Superbike - Antonellis Vater macht keine Vorwürfe

Er wollte den Regen

WSBK Manager Javier Alonso äußerte sich zu den Vorwürfen der Fahrer. Andrea Antonellis Vater erklärt die andere Seite.
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Motorsport-Magazin.com - World Superbike Manager Javier Alonso hat auf die Vorwürfe nach dem tragischen Unfall im Rennen der World Supersport in Russland reagiert. Viele warfen den Verantwortlichen vor, dass das Rennen bei derart viel Regen gar nicht hätte gestartet werden dürfen. Speziell Fahrer kritisierten die Organisatoren. "Ich habe mich schon nach dem Nürburgring 2011 stark beschwert, aber viele Leute sagten, dass wäre nur, um Gerüchte zu verbreiten. Ich bin so enttäuscht über den heutigen Tag", twitterte Marco Melandri am Rennsonntag.

Wir akzeptieren konstruktive Kritik, aber keine sinnlose
Javier Alonso

Eugene Laverty antwortete seinem Kollegen direkt: "Ich erinnere mich gut daran. Zwei Jahre später und wir haben die gleiche Situation. Wir sollten nicht erst eine Tragödie brauchen, um die Nachricht deutlich zu machen." Laut der Gazetta dello Sport beschwerte sich Alonso über die Kommentare der Fahrer, die aller Welt lediglich bei Twitter zugänglich gemacht wurden. "Ich habe keine Ahnung, was in seinem Kopf vor sich geht. Wir akzeptieren konstruktive Kritik, aber keine sinnlose. Melandri ist nie zu uns gekommen, um über die Sicherheit zu reden, der Einzige, der zu uns kam war Carlos Checa."

Auch im Superbike-Rennen herrschten schwierige Bedingungen. So mussten alle Piloten im Laufe der 25 Runden auf Regenreifen wechseln. Melandri gewann. "Bei heftigem Regen gewann Melandri das Superbike Rennen und machte in nur sechs Runden neun Sekunden auf seinen Teamkollegen gut. Er kann nicht sagen, dass er sein Bike nicht kontrollieren konnte", bemerkte der Superbike-Manager.

Währenddessen erklärte Arnaldo Antonelli, Andrea Antonellis Vater, dass er niemanden für den Tod seines Sohnes verantwortlich machen werde und dass sein Sohn sich sogar darauf gefreut hatte, im Regen zu fahren. "Wir haben nie über den Regen als Problem gesprochen, wir nannten ihn einen Hai. Er wollte den Regen, denn er dachte, dass er dann unter den Besten sein könnte und er hatte keine Angst - er freute sich, als der Regen einsetzte. Ich habe nichts gegen irgendjemanden und auch nicht gegen die Organisatoren der Superbike, die sehr nett waren", sagte er. Antonellis Beerdigung findet am Donnerstag in seinem Heimatort Castiglione de Lago statt.


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