Nachwuchspilot Christian Vietoris feierte im schwarz-rot-gelben Rennwagen des A1 Team Germany am anderen Ende der Welt seine Premiere in der A1 Grand Prix-Serie: Der 17-jährige Nachwuchspilot aus Gönnersdorf in der Eifel fuhr beim sechsten Lauf der Nationen-Rennserie in Neuseeland zum ersten Mal den 520 PS starken Formel-Rennwagen in der "Rookie-Session".

"Ich bin begeistert", freute sich der Vorjahres-Meister der Formel BMW Deutschland nach seinen Runden auf dem Kurs von Taupo. "Der Umstieg von 140 auf 520 PS ist gewaltig. Auch körperlich ist der A1 Grand Prix-Rennwagen eine Herausforderung, denn viele Muskelpartien sind deutlich stärker belastet. Vor allem die Lenkung verlangt viel höhere Kräfte als in einem kleineren Formel-Rennwagen. Klasse ist die Schaltung mit den Wippen am Lenkrad."

Christian Vietoris leistete in der "Rookie-Session" für das Einsatzteam von David Sears Motorsport wertvolle Arbeit. So galt es, für den 3,5 Kilometer langen Kurs auf der Nordinsel Neuseelands die ideale Übersetzung für den A1 Grand Prix-Rennwagen zu finden, der für alle Teams der Serie identisch ist. Gleichzeitig gelang dem Neueinsteiger mit seiner schnellsten Runde in 1.16,712 Minuten auf Anhieb die sechstbeste Zeit im Feld der 19 Nationen.

"Christian hat gute Arbeit geleistet", bestätigte Nico Hülkenberg, der alle bisherigen Rennen in der Saison 2006/2007 für das Team von Willi Weber bestritten hat und deshalb an der "Rookie-Session" nicht mehr teilnahmeberechtigt ist. Hülkenberg, der in Emmerich im Rheinland zuhause ist, übernahm im zweiten Training das Cockpit. "Nach einem Formel-3-Test musste ich mich erst wieder an das A1 Grand Prix-Fahrzeug gewöhnen", erklärte der 19 Jahre alte Nachwuchsmann. "Beim Formel-3-Test hat man mir empfohlen, mit dem linken Fuß zu bremsen. Diese Technik wollte ich jetzt auch in der A1 GP-Serie anwenden, aber es funktionierte nicht perfekt. Also habe ich wieder auf den rechten Fuß umgestellt. So stellte sich schnell wieder das alte Fahrgefühl im A1 GP-Rennwagen ein."

Mit einer Zeit von 1.15,407 Minuten erreichte Hülkenberg im Training die fünftbeste Zeit mit nur 0,159 Sekunden Rückstand. Am Samstag wird im bekannten vierteiligen Qualifying-Modus die Startaufstellung für das erste von zwei Rennen am Sonntag ermittelt.