Die Rennen damals waren doch schon fad. Dasselbe Reglement heute würde aber noch viel langweiligere Rennen ergeben. Die Autos laufen doch jetzt schon wie Schweizer Uhrwerke. Es gibt nicht mehr die Ausfälle, die Spannung reingebracht haben. Die Strecken verzeihen anders als früher meistens auch gröbere Fehler der Fahrer. Und die Entwicklungstechnik ist so fortgeschritten, dass da einfach was ganz anderes bei rauskommen würde als vor 25 Jahren.

Ich hab jetzt im Winter viele Rennen aus früheren Zeiten geschaut. Entweder waren sie echt langweilig. Oder aber die Würze kam durch Ausfälle rein.

Zeiten ändern sich. Da muss die Formel 1 mitgehen.

Beitrag Samstag, 14. Februar 2026

Beiträge: 46265
Mav05 hat geschrieben:
Pfff… Bearman nennt die Dinger einen „Schock“, Lawson gefällt das Fahren nicht, Ocon zweifelt Überholen an, Lewis meint, es wäre viel zu komplex und fühlt sich langsamer als F2 an… Und heute kommt Max und fasst es perfekt zusammen: „Macht gar keinen Spaß, ist nicht mehr das F1-Feeling, fühlt sich an wie Formel E auf Steroiden…“ Im Quali Lift and Cost, brutales Runterschalten, Kurven im 1. statt im 2. Gang - wem fällt so ein grenzenloser Müll ein…? Die Kids trainieren ihr Leben lang, ein Rennfahrzeug schnell zu bewegen - und dann kommen sie in der F1 an und spielen Mario ykart…


Dann sollen sie halt in einer anderen Serie fahren, die ihnen mehr gefällt. Tut mir Leid, aber es zwingt sie ja keiner, da mitzufahren und mitzumachen. Vollgas-Motorsport gibt's ja anderswo immer noch.

Beitrag Sonntag, 15. Februar 2026

Beiträge: 10910
Sorry, aber das ist doch opportunistischer Blödsinn! Natürlich kann es sein, dass Sportarten sich modernisieren müssen - aber zum Guten und sicher nicht dahingehend, dass sie ihren ursprünglichen Sinn verlieren…
Wenn man Mikaela Schifrin beim Slalom auch noch Haltungsnoten geben will ist es kein Slalom mehr sondern Freestyle.
Wenn Jutta Leerdam bei ihren 1000m auch noch Sprünge und Pirouetten machen soll ist es Eiskunstlaufen!
Der Sinn der Formel 1 war immer, do schnell wie möglich Auto zu fahren. Der sportliche Anteil war dabei, jede Kurve ans Limit zu gehen… Die Frage ist doch - wo ist der Mehrwert für diesen Unsinn??? Ist es schneller? Offensichtlich nicht! Ist es sicherer? Nein! Ist es das, was die Fans wollten? Nein! Ist es das, was den Fahrern Spaß macht? Offensichtlich nein! Ist es billiger? Nein! Ist es spektakulärer? Man zweifelt bereits… Ist es Serien-relevant? Mit Sicherheit nicht! Ist es gut für die Umwelt? Nicht besser als ein V10 mit eFuel! Was bleibt also…?
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Montag, 16. Februar 2026

Beiträge: 26877
MichaelZ hat geschrieben:
formelchen hat geschrieben:
Ich war auch schon lange nicht mehr soo gespannt auf eine neue Saison. Ich glaube es ist der wohl größte Regelumbruch seitdem ich die F1 verfolge, also seit 32 Jahren. Vergleichbar ist da höchstens noch 2009, als die Autos sich stark verändert haben, KERS kam und so weiter....


Dachte ich auch. Aber wenn man sich die Tests anschaut, dann scheint das Feld sich kaum zu verändern, was Tops und Flops betrifft und das war 2009 ganz anders. Da wurde das Feld ordentlich durchgemischt.

Wenn man den Tests Glauben schenken kann, dann führen wieder Mercedes, Ferrari, Red Bull und McLaren. Der Abstand nach hinten ist eher größer geworden.


Ja das stimmt.

2009 waren es zwei Dinge, die das Feld durcheinander geworfen haben:

1. Der Doppeldiffusor, den anfangs nur Brown hatte und wenn ich mich recht erinnere, hatte Red Bull den am schnellsten "kopiert" und wurde auch deshalb 2. Kraft.

