Vor ausverkauftem Haus debütierte die A1GP Serie in Indonesien. Der Kurs entpuppte sich aufgrund seines rauen Asphalts als sehr anspruchsvoll für die Reifen. Für die Fahrer war die geringe Kurvenanzahl von nur elf Richtungswechseln hingegen nicht ganz so anspruchsvoll.

Dennoch sorgten die Wetterverhältnisse im Freien Training und Qualifying für spannende und interessante Sessions. Der Renntag blieb jedoch trocken, obwohl es in dieser Jahreszeit gerne sehr stark regnet.

Besonders das deutsche Team rund um Timo Scheider hatte deshalb mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen. Im Rennen bewies der Deutsche trotzdem seine Klasse. Die Schnellsten sind jedoch weiterhin Frankreich, Schweiz und England.

Im Hauptrennen sorgten einige Safety Car Phasen für Wirbel, weshalb die Franzosen zurückfielen und letztlich der Kanadier Sean McIntosh der glückliche Gewinner war. Trotz der glücklichen Umstände, war seine Fahrt vom letzten auf den ersten Platz äußerst beeindruckend.

Ebenfalls sehr gut unterwegs war Christian Fittipaldi, der das brasilianische Cockpit von Nelsinho Piquet übernahm. In den Freien Trainings trat Fittipaldi nicht besonders in Erscheinung, was aber daran lag, dass er vor seinem Debüt keine Tests bestreiten durfte. Im Rennen spielte er seine Routine aus und scheiterte nur knapp an einem Podestplatz.

Die beste "Taktik" ist es momentan keine Fehler zu begehen, da das Safety-Car fast immer mehrmals zum Einsatz kommt oder Boxenstoppprobleme auftreten. Mit einer fehlerlosen Vorstellung ergeben sich dadurch gute Möglichkeiten nach vorne zu gelangen und Punkte einzusammeln.

Bei den Deutschen klappte diese Taktik in dieser Saison leider viel zu selten. Obwohl es sich komisch anhört, spielt dabei jede Menge schwarz-rot-goldenes Pech eine Rolle. Sowohl Adrian Sutil als auch Timo Scheider hätten schon mehrmals auf dem Podium stehen können, weswegen der 16. Gesamtrang keinesfalls als Maßstab für das deutsche Team gelten darf.

Wie interessant die A1GP Serie für Motorsport-Fans und Experten ist, zeigt die Tatsache, dass auch mein Bruder Nick die Rennen, so weit es seine Zeit zulässt, verfolgt. Das Rennen in Indonesien verpasste er zwar, weil er nicht so früh aufstehen wollte, aber im Nachhinein gestand er: "Nach all dem was ich über das Rennen gelesen habe, hätte ich es wohl doch besser tun sollen..."