Das Samstagsrennen des ADAC Formel Masters auf dem EuroSpeedway begann bei sommerlichem Wetter und endete auf nasser Strecke mit einem Sieg von Klaus Bachler (17, Österreich/URD Rennsport). Dazwischen sorgte ein Gewitterregen für eine 45-minütige Unterbrechung. Neben dem neuen Tabellenführer jubelten Burkhard Maring (19, Brüggen/Eifelland Racing) und Kevin Friesacher (18, Österreich/TNB) auf dem Podium.

Bis zur Regenunterbrechung in der fünften Runde gab der als "Halbzeitmeister" in die Lausitz gereiste Daniel Abt (Kempten/Abt Sportsline) das Tempo vor. Der 16-Jährige war von der Pole-Position gestartet und hatte sich schon leicht abgesetzt, als sich ein Gewitterregen über den EuroSpeedway ergoss. Die Rennleitung entschloss sich sofort, das Rennen zu unterbrechen. Erst nach 45 Minuten hatte der Regen so weit nachgelassen, dass der neunte Saisonlauf fortgesetzt werden konnte – allerdings zunächst zwei Runden lang hinter dem Safety-Car. Kaum war das Sicherungsfahrzeug in die Boxengasse abgebogen, kegelte sich Spitzenreiter Abt vom nassen Asphalt und versenkte seinen Formel ADAC powered by Volkswagen unwiederbringlich in einer großen Pfütze.

Damit war der Weg frei für Verfolger Bachler, der auf nasser Strecke eine Sekunde pro Runde schneller war als seine Gegner. "Ein chaotisches Rennen", berichtete der Steirer. "Erst Sonne, dann ein Wolkenbruch. Auf trockener Strecke hätte ich wohl keine Chance gegen Daniel gehabt, aber nach der Regenpause konnte ich ihm gut folgen. Allerdings war die Sicht in seiner Gischt gleich null. Als er dann abflog, hatte ich ein freies Blickfeld und münzte diesen Vorteil in gute Rundenzeiten um. Ich freue mich, hier gewonnen zu haben, denn der EuroSpeedway ist eine meiner Lieblingsstrecken." In der Tabelle verbessert sich Bachler mit seinem dritten Saisonsieg vom dritten auf den ersten Rang. Er hat 121 Punkte, Daniel Abt kommt dank seiner beiden Pole-Positions in der Lausitz auf 118. Dritter ist vor dem Rennen am Sonntag Adrian Campfield (ma-con, 109 Punkte). Einen Tag vor seinem 20. Geburtstag hatte der Brite wenig Glück: Nach einem Dreher in der Anfangsphase und einer Rangelei mit seinem Teamkollegen Liam Kenney (17, USA) wurde er schließlich als Siebter abgewinkt.

Der spätere Zweite Burkhard Maring ging von Rang sechs ins Rennen. Bei der Unterbrechung war er Vierter. "In der ersten Runde nach dem Restart habe ich dann Kenney überholt. Als Abt ausfiel war ich plötzlich Zweiter. Mehr war nicht drin, da mein Auto übersteuerte. Ich bin aber mehr als zufrieden", freute sich der NASCAR-Fan. Kevin Friesacher genoss die Sektdusche ebenfalls. "Nach den Problemen mit der Schaltung im Qualifying und Startplatz sieben ist es schön, auf dem Podium zu stehen. Ich war sowohl im Trockenen als auch auf der nassen Strecke gut unterwegs", so der Österreicher, der mit dem vierten Podiumserfolg seinen vierten Tabellenplatz festigte. Gelungen ist auch das Comeback von Ferdinand Stuck (18, Österreich/Van Amersfoort Racing). Der Sohn von Hans-Joachim Stuck drehte sich bei seinem ersten Saisoneinsatz zwar einmal von der regennassen Strecke, belegte am Ende aber einen beachtlichen vierten Platz vor Patrick Schranner (18, Ingolstadt). Das ist Stucks bisher beste Platzierung in der Nachwuchsserie des ADAC.