Das A1 Team Germany von Willi Weber erlebte in Australien einen guten Auftakt zum siebten Lauf des A1 GP World Cup of Motorsport auf der Strecke von Eastern Creek. Die Freien Trainingssitzungen am Freitag schloss das Team zweimal unter den besten drei der 22 teilnehmenden Nationen ab. Sowohl Christian Vietoris aus Gönnersdorf, der die "Rookie-Session" bestritt, als auch Nico Hülkenberg aus Emmerich gewöhnten sich rasch an die 3,93 Kilometer lange australische Strecke 60 Kilometer westlich von Sydney.
Christian Vietoris, der nach seinem Debüt von zwei Wochen in Neuseeland nun zum zweiten Mal an der "Rookie-Session" für das A1 Team Germany teilnahm, belegte Platz sieben im ersten Teil der Session. Er umrundete die Strecke im Regen in 1.45,393 Minuten. In der zweiten Session verbesserte er sich im Verlauf von zwölf Runden auf den zweiten Platz. Seine Zeit von 1.36,910 Minuten markierte zeitweilig den Bestwert, doch Jonathan Summerton aus dem A1 Team USA übertraf die Zeit des Deutschen am Ende noch. Trotzdem war der 17 Jahre alte Nachwuchspilot zufrieden: "Ich musste mich zum ersten Mal im Regen an das Auto gewöhnen. Es war ein großer Schritt, mit dem 520 PS starken A1 GP-Rennwagen auf nasser Strecke zu fahren. Wir verbesserten die Abstimmung in beiden Sessionen immer wieder. Auf der Strecke gab es im Grunde zwei verschiedene Ideallinien im Regen. Der Kurs von Eastern Creek ist sehr anspruchsvoll mit vielen schnellen Kurven und einem flüssigen Rhythmus. Es hat erneut viel Spaß gemacht, mit dem A1 Team Germany und dem Team von David Sears zu arbeiten, das das Auto einsetzt."
Nachmittags übernahm Nico Hülkenberg das Auto und nutzte über 21 Runden einen Satz Slick-Reifen. Seine persönliche Bestzeit von 1.19,518 Minuten aus Runde vier entsprach Platz drei im zweiten Training. "Viele andere Fahrer kannten die Strecke aus der ‘Rookie-Session´ oder aus dem Vorjahr", sagte der 19-Jährige. "Ich aber musste mich zunächst an den Kurs gewöhnen, doch die Reifen geben ihre Spitzenleistung nur in den ersten Runden ab. Ich erreichte meine persönliche Bestzeit erst in Runde vier, als ich den Kurs etwas besser kannte. Die erste Kurve ist durch die Bodenwellen ganz schön schwierig. Im Lauf des Trainings haben die Reifen deutlich abgebaut. Vor uns liegt noch etwas Arbeit, aber ich bin ganz zuversichtlich."
Im Qualifying am Samstag kämpfen die Teams in vier Segmenten à 15 Minuten um die beste Startposition für das Rennen am Sonntag.

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