Nach den Mühen des Peking-Wochenendes konnten die A1GP-Teams in Sepang wieder ein reguläres Qualifying veranstalten. Das bedeutete, vier einzelne Sessions, in denen jede Mannschaft startberechtigt war und am Ende kamen die besten Zeiten aus den jeweils zwei besten Sitzungen in die Wertung.

Die Schweiz, mit Fahrer Neel Jani, hatte ihre jeweils schnellsten Bestzeiten in den Sessions eins und zwei und holte sich mit einer Gesamtzeit von 3:43.014 schließlich die Pole Position für das Sprintrennen. Der zweite Startplatz ging an Jonny Reid und Neuseeland, die sich in der Summe ihrer zwei besten Session-Zeiten um rund drei Zehntel geschlagen geben mussten. Nico Hülkenberg pilotierte das deutsche Auto auf Startplatz drei und lag auch nur etwas mehr als drei Zehntel hinter der schweizerischen Gesamtzeit. Die deutsche Mannschaft muss aber um die gute Ausgangsposition für Sonntag bangen. Denn nach einem Zusammenstoß mit Michael Devaney im irischen Auto in Kurve zwei, gab es eine Untersuchung der Stewards.

Nach den Top Drei klaffte dann schon eine etwas größere zeitliche Lücke. Die viertplatzierten Briten, deren Auto Robbie Kerr fuhr, lagen schon rund eine Sekunde hinter der Pole-Zeit und Chinas Congfu Cheng hatte als Fünfter bereits 1,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Die letzten innerhalb der Zwei-Sekunden-Marke waren die Niederländer, für die der ehemalige DTM-Pilot Jeroen Bleekemolen unterwegs war. Alex Yoong und damit Malaysia, das in Brünn einen Doppelsieg holte, lag knapp über zwei Sekunden zurück und wurde Siebter.

Wie bereits am Freitag konnte das in der Meisterschaft führende Mexiko nicht überzeugen. Salvador Duran verlor diesmal zwar in zwei Sessions drei Sekunden und nicht nur in einer, aber dennoch reichte es am Ende nur für den zwölften Rang. Titelverteidiger Frankreich ging es ein bisschen besser. Nicolas Papierre kutschierte das Auto der Grande Nation auf Rang zehn und verlor insgesamt rund 2,4 Sekunden auf die Spitze.

Neben den Deutschen hatten auch noch ein paar andere Teams sichtbare Schwierigkeiten während der vier Qualifying-Einheiten. Adrian Zaugg im Auto von Südafrika muss sich auch einer Untersuchung stellen, da er Phil Giebler im Auto USA aufgehalten haben soll. Ryan Briscoe hatte in der dritten Session einen Hochgeschwindigkeits-Abflug, weswegen das australische Team angestrengt arbeiten musste, um das Auto rechtzeitig für den vierten Abschnitt wieder hinzubekommen. Das wurde zwar geschafft, zu mehr als dem 17. Platz reichte es aber nicht mehr.

Das vorläufige Ergebnis des Qualifyings in Sepang

1. Schweiz Neel Jani 3:43.014
2. Neuseeland Jonny Reid 3:43.305 + 0.291
3. Deutschland Nico Hulkenberg 3:43.381 + 0.367
4. Großbritannien Robbie Kerr 3:43.941 + 0.927
5. China Congfu Cheng 3:44.884 + 1.870
6. Niederlande J. Bleekemolen 3:44.932 + 1.918
7. Malaysia Alex Yoong 3:45.068 + 2.054
8. Südafrika Adrian Zaugg 3:45.238 + 2.224
9. Kanada Sean McIntosh 3:45.352 + 2.338
10. Frankreich Nicolas Lapierre 3:45.410 + 2.396
11. USA Philip Giebler 3:45.843 + 2.829
12. Mexiko Salvador Duran 3:46.155 + 3.141
13. Irland Michael Devaney 3:46.220 + 3.206
14. Tschechien Tomas Enge 3:46.407 + 3.393
15. Brasilien Raphael Matos 3:46.745 + 3.731
16. Singapur C. Murchison 3:47.194 + 4.180
17. Australien Ryan Briscoe 3:47.711 + 4.697
18. Indonesien Ananda Mikola 3:48.249 + 5.235
19. Indien Armaan Ebrahim 3:48.388 + 5.374
20. Italien Enrico Toccacelo 3:49.175 + 6.161
21. Libanon Khalil Beschir 3:50.137 + 7.123
22. Pakistan Nur Ali 3:59.081 +16.067