2. KERS war nicht verpflichtend, Teams wie Red Bull und Brawn verzichteten darauf und sparten dabei rund 30 kg Gewicht.

Punkt 2 ist jetzt anders, weil bei den Motoren alles verpflichtend ist.
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Beitrag Montag, 16. Februar 2026

Beiträge: 26877
MichaelZ hat geschrieben:

Zeiten ändern sich. Da muss die Formel 1 mitgehen.


Ich bin da voll bei Mav.

Technologische Änderungen sind ok, ich denke da hat niemand etwas grundlegend dagegen.

Wenn es aber in der F1 darum geht langsam durch die Kurven zu fahren, damit die Batterie ausreichend geladen wird, dann ist das schon ziemlich bescheuert. Die Fahrer sollen so schnell wie möglich durch die Kurven fahren, ansonsten ist es für die Fahrer keine Herausforderung und damit auch kein Sport mehr.

Außerdem war ein Überholmmanöver vor 20 Jahren noch etwas wert, weil ein Fahrer sich das erarbeiten musste. Das wurde in den letzten 14 Jahren schon durch DRS kaputt gemacht und jetzt wird es halt per Elektronik zerstört. Knopf drücken und vorbeifahren....das ist in dem Sinne keine sportliche Herausforderung mehr.

Ich hoffe ehrlich gesagt, dass sie sich mit dem Reglement verzockt haben und es zum Desaster wird....dann sollen sie eben kurzfristige Maßnahmen bringen um die größten Themen schnell abzustellen. Und hoffentlich dann ab 2029 oder 2030 wieder ein einfaches Reglement mit V8 oder V10 Motoren. Dann sollen sie da halt ihre e-fuels reinkippen und gut ist.
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Beitrag Montag, 16. Februar 2026

Beiträge: 28
@Mav05: woah, ich stell' mir vor, ich wär im römischen Senat. Gute Punkte, werter Herr!

formelchen: 1. Der Doppeldiffusor, den anfangs nur Brown hatte und wenn ich mich recht erinnere, hatte Red Bull den am schnellsten "kopiert" und wurde auch deshalb 2. Kraft.


Brawn hatte ihn sehr ausgereift und war bei den Testfahrten überlegen. Williams und Toyota hatten ihn in Australien, ich weiß nicht, ob schon davor.

@Mav05 gebe ich Recht, dass in der Vergangenheit Regeländerung eher das Ziel hatten, die Kurvengeschwindigkeit zugunsten der Sicherheiten zu regulieren über Aero oder Reifen (1995, 2005, 2009). 2008 wurde Launch-Control, Traktionskontrolle, Diff-Steuerung verboten zugunsten Fahrer in den Mittelpunkt stellen. 2009 Hybrid-Option und Überholfreundlichkeit im Fokus. 2014 dann neue Motoren-Technik. Die neuen Regeländerungen 2017 zielten auf Speed und Optik, 2022 Optik und Überholfreundlichkeit.

2026 wird Rundenzeit steigen, wie sonst bei Regeländerungen auch, nur 2017 ist schneller als 2016 geworden.

Optimistisch gesehen, schaffen die Teams Rekuperation so gut zu gestalten, dass Kurven schnell nehmen wieder belohnt wird. Pessimistisch gesehen wird in HighSpeed Kurven eher Energie gespart und Fahrer machen dort nicht mehr den Unterschied mit "Popometer". Mal schauen.

Beitrag Dienstag, 17. Februar 2026

Beiträge: 26877
Likido hat geschrieben:
@Mav05: woah, ich stell' mir vor, ich wär im römischen Senat. Gute Punkte, werter Herr!


Brawn hatte ihn sehr ausgereift und war bei den Testfahrten überlegen. Williams und Toyota hatten ihn in Australien, ich weiß nicht, ob schon davor.


Ja ich erinnere mich dass Toyota und Williams da auch etwas hatten. Ich glaube es spielten auch Ingenieure eine Rolle, die zwischen den Teams gewechselt waren und die Idee mitgenommen haben. Nur waren die beiden Teams trotzdem nicht konkurrenzfähig.

Das erste Team, das den Diffusor schnell und auf gutem Niveau kopiert hatte, war Red Bull, die dann ja am Ende auch zweitstärkste Kraft waren.


