WRC - Ogier erneut auf der Rundstrecke unterwegs

Es geht immer um die Linie

Sebastien Ogier ging im Rahmen des Formel-1-Wochenendes in Spielberg beim Porsche Supercup an den Start und berichtet von den Unterschieden zum Rallyesport.
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Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier sucht bisweilen bei Rundstreckenrennen etwas Abwechslung vom Rallyesport. Nachdem er im Mai beim ADAC GT Masters auf dem Lausitzring einen Gaststart absolvierte und einen achten sowie einen 13. Platz in den Rennen einfuhr, gab er sich am vergangenen Wochenende beim Porsche Supercup auf dem Red Bull Ring die Ehre. Allerdings mit weniger Erfolg, denn er schied nach sieben Runden mit einem Kühlerdefekt aus.

Auch wenn sich Ogier bei derartigen Ausflügen keinerlei Druck in Bezug auf das Ergebnis macht, erwartet er dennoch viel von sich selbst. "Ich weiß, dass wenn ich nicht etwas Leistung zeige, ich es nicht genießen kann und nicht glücklich bin", erklärte er gegenüber redbull.com.

Es geht immer darum, so spät wie möglich zu bremsen und so schnell wie möglich wieder Gas zu geben.
Sebastien Ogier

Die Unterschiede zwischen seinem VW Polo R WRC und dem Porsche 911 GT3 Cup, den er in Spielberg pilotierte, sind groß. Seinen 'Dienstwagen' beschreibt Ogier als stabiler, sowohl beim Gas geben als auch beim Bremsen. Eines haben die Boliden jedoch gemeinsam: wie man mit ihnen schnell fährt. "Es geht um die Linie, die man nehmen muss. Es geht immer darum, so spät wie möglich zu bremsen und so schnell wie möglich wieder Gas zu geben", meinte er.

Am kommenden Wochenende bewegt sich der amtierende Weltmeister wieder auf gewohntem Terrain. Allerdings könnten die Bedingungen in Polen nicht ganz nach seinem Geschmack sein, da er als WM-Führender zuerst auf die Prüfungen muss. Von seinem letzten Start bei der Rallye Polen im Jahr 2009 kann er sich an ziemlich schnelle Prüfungen mit einem weichen, sandigen Boden erinnern. "Es könnte ziemlich rau werden, vielleicht mit einigen großen Fahrspuren bei der zweiten Durchfahrt", vermutete er.

Dass einige der Prüfungen sehr schnell sind, kommt ihm allerdings entgegen. "Ich mag schnelle Abschnitte. Ich habe davor keine Angst. Aber wenn es schnell ist, dann ist es wichtig, wirklich Vertrauen in den eigenen Aufschrieb und einen wirklich genauen Aufschrieb zu haben. Denn auf einem schnellen Abschnitt, wie wir ihn dort erleben könnten, kann man viel Zeit verlieren, wenn man kein Vertrauen hat", betonte er.


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