WRC - Eine Erfolgsstory: Volkswagen im Rallye-Sport

David gegen Goliath

Volkswagen feierte bereits beim zweiten WRC-Auftritt des Comebacks durch Sebastien Ogier den ersten Erfolg - Die Fortsetzung einer langen Erfolgsgeschichte.

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Start in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft ab der Saison 2013 und dem ersten Sieg mit dem Polo R WRC beim zweiten Event in Schweden schreibt Volkswagen seine erfolgreiche Geschichte im Rallye-Sport fort. Bereits in den 70er-Jahren begann Volkswagen mit der Entwicklung von Rallye-Fahrzeugen auf Basis der ersten Golf Generation, die nationale Rallye-Titel einfuhren - etwa in Deutschland.

Den internationalen Durchbruch feierte die Marke mit der zweiten Generation ihres Bestsellers: Mit dem Golf GTI 16V gewannen Kenneth Eriksson/Peter Diekmann (S/D) 1986 den Titel in der neu geschaffenen Gruppe-A-Weltmeisterschaft. Immer wieder fokussierten sich die Medien auf den "David" im 200 PS starken Golf, der die "Goliath"-Klasse Gruppe B mit ihren mehr als 500 PS starken Prototypen herausforderte.

Dabei nahm Weltmeister Volkswagen mit seinem seriennahen Golf GTI 16V eine Vorreiterrolle ein: Die Gruppe A stieg 1987 zur neuen Königsklasse in der Rallye-WM auf, nachdem die freizügige und kostenintensive Gruppe B abgeschafft worden war. Eriksson/Diekmann gewannen in jenem Jahr die Rallye Elfenbeinküste, während ihre Markenkollegen Erwin Weber/Matthias Feltz (D/D) - ebenfalls mit dem Golf GTI 16V - mit zwei weiteren Top- Drei-Platzierungen in Argentinien und an der Elfenbeinküste Achtungserfolge feierten.

Einen weiteren Platz auf dem Siegertreppchen fuhren Stig Blomqvist/Björn Cederberg (S/S) im Golf GTI 16V im Jahr 1989 bei der seinerzeit mit Abstand längsten und anspruchsvollsten Veranstaltung des WM-Kalenders heraus - der legendären Safari-Rallye. Ein Jahr später war es wiederum das Duo Weber/Feltz, das im Golf Rallye G60 den dritten Platz bei der anspruchsvollen Rallye Neuseeland belegte.

Titel-Hattrick: die Ära Volkswagen bei der Rallye Dakar

Die größten Erfolge von Volkswagen im Motorsport folgten nach der Jahrtausendwende. Denn die jüngste Motorsport-Geschichte der Marke ging als die Ära Volkswagen in die Geschichtsbücher des Marathon-Rallye-Sports ein. Ab dem Jahr 2003 konzentrierte sich Volkswagen werksseitig auf Einsätze bei Wüsten-Rallyes, insbesondere bei der Rallye Dakar, die Freddy Kottulinsky/Gerd Löffelmann (S/D) bereits 1980 im seriennahen Volkswagen Iltis für sich entschieden hatten. Zunächst mit dem Zweirad-getriebenen Buggy Tarek, ab 2004 dann mit dem Allrad-Prototyp Race Touareg - und von Anfang an mit der innovativen TDI-Diesel-Technologie. Beim Comeback bei der legendären Marathon-Rallye 2003 gewannen Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons (D/I) vor ihren Teamkollegen Stéphane Henrard/Bobby Willis (B/GB) in der 2WD-Klasse.

Von da an feierte Volkswagen bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt von Jahr zu Jahr größere Erfolge. Ab 2004 gelangen dem Team mit dem Race Touareg stets mehrere Tagessiege und ab 2005 Podiumsplatzierungen, bevor 2009, 2010 und 2011 der Titel-Hattrick folgte. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D), Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) sowie Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) trugen sich bei den ersten drei je in Südamerika ausgetragenen "Dakars" für Volkswagen in die Siegerlisten ein.

Auch auf der Rundstrecke verweist Volkswagen auf eine erfolgreiche Motorsport-Geschichte, die einerseits durch innovative Markenpokale begründet wurde, andererseits durch Erfolge mit seriennahen Modellen. Der Scirocco-Cup brachte beispielsweise schon in den 70er-Jahren Talente wie Manfred Winkelhock hervor. Auf der Nürburgring-Nordschleife feierte der Scirocco mit innovativen Antriebskonzepten Klassensiege.


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