Likido hat geschrieben:
Optimistisch gesehen, schaffen die Teams Rekuperation so gut zu gestalten, dass Kurven schnell nehmen wieder belohnt wird. Pessimistisch gesehen wird in HighSpeed Kurven eher Energie gespart und Fahrer machen dort nicht mehr den Unterschied mit "Popometer". Mal schauen.


Es wird auch extrem von den Strecken abhängen. In Ungarn oder Monaco dürfte das eigentlich gar kein Thema sein, dort gibt es ja sowieso fast nur langsame Kurven.

Max meinte ja, dass Melbourne ein Problemfall wird. Dort gibt es ja drei Geraden mittlerer Länge...allerdings auch einige langsame Kurven.
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Beitrag Dienstag, 17. Februar 2026

Beiträge: 1696
Mav05 hat geschrieben:
Sorry, aber das ist doch opportunistischer Blödsinn! Natürlich kann es sein, dass Sportarten sich modernisieren müssen - aber zum Guten und sicher nicht dahingehend, dass sie ihren ursprünglichen Sinn verlieren…
Wenn man Mikaela Schifrin beim Slalom auch noch Haltungsnoten geben will ist es kein Slalom mehr sondern Freestyle.
Wenn Jutta Leerdam bei ihren 1000m auch noch Sprünge und Pirouetten machen soll ist es Eiskunstlaufen!
Der Sinn der Formel 1 war immer, do schnell wie möglich Auto zu fahren. Der sportliche Anteil war dabei, jede Kurve ans Limit zu gehen… Die Frage ist doch - wo ist der Mehrwert für diesen Unsinn??? Ist es schneller? Offensichtlich nicht! Ist es sicherer? Nein! Ist es das, was die Fans wollten? Nein! Ist es das, was den Fahrern Spaß macht? Offensichtlich nein! Ist es billiger? Nein! Ist es spektakulärer? Man zweifelt bereits… Ist es Serien-relevant? Mit Sicherheit nicht! Ist es gut für die Umwelt? Nicht besser als ein V10 mit eFuel! Was bleibt also…?


Bei der Gründung der F1 ging es vorrangig um den TECHNISCHEN Wettbewerb, sonst wäre man auf Spec-Cars umgestiegen. Und natürlich ist ein E-Motor weit aus günstiger als ein Verbrenner, hat weitaus weniger verschleiß und ist viel kleiner und das ganze produziert keinen Dreck.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Beitrag Dienstag, 17. Februar 2026

Beiträge: 10910
Na bloß gut, dass Du mit jedem Beitrag auf‘s Neue beweist , dass Du von absolut nichts Ahnung hast…
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Mittwoch, 18. Februar 2026

Beiträge: 26877
formel-at hat geschrieben:
Bei der Gründung der F1 ging es vorrangig um den TECHNISCHEN Wettbewerb, sonst wäre man auf Spec-Cars umgestiegen. Und natürlich ist ein E-Motor weit aus günstiger als ein Verbrenner, hat weitaus weniger verschleiß und ist viel kleiner und das ganze produziert keinen Dreck.


Der E-Motor schon. Dummerweise benötigt der aber noch die Batterie. :lol: :lol:

Ich bin kein Gegner von e-Autos, aber man sollte schon sachlich bleiben. Beides hat Vor- und Nachteile. Die Herstellung der Batterien ist auch nicht sonderlich umweltfreundlich. Und ihre Lebensdauer ist teilweise auch ziemlich eingeschränkt, wenngleich die Entwicklung hier sicher Fortschritte macht.

Bekannte von mir haben sich vor 1-2 Jahren einen gebrauchten Kia e-Soul gekauft, die Kiste ist ca. 7 Jahre alt. Batterie ist jetzt kaputt, ist quasi ein Totalschaden.

Mein Schwager fährt einen Skoda Enyaq als Leasing, jetzt seit etwas mehr als 3 Jahren. Er sagt, dass die Batterie spürbar abgebaut hat, also die Reichweite heute deutlich geringer ist als damals im Neuzustand.

