WRC - Ogier dominiert dritten Tag in Mexiko

Östberg am Sonntag unter Rally2

Während sich Robert Kubica endgültig aus der Rallye Mexiko verabschiedete, verschaffte sich Sebastien Ogier ein komfortables Polster.
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Motorsport-Magazin.com - Der dritte Tag der Rallye Mexiko stand ganz im Zeichen von Sebastien Ogier. Bis auf WP 17 und 18, die Zuschauerprüfungen mit Kopf-an-Kopf-Duellen, gewann er alle Prüfungen und baute seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Jari-Matti Latvala auf eine Minute aus. "Alles, was wir jetzt tun können, ist, weiterzumachen und unsere Position zu kontrollieren. Wir können Ogier nicht einholen", resignierte Latvala. Thierry Neuville auf Rang drei ist bereits mehr als vier Minuten zurück. Sollte nichts Ungewöhnliches passieren, ist Ogier der Sieg in Mexiko also nur noch schwer zu nehmen.

Wir können Ogier nicht einholen.
Jari-Matti Latvala

Elfyn Evans könnte mit Platz vier das beste Ergebnis seiner Karriere einfahren, ebenso wie Benito Guerra mit Rang sechs. Für den dazwischen platzierten Martin Prokop wäre Rang fünf dagegen nur das zweitbeste Ergebnis. Chris Atkinson ist auf Rang sieben schon zu weit zurück, um dem Trio gefährlich zu werden. Die Ränge acht und neun haben Mikko Hirvonen und Kris Meeke inne, die unter Rally2-Regeln erneut gestartet sind.

Meeke setzte mit dem Gewinn der letzten Zuschauerprüfung ein Ausrufezeichen, während Hirvonen von M-Sport-Chef Malcolm Wilson den Auftrag bekam, Spaß zu haben. "Ich bekomme langsam ein wirklich gutes Gefühl mit dem Auto. Ich muss nicht darüber nachdenken, wie ich es fahren muss", berichtete er. Die Top-10 komplettiert WRC2-Pilot Yuriy Protasov, dessen Probleme mit der Servolenkung verschwunden sind.

Lernkilometer für Hyundai

Atkinson litt am dritten Tag der Rallye Mexiko unter seiner Startposition. Da in umgekehrter Reihenfolge des Klassements vom Vortag gestartet wurde, musste er den Straßenfeger spielen. Selbst bei der zweiten Durchfahrt der Prüfungen am Nachmittag besserte sich seine Lage kaum. "Es war schlimmer als heute Morgen. Ich konnte überhaupt nicht pushen - es war zu gefährlich. Es sieht so aus, als hätten uns die Setup-Änderungen, die wir vorgenommen haben, in die falsche Richtung geführt. Daher könnte es sein, dass wir sie im Service heute Abend zurücksetzen. Wir sind hier, um zu lernen", fasste er nach Otatitos, der verkürzten Wiederholung von Otates, zusammen.

Trotz aller Mühen musste Ösberg aufgeben. - Foto: Julian Porter/Twitter

Auch Teamkollege Neuville hatte zu kämpfen. Er wählte ein zu weiches Setup, was seine Hinterreifen überhitzen ließ. Zudem hatte er Probleme mit den Bremsen zu beklagen. Auf El Brinco, die am Sonntag als Power Stage noch einmal gefahren wird, zerbrach er sich dann noch in einer Kompression, die er hart traf, die Windschutzscheibe.

Kubica endgültig raus

Ein wenig mehr als die Windschutzscheibe ging bei Andreas Mikkelsen und Robert Kubica kaputt, die sich beide auf der Marathon-Prüfung Otates überschlugen. Zumindest für Kubica ist die Rallye beendet, da der Überrollkäfig an seinem Ford Fiesta RS WRC beschädigt wurde.

Mads Östberg wird dagegen am Sonntag unter Rally2-Reglement noch einmal angreifen. Bereits auf der ersten Prüfung des Tages brach dem bis dahin Zweitplatzierten die Aufhängung an seinem Boliden. Auch eine "Wikinger-Reparatur", wie er es scherzhaft nannte, half nichts. Auf der Verbindungsetappe zur nächsten Prüfung musste er die Segel streichen.

Glück im Unglück hatte Guerra, der auf Otatitos einen Baum touchierte und mit verbogener Tür ins Ziel kam. "Wir haben einen Baum getroffen, aber ich denke, das Auto ist in Ordnung. Ich habe versucht, etwas mehr zu pushen, aber ich habe einen Bremspunkt verpasst und bin rausgerutscht. Es war ein beängstigendes Gefühl, zu sehen, wie dieser Baum näher kam. Das war furchtbar. Ich habe mir meinen Ellbogen angeschlagen, aber mir geht es gut", berichtete er.

Der letzte Tag der Rallye Mexiko erstreckt sich über mehr als 80 Kilometer, verteilt auf vier Prüfungen. Den Auftakt bildet die Super Special 5, gefolgt von Guanajuatito und Derramadero. El Brinco 2 schließt die dritte Saisonstation als Power Stage ab.

Die Top-10 nach Tag drei

1. Ogier (Volkswagen) 3:36:42.2 Stunden
2. Latvala (Volkswagen) +1:00.3
3. Neuville (Hyundai) +4:37.0
4. Evans (Ford) +5:24.0
5. Prokop (Ford) +8:02.5
6. Guerra (Ford) +10:33.6
7. Atkinson (Hyundai) +12:18.3
8. Hirvonen (Ford) +16:09.4
9. Meeke (Citroen) +17:18.9
10. Protasov (Ford, WRC2) +17:35.0


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