Wie sieht ihre Zwischenbilanz nach einem Jahr A1GP-Serie aus?
Max Welti: Was man auf jeden Fall sehen muss, ist, dass die A1 Grand Prix Serie jetzt ja überhaupt erst in ihre zweite Saison geht. Man braucht eine Menge Energie, um eine neue Motorsport-Serie auf die Beine zu stellen, außerdem eine sehr gute finanzielle Basis. Die letzte Saison war insgesamt sehr positiv und hat dem A1 Team Schweiz außerordentliche Erfolge gebracht. Schließlich haben wir das erste Jahr der A1 Grand Prix Serie als Vizemeister beendet. Nach 11 Veranstaltungen und 22 Rennen rund um die Welt lagen wir in der Gesamtwertung mit 121 Punkten nur hinter dem Meister Frankreich, auf die drittplatzierten Briten hatten wir 24 Punkte Vorsprung.
Was ist in diesem Jahr ihr Ziel?
Max Welti: Das A1 Team Schweiz will auf jeden Fall wieder an der Spitze mitfahren und ein noch besseres Ergebnis erzielen als im letzten Jahr. Es ist aber auch klar, dass in dieser Saison die Herausforderung noch größer sein wird. Der Kampf wird mit Sicherheit noch härter, weil auch all die anderen Teams sich weiter entwickelt haben.
Nach welchem System haben Sie die Fahrer für diese Saison ausgewählt?
Max Welti: Neel Jani, der in der Formel 1 als Testfahrer für die Scuderia Toro Rosso unterwegs ist, hat ja schon letztes Jahr an neun von elf Rennwochenenden hinter dem Lenkrad unseres 520-PS-A1GP-Renners gesessen. In einem kleinen Land wie der Schweiz ist es schwierig, für so starke Autos geeignete Fahrer zu finden. Aber dieses Jahr sollten wir eine exzellente Auswahl haben.
Was mögen Sie besonders an der A1 GP Serie?
Max Welti: Letztes Jahr hat das A1 Team Schweiz beinahe das Ziel eines jeden Rennteams erreicht: zu gewinnen! Die große Herausforderung, dass alle Autos und Fahrer auf der gleichen Basis antreten, ist sehr wahrscheinlich die besondere positive Motivation in dieser brandneuen Serie. In diesem Jahr werden wir alles daran setzten, um mindestens das gleiche Ergebnis zu erzielen!
Was konnten ihre Fahrer in dem zweitägigen Test in Silverstone erreichen?
Max Welti: Sie haben ganz klar die Qualität des Autos gezeigt.
Wie schätzen Sie ihre Fahrer ein? Was bringt jeder einzelne von ihnen dem Team?
Max Welti: Neel ist ein sehr professioneller Fahrer, der einem Team sehr hilft, das Auto extrem schnell in die richtige Richtung zu entwickeln. Außerdem kann er sehr schnelle Zeiten fahren. Marcel Fässler muss in einem Formel-Auto noch wieder etwas mehr Vertrauen finden. Er hat einen brillanten Job gemacht und bringt sehr viel Motivation und Energie mit. Er war ein bis jetzt sehr unterschätztes Schweizer Talent mit großer und breit gestreuter Erfahrung. Der junge Sébastien Buemi ist erstaunlich flexibel. In weniger als drei Runden hatte er sich an die ihm unbekannte Strecke gewöhnt. Seine Anpassungsfähigkeit ist verblüffend. Schon nach ein paar Runden hatte er die absolut richtige Einstellung. Er weiß, wie man schnell an die Spitze kommt.

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