Als Tabellenführer reist das A1 Team Germany zum dritten Lauf der A1 Grand Prix-Serie, der in Peking - der Hauptstadt der Volksrepublik China - vom 10. bis zum 12. November ausgetragen wird. Wiederum vertraut das Team von Willi Weber auf Nico Hülkenberg. Der Einsatzfahrer aus Emmerich hatte bereits die beiden ersten Läufe der Serie bestritten. Seit dem Auftakt der neuen Saison im September ist das Team Tabellenführer.
Nach einem Sieg im niederländischen Zandvoort und Platz vier nach einer sehenswerten Aufholjagd im tschechischen Brünn bedeutet der Kurs in Asien Neuland. Auf dem Ausstellungsgelände des Jingkai Convention and Exhibition Centre im Nordosten der Hauptstadt ist ein temporärer, 3,08 Kilometer langer Kurs entstanden, der von Betonwänden eingegrenzt ist. "Bislang war der Norisring in Deutschland der einzige Stadtrennkurs, auf dem ich gefahren bin", erklärt Nico Hülkenberg. "Ich weiß aber, dass ich mich schnell auf neue Strecken einstellen kann. Und Peking bedeutet für alle A1-Grand-Prix-Fahrer Neuland. Nur die Tatsache, dass ich jetzt mehrere Rennen bestritten habe und deshalb freitags nicht mehr an der Rookie-Session für Neueinsteiger teilnehmen darf, kostet uns ein wenig Erfahrung."
Nach zwei Rennwochenenden verfügt der 19 Jahre alte Rheinländer über einen wachsenden Erfahrungsschatz im "A1 GP Weltcup des Motorsports", in dem 23 Nationen mit identischen, 520 PS starken Formel-Fahrzeugen antreten. "Im Qualifying genügt es nicht, eine schnelle Runde zu fahren, sondern man muss das Maximum bei allen vier Einzelrunden geben, aus denen dann die besten zwei gewertet werden", analysiert er. "Das Hauptrennen ist mit 70 Minuten Fahrzeit sehr lang. Der Boxenstopp, aber auch die Einteilung der nur achtmal zur Verfügung stehenden PowerBoost-Funktion zur kurzzeitigen Steigerung der Motorleistung um 30 PS sind wichtige taktische Elemente. Sie machen diese Serie so spannend."
Seinem A1 Team Germany gibt Willi Weber eine ehrgeizige Vorgabe mit auf die lange Reise: "Wir kommen als Tabellenführer mit nur einem Punkt Vorsprung nach China. Ich wünsche mir, dass wir auch wieder als Tabellenführer abreisen. Nico und das Einsatzteam DS Motorsport haben gezeigt, dass sie sich dauerhaft an der Spitze etablieren können."

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