Große Erwartungen haben die Organisatoren für das siebente A1GP-Rennen im Saisonkalender. Schließlich zog das Rennen auf dem Eastern Creek International Raceway am Fuße der malerischen Blue Mountains bei Sydney schon letztes Jahr über 50.000 Motorsportfans in seinen Bann. Und so hofft man insgeheim, dass die stimmungsvolle Kulisse, dazu beitragen kann, dass das australische Team um Karl Reindler wieder auf die Ideallinie zurückfindet. Von der waren die Aussies nach einem guten Saisonstart in den letzten Rennen ein wenig abgekommen.

Niko Hülkenberg will auch in Sydney wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen, Foto: A1 GP
Niko Hülkenberg will auch in Sydney wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen, Foto: A1 GP

Ganz im Gegensatz zum Team Deutschland. Beim letzten Rennen auf dem Kurs von Taupo in Neuseeland war Nico Hülkenberg mit der Pole Position, dem Sieg im Sprint-Rennen, dem Gewinn des Hauptrennens und der schnellsten Rennrunde des Wochenendes unschlagbar. So konnte die Mannschaft von Willy Weber seine Führung auf ein komfortables Polster von 21 Punkten gegenüber den zweitplatzierten Franzosen ausbauen. Dass das Rennen in Sydney dennoch kein Selbstläufer wird, weiß Hülkenberg jedoch selbst am besten. "Natürlich will ich auch in Australien von Anfang an bei der Musik sein, aber wir wissen, wir schwer das ist, da alle mit gleichem Material antreten. Die Harmonie im Team ist eine sehr gute Voraussetzung dafür, doch unsere Verfolger werden uns jagen."

Der Jäger wird auch in Australien wieder Frankreich sein. Zumindest wenn man auf das Ergebnis des Vorjahres schaut, als Nicolas Lapierre hier auf beeindruckende Art und Weise das Rennen für sich entschied. Der ist zwar mittlerweile in die GP2 abgewandert. Doch auch sein Nachfolger Loic Duval hat nicht zuletzt durch seine zwei zweiten Plätze in Taupo seine Stärke unter Beweis gestellt.

Und doch scheint eine wirklich seriöse Prognose über den Ausgang des Rennens in diesem Jahr schwierig, wenn man bedenkt, dass schon sieben verschiedene Teams in dieser Saison in der Lage waren, ganz nach oben aufs Siegerpodest zu klettern. Hinzu kommt, dass der Kurs bei Sydney als eher schwierig gilt. Manche Abschnitte sind sehr hügelig, die Federung wird also sehr wichtig sein. Außerdem ändern sich die aerodynamischen Verhältnisse ständig. Die richtige Abstimmung wird also der Schlüssel zum Erfolg sein, gerade da alle selbstverständlichauch hier mit dem gleichen Material unterwegs sein werden.