So wie sich die F1 Welt durch alle möglichen sinnigen oder auch unsinnigen Regeln verändert, ergeht es auch der Champ Car Serie. Da nämlich der Stillstand offensichtlich als Rückschritt bezeichnet wird, wurde auch in Nordamerika an den Regeln gefeilt. Ob zum Guten oder zum Schlechten, sei jedem selbst überlassen, aber es wird zumindest einiges neu.
Die größte augenscheinliche Neuerung wird bei den Starts stattfinden. Diese werden im nächsten Jahr nicht mehr fahrend sondern, wo möglich, stehend ausgeführt. Das Prozedere ist ähnlich wie in der Formel 1. Die Autos nehmen Aufstellung an ihren Startpositionen und eine Reihe von roten Lampen wird nach und nach eingeschaltet, bis alle an sind. Sobald sie dann ausgegangen sind, ist das Rennen gestartet. Tony Cotman, Champ Car Vice President of Operations, meinte dazu: "Das sollte unseren Rennen einen aufregenden Start geben. Denn anders als in der Formel 1, wo es Traction oder Launch Control gibt, hängt der Erfolg eines Champ Car-Starts alleine vom Können des einzelnen Fahrers ab. Wir werden die stehenden Starts überall dort machen, wo es die Konfiguration der Strecke sicher zulässt." Premiere soll zu Saisonbeginn in Las Vegas sein.
Eine weitere Regel-Maßnahme soll dazu führen, dass es in den Trainings und Qualifyings zu mehr Bewegung auf der Strecke kommt. Konnten die Teams bislang nur vier Reifensätze pro Qualifying-Session verwenden, haben sie nun vollen Zugriff auf ihren Wochenendvorrat. Die Regel, während des Rennens verpflichtend eine andere Reifenmischung aufzuziehen, blieb aber erhalten.
Auch bei der Verwendung des Spare-Cars wurde etwas geändert. So ist dessen Einsatz jetzt alleine den Teams überlassen, aber es ist pro Training oder Qualifying-Session nur eines erlaubt. Außerdem würde ein Wechsel in ein Ersatzauto nach dem Qualifying dazu führen, dass dem jeweiligen Fahrer die Qualifikationszeit gestrichen würde und er vom Ende des Feldes starten müsste.
Und dann gab es noch etwas zu den Rennen zu erwähnen. 2007 werden alle Rennen von der Uhr bestimmt. Jedes Rennen wird eine bestimmte Dauer haben und wenn diese Zeit knapp vor dem verstreichen ist, dann wird dem Feld per Flaggensignal mitgeteilt, dass noch eine Runde zu fahren ist. Das Rennen endet schließlich, sobald der Führende die Start-Ziel-Linie das nächste Mal überquert hat. Die weiße Flagge wird nicht mehr nur von der Position des Starters aus gezeigt, sondern an der ganzen Strecke, um mehr den FIA Vorschriften zu entsprechen. Den Grund nannte Tony Cotman: "Da Champ Car immer internationaler wird und ein Großteil der Fahrer aus internationalen Rennserien kommt, wollten wir unsere Flaggen-Handhabung erneuern. Es wird nicht nur für die Fahrer einfacher, es wird uns auch ersparen, dass wir die Strecken-Marshals neu schulen müssen, wenn wir internationale Veranstaltungen machen."

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