Superbike - Lowes angelt sich die Test-Spitze

Suzuki brilliert in Portimao

Alex Lowes und Eugene Laverty übernahmen die Spitzenplätze bei den Testfahrten in Portimao. Jonathan Rea steigerte sich auf Rang drei.
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Motorsport-Magazin.com - Rookie Alex Lowes beendete die Testfahrten in Portimao mit der Bestzeit. Der Brite fuhr eine schnellste Runde von 1:42.5 Minuten und deklassierte damit sogar seinen Teamkollegen. "Der Test war wirklich gut. Ich lerne noch immer viel über das Bike und natürlich ist die Strecke neu für mich, also war es gut, den Kurs zu lernen und dennoch schnell zu sein. Wir sind heute einen Long-Run gefahren und obwohl die Zeiten gut waren, war das Wichtigste, dass ich eine Menge Vertrauen bekam", so der Voltcom Crescent Suzuki Pilot.

Seit dem letzten BSB-Rennen bin ich keine Rennsimulation mehr gefahren
Alex Lowes

Lowes sammelte viele Daten und freute sich. "Seit dem letzten BSB-Rennen bin ich keine Rennsimulation mehr gefahren. Ich muss mich immer noch extrem verbessern und am Bike arbeiten, aber wir sollten nicht zu weit zurückliegen." Der 23-Jährige bedankte sich bei seiner Crew. "Sie arbeiten wirklich hart, spät abends noch und das an zwei Tests hintereinander. Ich denke, alle sind gespannt. Wir kommen alle gut zurecht und wissen, dass wir hart arbeiten müssen. Wir haben eine große Herausforderung vor uns und es ist schön, gute Arbeit zu leisten."

Eugene Laverty fuhr eine Zehntelsekunde langsamer als Lowes und schätzte den Test ebenso gut ein. "Selbst gestern im Nassen konnten wir gute Runden fahren, um das Bike unter diesen Bedingungen zu verstehen und dann im Trockenen war unsere Pace wirklich stark, was zeigt, dass unsere Arbeit an der Elektronik wichtig war und es nach vorne geht", schilderte er. "Ich denke, dass einige Leute überrascht sind, dass Alex und ich direkt vorne dabei sind, aber das ist auch eine gute Belohnung für das Team, denn sie haben in den letzten Monaten unglaublich hart gearbeitet, besonders seit Jerez. Ich fühle mich gut auf der GSX-R und freue mich auf Phillip Island."

Regen behindert erste Testtage

Jonathan Rea steigerte sich, belegte Rang drei und büßte 0.4 Sekunden auf die Spitze ein, während Davide Giugliano nur eine Zehntel dahinter folgte. "Wir haben am Ende viel geschafft. Unglücklicherweise ruinierte uns der Regen die ersten zweieinhalb Tage, dennoch war es nützlich, damit wir auf der 1199 im Nassen Vertrauen aufbauen", so der Neuzugang bei Ducati, der glücklich mit seiner Arbeit war und sich auf der Panigale immer besser fühlte.

Wir konnten große Fortschritte mit der Elektronik machen
Marco Melandri

Aprilia-Neuling Marco Melandri sicherte sich in Abwesenheit seines Teamkollegen Sylvain Guintoli Rang fünf. "Wenn man die schwierigen Wetterbedingungen bedenkt, waren die ersten beiden Tage eher verschenkt. Der letzte Tag war dafür Besonders. Wir konnten große Fortschritte mit der Elektronik machen, aber wir hatten ein paar Probleme mit dem Setup des Chassis." Sobald die Strecke abtrocknete kämpfte der Italiener mit dem Setting seiner RSV. "Gegen Testende fanden wir heraus, in welche Richtung wir mit meinem Fahrstil gehen müssen, aber es ist schade, dass wir die letzte eineinhalb Stunde verloren", spielte Melandri auf die Testunterbrechung am Nachmittag an, die aufgrund von Öl auf der Strecke unvermeidlich war. "Ich hoffe, dass wir vor Phillip Island noch auf einer anderen Strecke testen", ergänzte er.

Mit nur acht Zehnteln Rückstand kam Chaz Davies auf Rang sechs der inoffiziellen Zeitenlisten an und zeigte sich nach dem langsamen Teststart am Ende ebenso zufrieden. "Ich hätte gehofft, dass wir mehr Zeit im Trockenen haben, aber insgesamt war der Test gut. Es war wichtig, die verschiedenen Entwicklungsteile zu testen und zu verstehen, wie sie alle funktionieren, dazu ein allgemeines Setup zu finden, um eine schnelle Rundenzeit zurückzulegen. Wir werden das, was wir hier in Portugal gelernt haben mit zu den nächsten Tests nach Phillip Island nehmen", resümierte der Ducati-Fahrer, der knapp vor Leon Haslam ankam.

Hinter dem Honda-Piloten klassierte sich Sylvain Barrier auf der EVO-BMW. Der Franzose verlor lediglich 1.5 Sekunden auf Lowes an der Spitze. Claudio Corti kam mit weiteren vier Zehnteln Rückstand auf Rang neun an. "Ich bin sehr froh, dass unser Motor ein derart großes Potential hat", strahlte der neue MV Augusta Fahrer. "Wir müssen uns nun um die Software des Fahrwerks und der Elektronik kümmern. Wir beginnen bei null, aber ich denke, dass diese Saison für uns positiv wird." Die Top-10 komplettierte Aprilia-Testfahrer Alex Hofmann vor Jeremy Guarnoni auf der EVO Kawasaki. Hofmann teste ebenso eine EVO-Aprilia, mit der er 3.7 Sekunden auf Lowes verlor. Michele Magnoni rundete die Zeitenliste ab.


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