Nico Hülkenberg hat es in Australien geschafft das Ergebnis des A1-Rennens von Neuseeland von vor zwei Wochen zu wiederholen. Er siegte im Sprint- und im Hauptrennen und fuhr zudem noch die schnellste Rennrunde. Das bedeutete nicht nur wieder die maximale Punkteausbeute, sondern auch das Anwachsen des Vorsprungs in der Meisterschaft von 19 auf 25 Punkte.
Im ersten Rennen des Tages, dem Sprint, spielte Deutschland allerdings fast keine Rolle, da sich die wirklich nennenswerten Dinge dahinter abspielten. Neuseeland und Großbritannien zankten sich gleich zu Beginn um die zweite Position im Feld, was zunächst dazu führte, dass sich die beiden Autos berührten und Robbie Kerr das britische Auto schließlich an Jonny Reid im neuseeländischen vorbei bugsierte.

Doch damit war noch lange nichts entschieden. Denn nach einem Dreher des libanesischen Boliden kam das Safety Car auf die Strecke und das ganze Feld rückte wieder eng zusammen. Nach dem rollenden Restart holte sich Neuseeland dann den zweiten Platz zurück. Doch für die Briten kam es noch ein bisschen schlimmer. Zunächst überholten auch noch die Franzosen und schließlich musste Kerr in der 13. Runde mit einem beschädigten rechten Vorderreifen an die Boxen und dort stehend miterleben, wie Hülkenberg eine Runde später den Sieg für Deutschland vor Neuseeland und Frankreich holte.
Im Hauptrennen gab es für das deutsche Team dann etwas mehr zu tun als nur vorne weg zu fahren. Denn gleich nach dem Start, den Hülkenberg wieder aus der Pole Position erlebte, setzte sich Neuseeland an die Spitze und das deutsche Auto fiel auf Rang zwei zurück. Doch wieder einmal kam eine Safety Car Phase dazwischen, die diesmal fünf Runden dauerte. Danach verlief es fast wie in Formel-1-Manier. Während der Pflichtboxenstopps arbeitete die deutsche Crew einfach schneller als die neuseeländische und damit wurde Hülkenberg an Jonny Reid vorbeigeschleust.

Ab der neuerlichen Führung hieß es dann aber wieder freie Fahrt für das schwarz-rot-goldene Auto. Hülkenberg fuhr bis zum Rennende noch 7,6 Sekunden Vorsprung auf Reid heraus und Ho-Pin Tung, der den chinesischen Wagen auf Rang drei und damit zum ersten Podestplatz fuhr, hatte bereits 26 Sekunden Rückstand. Dahinter kamen die Niederlande, Tschechien, Malaysia, die Schweiz und die USA auf die Ränge vier bis acht. In der Meisterschaft führt damit Deutschland mit den bereits erwähnten 25 Punkten auf Neuseeland. Frankreich ist weitere fünf Zähler dahinter Dritter. Die Briten auf Rang vier haben bereits einen großen Rückstand zur Spitze. Mit insgesamt 37 Punkten fehlen ihnen 45 Zähler auf die erste Position. Die nächste Möglichkeit diese Punkteverhältnisse zu ändern, bietet sich den Teams in drei Wochen, wenn es in Südafrika zum nächsten A1-Lauf geht.
Ergebnis Hauptrennen
1. Deutschland Nico Hülkenberg 1:08:35.139
2. Neuseeland Jonny Reid + 7.613
3. China Ho-Pin Tung + 26.076
4. Niederlande Jeroen Bleekemolen + 33.702
5. Tschechien Tomas Enge + 38.277
6. Malaysia Alex Yoong + 42.051
7. Schweiz Sebastien Buemi + 43.651
8. USA Philip Giebler + 44.192
9. Frankreich Loic Duval + 46.237
10. Großbritannien Robbie Kerr + 50.101
11. Brasilien Tuka Rocha + 50.939
12. Italien Enrico Toccacelo + 54.269
13. Indonesien Ananda Mikola + 55.695
14. Australien Karl Reindler + 1:05.193
15. Mexiko Salvador Duran + 1 Runde
16. Indien Parthiva Sureshwaren + 1 Runde
17. Libanon Alex Khateeb + 5 Runden
18. Irland Richard Lyons + 24 Runden
19. Pakistan Nur Ali + 40 Runden
20. Südafrika Alan van der Merwe + 42 Runden
21. Kanada James Hinchcliffe + 46 Runden
22. Singapur Christian Murchison + 46 Runden
Ergebnis Sprintrennen
1. Deutschland Nico Hülkenberg 20:13.223
2. Neuseeland Jonny Reid + 2.154
3. Frankreich Loic Duval + 7.831
4. Schweiz Sebastien Buemi + 10.885
5. Niederlande Jeroen Bleekemolen + 12.137
6. China Ho-Pin Tung + 13.092
7. Malaysia Alex Yoong + 13.548
8. USA Philip Giebler + 14.254
9. Tschechien Tomas Enge + 14.929
10. Irland Richard Lyons + 15.874
11. Mexiko Salvador Duran + 16.336
12. Singapur Christian Murchison + 16.764
13. Kanada James Hinchcliffe + 17.611
14. Australien Karl Reindler + 17.696
15. Italien Enrico Toccacelo + 19.424
16. Südafrika Alan van der Merwe + 19.814
17. Indonesien Ananda Mikola + 20.551
18. Indien Parthiva Sureshwaren + 29.228
19. Großbritannien Robbie Kerr + 1 Runde
20. Pakistan Nur Ali + 2 Runden
21. Brasilien Tuka Rocha + 3 Runden
22. Libanon Alex Khateeb + 9 Runden

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