Nach dem vollen Erfolg beim A1GP-Wochenende in Neuseeland vor zwei Wochen, mit Pole Position und Siegen in beiden Rennen, hat Nico Hülkenberg für das Team Deutschland in Australien den ersten Schritt gesetzt, das zu wiederholen. Nach den vier Qualifying-Abschnitten addierten sich seine zwei besten Session-Runden zu einer Gesamtzeit von 2:36.225 womit er mit seiner Bestzeit rund zwei Zehntel vor Jonny Reid und dem Team Neuseeland lag. Im letzten Abschnitt des Qualifikationstrainings gelang es Hülkenberg sogar, einen neuen Streckenrekord aufzustellen.

"Es gibt nicht viel Grip auf der Strecke, also ist es ein Kompromiss zwischen forcieren und Sicherheit", sagte Hülkenberg, "aber ich denke, ich habe eine gute Runde gefahren und hatte, klarerweise, ein gutes Auto vom Team." Für ihn war vor allem der vierte Abschnitt des Qualifying am wichtigsten, meinte er weiter, denn seiner Meinung nach wurde dort die Pole Position entschieden. "Ich schaffte aber eine gute Runde. Wir sahen eine Wolke die zur vierten Session herantrieb und deswegen entschieden wir, die Box etwas früher zu verlassen und es war die perfekte Runde", erzählte der Deutsche.

Die Neuseeländer sind wieder die schärfsten Konkurrenten des deutschen Teams, Foto: A1GP
Die Neuseeländer sind wieder die schärfsten Konkurrenten des deutschen Teams, Foto: A1GP

Wo es in der A1 einen Pole Position Halter gibt, gibt es aber auch 21 Fahrer und Teams, die das nicht erreicht haben. Jonny Reid war der schnellste davon und aufgrund seiner Trainingsbestzeit vom Freitag nicht wirklich glücklich. "Es ist großartig, als Team in der ersten Reihe zu sein, aber ich bin etwas enttäuscht, dass ich nicht den Spitzenplatz erreicht habe. Als Rennfahrer ist man ehrgeizig und das will man erreichen. Nico fuhr aber gut und ich machte einen kleinen Fehler und so ist das nun einmal", sagte der Neuseeländer.

Hinter den beiden Top Teams konnten noch Großbritannien und Frankreich bei den Zeiten mithalten. Die Briten, mit Robbie Kerr im Auto, lagen rund vier Zehntel zurück und Loic Duval verlor im französichen Boliden rund fünf Zehntelsekunden. Die fünftplatzierten Schweizer hatten bereits über eine Sekunde Rückstand. Nur knapp dahinter ist China, das sich nach den Plätzen 17 und 18 im Training stark verbessern konnte. Ho-Pin Tung erfuhr damit das zweitbeste Qualifying-Ergebnis nach dem fünften Platz von Congfu Cheng in Sepang. Dahinter ging Rang sieben an die USA, deren Auto sich im ersten Qualifying-Abschnitt drehte. Die Top Ten komplettieren die Niederlande, Irland und Malaysia.

Das Qualifying-Ergebnis für den A1-Lauf in Australien

1 Germany Nico Hulkenberg 2.36.225 -
2 New Zealand Jonny Reid 2.36.441 +0.216
3 Great Britain Robbie Kerr 2.36.596 +0.371
4 France Loic Duval 2.36.711 +0.486
5 Switzerland Sebastien Buemi 2.37.266 +1.041
6 China Ho-Pin Tung 2.37.280 +1.055
7 USA Phil Giebler 2.37.377 +1.152
8 Netherlands Jeroen Bleekemolen 2.37.455 +1.230
9 Ireland Richard Lyons 2.37.549 +1.324
10 Malaysia Alex Yoong 2.37.727 +1.502
11 Canada James Hinchcliffe 2.37.739 +1.514
12 Czech Republic Tomas Enge 2.37.909 +1.684
13 Italy Enrico Toccacelo 2.37.964 +1.739
14 Mexico Salvador Duran 2.38.059 +1.834
15 Indonesia Ananda Mikola 2.38.267 +2.042
16 Singapore Christian Murchison 2.38.618 +2.393
17 South Africa Alan van der Merwe 2.39.177 +2.952
18 Australia Karl Reindler 2.39.384 +3.159
19 Lebanon Alex Khateeb 2.40.276 +4.051
20 Brazil Tuka Rocha 2.40.428 +4.203
21 India Parthiva Sureshwaren 2.43.436 +7.211
22 Pakistan Nur Ali 2.44.345 +8.120