Die A1GP geht gerne neue Wege. Die ganze Rennserie war ein neues Konzept und bei der dritten Runde der diesjährigen Saison wird es eine weitere Premiere geben. Denn als erste Motorsport-Serie wird sie in Peking ein Rennen fahren. Es wird ein 3,1 Kilometer langer Stadtkurs sein, auf dem die 23 Länderteams gegeneinander antreten. Die Strecke liegt gerade einmal 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt in einem Industriegebiet.

Die Charakteristik des Kurses ist schnell beschrieben. Es gibt einige lange Geraden und eine Haarnadel, die nur für ein Auto Platz bietet. Das vermischt mit einem neuen Streckenbelag und den, für eine Großstadt üblichen, staubigen Bedingungen, dürfte zu einem Rennen führen, dass den wahren A1GP-Stil widerspiegeln sollte: chaotisch, spektakulär und unterhaltsam.

In der Punktewertung hält im Moment das deutsche Team mit 20 Zählern die Spitze. Nico Hülkenberg gewann das erste Hauptrennen des Jahres in Zandvoort und fuhr zwei Mal auf Rang vier. Nur im Sprintrennen von Brünn hatte Hülkenberg Pech und schied aus. Für den Deutschen wird Peking aber eine spezielle Herausforderung, da er dort erst sein zweites Rennen auf einem Stadtkurs bestreiten wird. Deutschland dicht auf den Fersen ist das Team Mexiko, das nur einen Punkt Rückstand hat. Rang drei hat im Moment Malaysia mit 17 Zählern inne. Hauptanteil daran hat Alex Yoong, der in Brünn das Sprint- und das Hauptrennen gewann und auch die schnellste Rennrunde fuhr.

Abgesehen von diesen drei Teams gibt es aber noch zahlreiche andere, die vorne mitmischen können. Da wäre Titelverteidiger Frankreich oder Kanada, auch die USA sind nicht zu unterschätzen und China wird besonders motiviert sein. Neben diesen vielen Variablen wird auch das Wetter eine wichtige Rolle spielen. Denn in China ist ebenso wie in unseren Breiten der Winter mit riesigen Schritten im Anmarsch. Das bedeutet allerdings nur, dass es von Regen über Schneeregen und Frost bis zu Sonnenschein und angenehmen Temperaturen alles geben kann. Es ist beinahe so unberechenbar wie ein A1GP-Rennen.