Ich schaue mich derzeit selbst nach einem e-Auto für meine Frau um. Kauf kommt aber nicht infrage, nur Leasing. Mit dem Restmüll (also der Batterie, die mit der Zeit an Kapa verliert) soll sich dann später jemand anderes herumärgern. :wink:
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Beitrag Mittwoch, 18. Februar 2026

Beiträge: 1696
Ich habe explizit vom MOTOR geschrieben: Ein Elektromotor ist einem Verbrenner haushoch überlegen und zwar in jeder Hinsicht: Lärm, Abgase, Gewicht, Leistungsaufnahme/-Abgabe, Verschleiß, Drehmoment, Lebensdauer oder Reparaturkosten sind alles Faktoren, wo der E-Motor bei weitem besser abschneidet - und mit dem lässt sich sogar Energie rekuperieren.
Ein E-momotor ist eigentlich Wartungsfrei. Außer die Lager geht eigentlich nichts so schnell kaputt solange die Bedienung den Vorschriften entspricht. Ein Verbrenner kommt da nicht ansatzweise mit.

Die Batterie ist ein gaaanz andere Kiste zumal die Kapazität per Volumen und Masse sich immer weiter verbessert.
Nur weil es heute noch nicht das Optimum erreicht hat, bedeutet es nicht, man sollte es nicht produzieren und verwenden.

Und dass deine Bekannte früh einen Schaden an der Batterie hatte, bedeutet überhaupt nichts. Vielleicht wurden billige Rohstoffe verbaut, schlecht verdrahtet oder es war das BMS oder weiß der Teufel was, es gibt ja auch massenweise Verbrenner, die nach 60.000-100.000km einen Motorschaden bekommen.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Beitrag Donnerstag, 19. Februar 2026

Beiträge: 26877
formel-at hat geschrieben:
Ich habe explizit vom MOTOR geschrieben: Ein Elektromotor ist einem Verbrenner haushoch überlegen und zwar in jeder Hinsicht: Lärm, Abgase, Gewicht, Leistungsaufnahme/-Abgabe, Verschleiß, Drehmoment, Lebensdauer oder Reparaturkosten sind alles Faktoren, wo der E-Motor bei weitem besser abschneidet - und mit dem lässt sich sogar Energie rekuperieren.
Ein E-momotor ist eigentlich Wartungsfrei. Außer die Lager geht eigentlich nichts so schnell kaputt solange die Bedienung den Vorschriften entspricht. Ein Verbrenner kommt da nicht ansatzweise mit.


Ja das stimmt alles. Nur bringt dir halt der E-Motor nichts ohne Batterie. Die Batterie ist Voraussetzung um den Motor betreiben zu können, du kannst das also nicht isoliert betrachten.

Das ist genauso als würdest du den Verbrennungsmotor betrachten und sagen "ohne Benzin oder Diesel ist er komplett emissionsfrei". Sorry, aber ohne Energiequelle sind beide Motoren unbrauchbar. Logisch, oder?


formel-at hat geschrieben:
Die Batterie ist ein gaaanz andere Kiste zumal die Kapazität per Volumen und Masse sich immer weiter verbessert.
Nur weil es heute noch nicht das Optimum erreicht hat, bedeutet es nicht, man sollte es nicht produzieren und verwenden.


Siehe oben. Die Batterie ist Voraussetzung um den E-Motor betreiben zu können.

Was die anderen Punkte angeht, stimme ich dir zu. Die Entwicklung ist zur Zeit enorm. Vor allem Feststoffbatterien könnten den nächsten großen Schritt bringen, also deutlich schnelleres Laden und Reichweiten höher als beim Verbrenner. Sie sollen auch kurz vor der Serienreife stehen und ich beobachte dieses Thema auch mit Interesse.

ABER das hat auch den Nachteil, dass der Wertverlust bei E-Autos enorm ist. Eine aktuelle Batterie ist in 5 Jahren wahrscheinlich technisch veraltet und hat zudem auch einiges an Kapazität verloren. Deshalb ist Leasing bei E-Autos eben sinnvoller als ein Kauf. Und ob das umwelttechnisch alles wirklich sauber und nachhaltig ist, darf wohl bezweifelt werden.

Die Frage ist doch am Ende: welche Lebensdauer/Laufleistung erreichen E-Autos im Vergleich zu Verbrennern, bis sie endgültig verschrottet werden oder nicht mehr fahrtüchtig sind.


formel-at hat geschrieben:
Und dass deine Bekannte früh einen Schaden an der Batterie hatte, bedeutet überhaupt nichts. Vielleicht wurden billige Rohstoffe verbaut, schlecht verdrahtet oder es war das BMS oder weiß der Teufel was, es gibt ja auch massenweise Verbrenner, die nach 60.000-100.000km einen Motorschaden bekommen.


