WRC - Ogier am Ende von Tag 2 in Mexiko vorne

Kubica überschlägt sich

Sebastien Ogier eroberte am Nachmittag des zweiten Tages in Mexiko die Spitze zurück, während Mikko Hirvonen und Kris Meeke ausschieden.
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Motorsport-Magazin.com - Altbekanntes Bild am Ende von Tag zwei der Rallye Mexiko: Sebastien Ogier liegt an der Spitze. Nachdem Mads Östberg zum Mittagsservice den Platz an der Sonne innegehabt hatte, schlug der Weltmeister am Nachmittag zurück. Platz drei belegt nach den Ausfällen von Mikko Hirvonen und Kris Meeke VW-Pilot Jari-Matti Latvala. Elfyn Evans hat sich auf Rang vier nach vorne geschoben. Hinter ihm reihen sich Martin Prokop und Benito Guerra in zwei weiteren Ford Fiestas ein. Auf den Positionen sieben und acht folgen die beiden Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Chris Atkinson. Die WRC2-Piloten Yuriy Protasov und Lorenzo Bertelli komplettieren die Top-10.

Es war sehr hart und heiß. Es war nicht einfach, die ganze Zeit über die Konzentration zu halten.
Sebastien Ogier

Auf der zweiten Durchfahrt der mehr als 44 Kilometer langen El Chocolate nahm Ogier Östberg die Führung ab und setzte sich bereits deutlich ab. Bis zum Abend baute er seine Führung auf 26.1 Sekunden aus. "Es war ein wirklich guter Tag. Es ist eine harte Rallye. Wir haben das heute Nachmittag gesehen, es war sehr hart und heiß. Es war nicht einfach, die ganze Zeit über die Konzentration zu halten", berichtete er.

Auch wenn er zeitweise über Untersteuern klagte, ließ Östberg am Ende des Tages nicht den Kopf hängen. "Um ehrlich zu sein, bin ich mit dem Tag sehr zufrieden. Wir hatten am Nachmittag etwas zu kämpfen, aber man braucht hier Erfahrung mit dem Auto - und die haben wir nicht. Wir haben etwas versucht und das ist nicht wirklich aufgegangen", relativierte er den Verlust der Spitzenposition.

Ich habe das Gefühl, dass der Unterschied zwischen dem Ersten und dem Zweiten, der auf die Strecke geht, am Nachmittag noch größer war als am Vormittag.
Jari-Matti Latvala

Latvala bemerkte bei der zweiten Durchfahrt der Prüfungen zwar besseren Grip, machte dafür jedoch andere Fallen aus. "Man muss trotzdem vorsichtig sein, denn es ist an Stellen wie den Rändern weich. Wir haben uns in einer Haarnadelkurve fast gedreht, als die Front in weichem Boden stecken blieb und das Auto in die Kurve hineinzog", berichtete er nach Los Mexicanos 2. "Insgesamt war es ein ziemlich guter Tag, kein einfacher Nachmittag. Es gibt eine saubere Linie, aber immer noch losen Schotter. Ich habe das Gefühl, dass der Unterschied zwischen dem Ersten und dem Zweiten, der auf die Strecke geht, am Nachmittag noch größer war als am Vormittag."

Ausfallserie am Nachmittag fortgesetzt

Pechvögel gab es an Tag zwei der Rallye Mexiko zuhauf. Nach Andreas Mikkelsen, Ott Tanak und Nicolas Fuchs erwischte es am Nachmittag Mikko Hirvonen und Kris Meeke, die bis dahin auf den Positionen drei und vier gelegen hatten. Hirvonen musste mit einem elektrischen Defekt aufgeben, bei Meeke brach die Aufhängung. "Wir hatten einen technischen Defekt und mussten aufgeben. Das ist schade. Die Pace war gut, wir haben mitgekämpft und haben es geliebt. Aber das ist Teil des Spiels", meinte Hirvonen.

Die Krönung war jedoch einmal mehr Robert Kubica, dem es gelang, sich auf der abschließenden Super Special, bei der die Piloten auf wechselndem Untergrund Kopf-an-Kopf-Duelle austragen, zu überschlagen. "Ich wusste, dass etwas nicht stimmt, als ich in einer Kurve nicht seinen Staub gesehen habe - er musste irgendwo stehen geblieben sein", berichtete sein Gegner, Neuville. "Der Asphalt hier ist sehr rutschig - an manchen Stellen ist es wie Eis."

Robert Kubica fand sich auf dem Dach wieder. - Foto: Colin Clark/Twitter

Die Streckenposten beförderten Kubicas ondulierten Wagen wieder auf seine Räder und der Pole fuhr langsam weiter. Die Stewards hielten ihn jedoch davon ab, den letzten Run gegen Neuville zu fahren, was Diskussionen nach sich ziehen wird, ob Kubica nun wegen Versäumnis einer Prüfung eine Strafzeit aufgebrummt bekommt oder nicht.

Nach Kubicas Unfall berichteten die Fahrer von rutschigem Asphalt und vermuteten Öl oder andere Flüssigkeiten auf der Strecke. Atkinson wurde das beinahe zum Verhängnis. "Ich habe die Betonpfosten gesehen und habe mich für die aus Plastik entschieden. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe", schilderte er seinen Ausritt, der jedoch folgenlos zu sein scheint.

Die Top-10 nach Tag zwei

1. Ogier (Volkswagen) 1:46:25.3 Stunden
2. Östberg (Citroen) +26.1
3. Latvala (Volkswagen) +42.5
4. Evans (Ford) +2:28.7
5. Prokop (Ford) +3:31.1
6. Guerra (Ford) +5:06.0
7. Neuville (Hyundai) +5:30.6
8. Atkinson (Hyundai) +6:32.8
9. Protasov (Ford, WRC2) +7:39.1
10. Bertelli (Ford, WRC2) +12:00.7


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