Nach einer Entscheidung der Sportkommissare musste der Schweizer A1-GP-Neuling Sebastien Buemi im Sprint vom elften anstatt vom fünften Startplatz ins Rennen gehen. Nach einem guten fliegenden Start konnte er sich auf den zehnten Rang verbessern, den er bis ins Ziel des kurzen Zwölf-Runden-Rennens behielt.

Das Hauptrennen, das so genannte Feature Race, wurde dann zu einer schwierigen, aber am Ende doch recht erfolgreichen Angelegenheit für Buemi. Dem jungen Schweizer starb am Start in die Einführungsrunde der Motor ab, daraufhin traf ihn auch noch der Fahrer Malaysias bei dem Versuch, auszuweichen. Das Ergebnis war eine leicht verbogene Aufhängung, die das Schweizer Auto während des ganzen Rennens ziemlich schwer zu fahren machte.

Immerhin schaffte es Buemi, rechtzeitig bis zum Start wieder auf seine Position zu kommen - was ihm allerdings nicht viel nützte. Denn für dieses Manöver erhielt er eine Boxendurchfahrtsstrafe - nach dem Reglement hätte er sich am Start hinten anstellen müssen. Dadurch verlor er natürlich zahlreiche Positionen, doch das A1 Team Schweiz konnte dann von einem plötzlich einsetzenden kurzen Regenschauer profitieren. Sehr gut getimte Boxenstopps sorgten dafür, dass Buemi, als es wieder aufhörte zu regnen und die Strecke abtrocknete, bis auf den dritten Platz nach vorne kam. Kurz vor Schluss machte er dann jedoch einen kleinen Fehler, der ihn teuer zu stehen kam. Er rutschte kurz ins Kiesbett - kam aber immerhin auf die Strecke zurück und wurde so noch Achter.

"Ich hatte einen ganz guten Start ins Sprintrennen", meinte Sebastien Buemi, "habe auch einen Platz gutmachen können, aber dann bin ich an den beiden nächsten vor mir nicht mehr vorbei gekommen. Denn die einzige Stelle auf dieser Strecke, an der man einigermaßen überholen kann, war noch etwas nass und da wäre das Risiko zu groß gewesen. Aber über das Ergebnis im Hauptrennen bin ich schon ziemlich enttäuscht. Ich habe in der Einführungsrunde den Motor abgewürgt, bin dann neu gestartet und zurück auf meine Position gefahren. Aber dafür habe ich dann eine Boxendurchfahrtsstrafe bekommen. Ich habe sehr hart gekämpft, um wieder nach vorne zu kommen und konnte dabei auch vom Regen profitieren. Es ist wirklich ärgerlich, dass ich kurz vor Schluss noch diesen Fehler gemacht habe - sonst hätte ich aufs Podium kommen können. Aber ich habe an diesem Wochenende sehr viel gelernt und ich freue mich schon auf Brünn in einer Woche!"

Max Welti, Teamchef des A1 Team Schweiz, war beeindruckt: "Was für ein Rennen! Das war sicher eines der aufregendsten Rennen, das ich in mehr als 30 Jahren im Motorsport erlebt habe. Ich bin glücklich, dass wir noch in den Punkten gelandet sind. Natürlich ist es sehr schade, dass es am Ende doch kein Podiumsplatz geworden ist. Der wäre es nämlich gewesen, wenn Sebastien nicht kurz vor Schluss ein bisschen Pech gehabt hätte. Aber insgesamt war er das ganze Wochenende über erstaunlich stark und überzeugend. Wir werden weiter hart arbeiten, um dorthin zu kommen, wo wir hinwollen."