"Massenweise Verbrenner"....das hätte ich gerne mal belegt. Ja, solche Fälle gibt es. Aber das ist dann oft eine Frage der Wartung oder Fehlkonstruktion. Ein vernünftig konstruierter Verbrenner erreicht bei ordnungsgemäßer Wartung und durchschnittlicher Fahrweise ohne Probleme 200.000 km und mehr. Als ich vor 3 Jahren meinen BMW 330d verkauft habe, hatte er 260.000 km auf der Uhr und der Motor lief wie am ersten Tag.

Der Punkt ist ja auch, dass E-Autos mehr oder weniger wartungsfrei sind. Du kannst also bei den ersten 100.000 km gar nicht soviel falsch machen. Wenn die Batterie kaputt geht, liegt es an der Technologie oder halt auch an einem Konstruktionsfehler (wie beim Verbrenner). Beim Verbrenner kann der Grund eben auch fehlendes Motoröl, fehlende Wartung usw. sein.

Am Ende des Tages müsste man da natürlich mal ne Auswertung fahren um beides vergleichen zu können.
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Beitrag Donnerstag, 19. Februar 2026

Beiträge: 28
formelchen hat geschrieben:
Ja ich erinnere mich dass Toyota und Williams da auch etwas hatten. Ich glaube es spielten auch Ingenieure eine Rolle, die zwischen den Teams gewechselt waren und die Idee mitgenommen haben. Nur waren die beiden Teams trotzdem nicht konkurrenzfähig.


Als Super Aguri Mitte 2008 Pleite war, hieß es laut Gerüchten und Geschichten, dass wohl einige Aerodynamiker zu Williams, Toyota und Honda (aka BrawnGP) gegangen, so hat sich das Konzept wohl selbstständig gemacht und in unterschiedlicher Tiefe für 2009 den Weg gebahnt.

Abgesehen davon, ist haben sich die Forenbeiträge zuletzt ein bisschen vom F1 Thema zum Streitgespräch "Verbrenner oder E-Auto - Mythen und Argumente" verschoben - kommen wir doch wieder zur F1 zurück :lol:

formel-at hat geschrieben:
Bei der Gründung der F1 ging es vorrangig um den TECHNISCHEN Wettbewerb, sonst wäre man auf Spec-Cars umgestiegen.


Es gab allerdings Phasen, in denen sehr viele Starter einen Ford Cosworth V8 DFV Motor drin hatten und gegen Ferrari angetreten sind in verschiedenen Chassis. Ich glaube 60er und 70er, oder? Oder einige Teams alte Chassis übernommen haben, Cooper, Climax, March.

formelchen hat geschrieben:
Die Entwicklung ist zur Zeit enorm. Vor allem Feststoffbatterien könnten den nächsten großen Schritt bringen, also deutlich schnelleres Laden und Reichweiten höher als beim Verbrenner. Sie sollen auch kurz vor der Serienreife stehen und ich beobachte dieses Thema auch mit Interesse.


Momentan ist die Entwicklung der E-Autos und Motorsport relativ weit auseinander. In der Formel E fahren alle den gleichen Energiespeicher mit anderer Antriebssteuerung und Batteriemanagement. So hätte man zu viele (Wettbewerbs-)Baustellen. Der Erfindergeist in der F1/Motorsport und der Pkw-im-Alltag - da fällt mir nur 1) aktives Fahrwerk Lotus und Williams 2) Audi's Quattro Vierradantrieb 3) Wippenschaltung beim Ferrari F1 88/89. Alles unabhängig von Vorgaben.

Abseits davon fällt mir höchstens F1 als Vorreiter a) bei der Vermarktung von Sportereignissen über TV-Verträge b) Budget durch Werbeflächen auf Wagen c) Sportler Interviews kurz vor Start und nach Zieleinlauf - mittlerweile durch PR-Schulungen eher fad. Wann kamen die Labels auf Fußball-Trikots?

Wann wären die Kritiker denn überzeugungsfähig für das Reglement 2026? Unvorhersebare Rennen, neue Aero-Pakete alle paar Wochen, ungewöhnliche Überholmanöver, unterschiedliche Sieger, Fahrfehler Dreher wegen Power-Überschuss / Verbrenner-Kurvenfahrt-Überladen, Akku-Aussetzer? Das am Limit-Fahren, "unglaubliche" Bremsleistung im Vergleich zu anderen Kategorien, Fliehkräfte und Nackentraining - das geht wohl teilweise ab im neuen Regelwerk, da stimme ich den Kritikern zu.

