Sebastien Buemi beendete das Sprintrennen in Eastern Creek als Vierter und erhöhte damit das Punktekonto der Schweiz auf 32. Im 50 Runden langen Featurerennen erkämpfte er dann als Siebter weitere vier Zähler. Damit liegt das A1 Team Schweiz nach dem Australien-Wochenende mit insgesamt 36 Punkten auf einem sehr guten fünften Gesamtrang.

Buemi meinte: "Der Start zum Sprintrennen war nicht einfach, Neuseeland und die Briten waren sehr stark. Ich habe kurz darüber nachgedacht, den Franzosen Loic Duval gleich zu überholen, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Ich bin zufrieden, dass ich Vierter geworden bin, obwohl ich ja aus der dritten Reihe gestartet bin. Ich konnte mein Tempo das ganze Rennen über halten, und auch nach dem Safety-Car gelang mir wieder ein wirklich guter Start erwischte und konnte meinen Platz in der zweiten Startreihe behaupten."

Das Hauptrennen beurteilte Buemi dann mit gemischten Gefühlen: "Ich hätte an diesem Wochenende gerne noch mehr Punkte geholt. Ich glaube, das Rennen wäre ganz anders gelaufen, wenn ich nicht den Start verpatzt und gleich ein paar Plätze verloren hätte. In der zweiten Haarnadelkurve konnte ich zwar wieder etwas Boden gutmachen und zwei Autos überholen. Aber dann wurde unsere Aufholjagd erstmal gestoppt, als wegen des Unfalls des Kanadiers James Hinchcliffe das Safety-Car herauskam. Nach dem Neustart fand ich dann zwar wieder meine Pace, aber dann hatten wir beim Boxenstopp noch ein paar Probleme mit einem der Schlagschrauber und haben wieder einige Positionen verloren. Dennoch bin ich zufrieden, nach drei Punkten in Zandvoort, einem in Brünn und neun in Neuseeland diesmal bei meinem ersten Rennen in Australien wieder sieben Zähler für das Team geholt zu haben."

Auch Teamchef Max Welti schloss sich dieser Einschätzung an: Sebastien Buemi hatte ein exzellentes Wochenende. Das fing schon im Sprintrennen an, wo er zeigte, dass das Auto so schnell ist wie das fast aller anderen Teams. Er fuhr ein fantastisches Rennen ohne Fehler und hat immer dann, wenn es notwendig war, sehr gut reagiert. Außerdem ist er sehr clever mit den Reifen umgegangen. Und obwohl Sebastien im Featurerennen seinen Start ein bisschen verschlafen hat, hat er während der ganzen 50 Runden ausgesprochen hart weitergekämpft, nie die Motivation verloren und gezeigt, dass er wirklich ein entschlossener Fighter ist. Sein harter Kampf wurde von den Problemen beim Boxenstopp zusätzlich behindert, als während des Reifenwechsels plötzlich ein Schlagschrauber blockierte. An diesem Wochenende hat das A1 Team Schweiz drei Plätze in der Gesamtwertung gutgemacht und liegt jetzt mit 36 Zählern auf Platz 5. Dass uns dabei auf die Briten nur noch ein einziger Punkt fehlt, ist ein gewaltiger Schub für die Motivation des gesamten Teams."

Neel Janis Heilungsprozess nach seiner Handverletzung verläuft zur Zufriedenheit seiner Ärzte. Er sollte beim nächsten Rennen in Durban am 25. Februar dem Team wieder zur Verfügung stehen.