Bei seinem Debüt im A1 Team Germany von Willi Weber gelang Nicolas Hülkenberg in Zandvoort ein guter Einstand. Der 19 Jahre alte Junior fuhr beim Auftakt zur zweiten Saison der A1 Grand Prix-Serie am ersten Trainingstag unter die ersten Vier.

Nachdem alle Neueinsteiger der Serie am Mittag ein so genanntes "Rookie-Training" absolviert hatten, das das A1 Team Germany auf Platz acht (1.32,621 Min.) beendete, traten beim Freien Training am Nachmittag erstmals auch die etablierten Piloten an. "Nachdem wir das Rookie-Training auf neuen Reifen begonnen hatten und es nur für Platz acht gereicht hatte, war ich schon ein bisschen enttäuscht", erklärte Hülkenberg. "Wir haben anschließend das Auto komplett umgebaut." Das Einsatzteam von David Sears optimierte die Einstellungen von Federn, Dämpfern, Stabilisatoren sowie die Standhöhe des 520 PS starken Monoposto-Rennwagens.

Mit dem verbesserten Auto gelang dem Rheinländer aus Emmerich mit einer Runde von 1.29,873 Minuten die viertbeste Zeit im Feld der 20 Nationen. Erneut starteten alle Fahrer auf neuen Reifen, da die im Rookie-Training verwendeten Pneus nur für diese Session zur Verfügung standen und die Teams anschließend ihr reguläres Kontingent von fünf Sätzen Slicks zu nutzen begannen. "Die Arbeit mit meinem Ingenieur und mit dem Team war auf Anhieb sehr gut. Die Zeiten beweisen, dass wir in die richtige Richtung arbeiten", freute sich der Einsatzpilot des A1 Team Germany.

Der 4,627 Kilometer lange Dünenkurs an der Nordsee gilt mit seinen überwiegend schnellen Kurven als große Herausforderung. "In der Scheivlak-Kurve und den nachfolgenden Biegungen sind die Lenkkräfte gewaltig. Die Fitness jedes Einzelnen wird am Sonntag im 70-minütigen Rennen durchaus ein Faktor sein", bekannte Hülkenberg. Bis zum dritten Freien Training am Samstag will das Team den A1 Grand-Prix-Rennwagen nach der Datenanalyse weiter verbessern.

Ab 14:15 Uhr folgt das in vier Segmente mit je einer Einzelzeitrunde unterteilte Qualifying, das von Premiere live übertragen wird. Die Summe der beiden besten Rundenzeiten entscheidet über den Startplatz zum ersten von zwei Rennen am Sonntag um 11:00 Uhr.