WRC - Vorschau Rallye Sardinien

Hitze und Sand fordern ihren Tribut

Die Rallye Sardinien wird zur großen Herausforderung. Lange, kompakte Tage, viel Sand, gefährliche Steine und italienische Hitze werden ihren Tribut fordern.
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Motorsport-Magazin.com - Die Rallye Sardinien, die vom 20. bis zum 22. Juni über die Bühne geht, wird den Abschluss der spannenden ersten Saisonhälfte darstellen. Auf der italienischen Insel treffen sich die Piloten im Service Park im Hafen der Hauptstadt Olbia und ziehen dann auf der rund 24.000 km² großen Insel vor allem im Norden ihre Kreise.

Man fährt sehr dicht und mit hoher Geschwindigkeit an Felsen und Bäumen vorbei. Es ist also absolute Präzision gefragt.
Jari-Matti Latvala

Für diese Saison erfuhr die Rallye große Veränderungen. Die Veranstaltung wurde von vier auf lediglich zwei Wettkampftage reduziert, die Anzahl der Prüfungen und der Kilometer aber blieb bestehen. So erwarten die Piloten pro Tag acht Prüfungen und insgesamt 304,7 gewertete Kilometer. Eine Marathonaufgabe, denn bei Temperaturen um rund 30 Grad, verteilen sich die Prüfungen am Freitag auf mehr als 15 Stunden, inklusive der zweiten Durchfahrt von Gallura, die bei Dunkelheit bestritten wird. Ein besonderes Highlight erwartet die Piloten gleich am Freitagmorgen auf Monte Lerno. Nach etwa acht Kilometern erreichen die Autos 'Micky's Jump', ein Linksknick, in dem sich eine Senke auftut.

Die Teams erwartet auf der italienischen Insel Sardinien einer Mischung aus höher gelegenen, grünen Bergregionen und staubigen, steinigen Passagen. Besonders ist der feine Sand, der in einer dünnen Schicht über dem meist harten Untergrund liegt - er ist für alle Fahrzeuge eine Herausforderung. Während die ersten Piloten auf der Strecke Saubermacher spielen, leiden die hinteren unter dem aufgewirbelten Staub. Dies könnte vor allem am Freitag ein großes Problem werden, wenn die Piloten bei Dunkelheit unterwegs sind.

Mikko Hirvonen siegte 2012 auf Sardinien - Foto: Sutton

Zu den weiteren Herausforderungen gehören die schmalen Strecken. Ein Großteil wird sehr schnell befahren, wenngleich die Begrenzungen sehr nah an der Ideallinie liegen. "Man fährt sehr dicht und mit hoher Geschwindigkeit an Felsen und Bäumen vorbei. Es ist also absolute Präzision gefragt", schildert Jari-Matti Latvala. Besonders gefährlich für die Reifen sind aus dem Boden ragende Steine, da sich sehr schnell Spurrillen bilden.

All diese Faktoren müssen sehr genau in Betracht gezogen werden, wenn am Donnerstag nach dem Qualifying die Startpositionen gewählt werden. "Ich denke, es wird einen echten Kampf an der Spitze geben, der im Qualifying beginnt, besonders, da die Startposition, die wir aussuchen, für die halbe Rallye genutzt wird", mahnt Mikko Hirvonen vor der Kompaktheit der Rallye.

Als Favoriten gehen wieder einmal das Volkswagen-Duo Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala an den Start. "Eines ist klar: Nachdem die Rallye Griechenland nicht einfach für uns war, wollen wir auf Sardinien wieder voll angreifen", schickt Ogier eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz. Im Gegensatz zu ihm, konnten seine beiden Hauptkonkurrenten Latvala und Mikko Hirvonen aber bereits auf Sardinien gewinnen. Auf Angriff geht in Italien auch Mads Östberg. Durch technische Pannen und Fehler immer wieder ausgebremst, gibt es für den Ford-Piloten nun nur noch Vollgas ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Highlights der Rallye Sardinien 2012: (6:00 Min.)

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