WEC - Lietz und Lieb mit Pech in Bahrain

Einfach nur bitter

Richard Lietz und Marc Lieb belegten im letzten WEC-Lauf der Saison in Bahrain Platz vier. Eine unverschuldete Kollision verhinderte einen Spitzenrang.

Motorsport-Magazin.com - Das Saisonfinale der World Endurance Championship auf der Grand Prix Strecke des Bahrain International Circuit hatte für Richard Lietz in mehrfacher Hinsicht spannende Vorzeichen: Erstens hatten er und sein Partner Marc Lieb noch theoretische Chancen auf den Gewinn des Meistertitels und zweitens wurde bei diesem Rennen vom Porsche AG Team Manthey erstmals der 911 RSR in der 2014er Spezifikation eingesetzt.

Schon in den Trainings zeichnete sich ab: Der neue Elfer mit dem 2014er Evo-Kit ist ein Schritt nach vorne. Lieb/Lietz waren in allen Trainings gut dabei. Im Qualifying gelang es Richard Lietz und Marc Lieb, das Fahrzeug auf die Pole Position zu stellen. Dementsprechend positiv gestimmt ging das deutsch-österreichische Duo ins Rennen.

Wenn man dann ohne eigenes Verschulden um alle Chancen gebracht wird, ist das einfach nur bitter.
Marc Lieb

Der Start des Rennens erfolgte um 15.00 Ortszeit und es sollte in der Folge in die Dunkelheit hinein gefahren werden. Schon in der ersten Kurve gab es Uneinigkeiten einiger LMP2 Piloten, was das Feld schon in der Startphase gehörig in Unruhe brachte. In der vierten Runde versuchte Dominik Kraihamer im Lotus LMP2, am Porsche von Startfahrer Lietz vorbeizugehen. Dabei drehte sich der Salzburger unglücklich und berührte den Elfer links hinten. Die Folge war ein Reifenschaden und Lietz musste das Fahrzeug fasst eine gesamte Runde mit einem Platten an die Box schleppen und verlor dadurch eine ganze Runde. In diesem hart umkämpften Feld bedeutete das das Ende aller Hoffnungen auf eine gute Platzierung und auch die theoretische Chance auf den Titel war dahin.

"Schade, denn vom Speed her waren heute ganz gut dabei", meinte Lieb. "Wenn man dann ohne eigenes Verschulden um alle Chancen gebracht wird, ist das einfach nur bitter." Lietz: "Unser neues Auto hat sich bewährt. Es war nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen schnell. Die Reifen haben deutlich länger gehalten als noch beim letzten Rennen. Es war natürlich großes Pech, dass ich gleich in meinem ersten Stint abgeschossen wurde, sonst wäre hier sicherlich mehr drin gewesen. Doch man muss das Positive sehen: Wir haben für das nächste Jahr ein gutes Auto, 2014 ist also alles möglich."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x