Nach dem die ersten drei Punkte beim Auftaktrennen der A1 Grand Prix Serie 2006/2007 im niederländischen Zandvoort unter Dach und Fach gebracht wurden, freut sich das A1 Team Schweiz jetzt auf die nächste Herausforderung: Vom 6. Bis 8. Oktober findet in Brünn in Tschechien die zweite Runde des diesjährigen "Weltcup des Motorsports" statt. Der erst 17-jährige Schweizer Newcomer Sebastien Buemi will dabei auf seine ersten sehr viel versprechenden Erfahrungen aus dem ersten Rennen aufbauen.

Die Strecke liegt etwa 16 Kilometer vom Stadtzentrum von Brünn entfernt, 215 Kilometer von der Hauptstadt Prag. Auf dem ursprünglichen Kurs fanden bereits in den 30er-Jahren die ersten offiziellen Rennen statt, ehe nach dem zweiten Weltkrieg einige Umbauarbeiten vorgenommen wurden. So wurde die Strecke deutlich verkürzt und auch die Fahrtrichtung geändert. Motorradrennen, Formel-Junior- und Formel-3-Rennen und vor allem auch Formel-2-Rennen unter anderem mit Jochen Rindt und Niki Lauda wurden in dieser Zeit dort ausgetragen. Das letzte Rennen auf dem alten Kurs fand 1986 statt, ehe dann 1987 die 5,41 Kilometer lange aktuelle Strecke fertig gestellt wurde. Mit ihrer Mischung aus welligen Passagen, schnellen Kurven und langen Geraden gilt sie bei den Fahrern als technisch anspruchsvoll. Außerdem gibt es durch zahlreiche engere Kurven einige Überholmöglichkeiten, die häufig wechselnden Wetterbedingungen sorgen oft für zusätzliche Spannung.

Sebastien Buemi ist zuversichtlich: "Ich bin in Brünn schon 2004 und 2005 in der Formel BMW gefahren und bin jedes Mal aufs Podest gekommen. Die Strecke ist von der Charakteristik her eher für Motorräder als für Autos geeignet. Es wird ganz entscheidend sein, die richtige Abstimmung zu finden, vor allem, weil der Asphalt ziemlich rau ist und damit die Reifen ziemlich beansprucht."

Max Welti, Teamchef des A1 Team Schweiz, freut sich schon sehr auf das Rennen, "vor allem, weil ich sehr gute Erinnerungen an die Strecke von Brünn habe. Andererseits ist es von der Logisitk her natürlich schon schwierig, die beiden ersten Saisonrennen innerhalb von einen Woche zu haben. Vor allem natürlich, wenn man wie wir ein komplett neues Team hat. Aber wir alle werden zusammen mit unserem Fahrer sehr hart daran arbeiten, dahin zu kommen, wo wir hinwollen. In Zandvoort haben wir schon gesehen, dass wir nicht allzu weit von unseren Zielen weg sind. Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass wir mit Sebastien Buemi weiter arbeiten können, der sich beim ersten Rennen als sehr talentierter Fahrer erwiesen hat."

Das A1 Team Schweiz, das die erste Saison als Vize-Meister beendete, ist in diesem Jahr eines von 23 teilnehmenden Teams an der A1 Grand Prix Serie. Nach dem ersten Rennen, dem "A1 Grand Prix der Niederlande", liegt das A1 Team Schweiz mit drei Punkten auf Position zehn in der Meisterschaft. Sebastien Buemi wird auch in Brünn wieder zum Einsatz kommen.