Fühlt ihr euch von den neuen Regeln von früheren Generationen entfernt? Ich fand damals in den 2000ern toll, wenn die Autos sich zu jeder Saison optisch und leistungstechnisch verändert haben. In den 2010er kam dann nicht mehr viel. Motorseitig wurde ja der V8 2008 - 2013 gefreezed, nur noch "getuned" durch Blown-Diffusor und Coanda-Auspuff. 2014 bis 2020 V6-Turbo-Hybrid frei entwickelt und 2021 bis 2025 gefreezed.

Zumindest gibt es 2026 neue Themen zum Diskutieren, neben "Wer versteht die Pirellis am besten?" "Wer schafft Sprünge im Ground-Effect?"

Beitrag Freitag, 20. Februar 2026

Beiträge: 26877
Likido hat geschrieben:
Fühlt ihr euch von den neuen Regeln von früheren Generationen entfernt? Ich fand damals in den 2000ern toll, wenn die Autos sich zu jeder Saison optisch und leistungstechnisch verändert haben. In den 2010er kam dann nicht mehr viel. Motorseitig wurde ja der V8 2008 - 2013 gefreezed, nur noch "getuned" durch Blown-Diffusor und Coanda-Auspuff. 2014 bis 2020 V6-Turbo-Hybrid frei entwickelt und 2021 bis 2025 gefreezed.

Zumindest gibt es 2026 neue Themen zum Diskutieren, neben "Wer versteht die Pirellis am besten?" "Wer schafft Sprünge im Ground-Effect?"


Ich habe 1993/1994 angefangen F1 zu schauen. Es war damals cool dass es verschiedene Motorkonzepte gab.
8, 10 oder gar 12 Zylinder....und trotzdem waren alle Teams bei der Rundenzeit recht nahe beisammen.

Später dann ab 2008 der vorgeschriebene Einheitsbrei mit Entwicklungsstop. Ich kann das natürlich verstehen, weil es die Kosten senkt. Aber trotzdem sollten Hersteller auch Freiräume haben, um mit innovativen Ideen zu glänzen und sich von anderen absetzen zu können. Das war ja damals teilweise sogar noch der Fall, aber Honda und Renault brauchten dann Sondergenehmigungen um ihren technischen Rückstand aufholen zu dürfen.

Was mich aber seit 2014 am meisten stört ist der Sound. Als ich vor 2010 bei einigen Rennen war, habe ich Gänsehaut bekommen. Der Sound war extrem, beim Runterschalten hat die Erde vibriert. Das alles fehlt seit der Hybridmotoren. Und das Traurige ist, dass die heutige Jugend, die sich für die F1 begeistern kann, das gar nicht mehr kennt. Ich bin sicher sie alle würden das geil finden, aber für sie sind diese Staubsaugermotoren mittlerweile normal.

Ich hoffe immer noch, dass um 2030 herum wieder laute, spektakuläre Motoren zurückkommen. Wenn der ganze Umweltaspekt so wichtig sein soll, dann reicht doch im Grunde synthetischer Kraftstoff. Ohnehin gibt es gerade bei einigen Autoherstellern die Rolle rückwärts, wieder mit mehr Fokus auf Verbrenner. Porsche zum Beispiel. Oder Stellantis, die haben wegen ihrer Elektrostrategie einen Verlust von 22 Milliarden eingefahren....und diese Entwicklung bei Serien-PKW könnte dann natürlich auch irgendwann auf den Motorsport Auswirkungen haben.
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Beitrag Samstag, 21. Februar 2026

Beiträge: 28
formelchen hat geschrieben:
Als ich vor 2010 bei einigen Rennen war, habe ich Gänsehaut bekommen. Der Sound war extrem, beim Runterschalten hat die Erde vibriert.


Ja genauso bei mir bei meinem ersten Besuch 2013 in Spa. Ich wollte wenigstens einmal F1 mit V8 live hören vor der Regelnovelle. Sauber Ferrari von Esteban Guiterrez auf der Kemmel Geraden. Ich war total überrascht und begeistert, die Vibrationen gingen bis in den Hügel hoch. Aber nach 20min tat's in den Ohren schon weh, haha.

Beitrag Sonntag, 01. März 2026

Beiträge: 10910
Wird interessant wie Mercedes das Problem mit der Deadline 1. Juni und dem Motorenpool angeht…
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

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