MotoGP - Japan GP: Die Stimmen zum Qualifying in Motegi

Die WM-Fighter in der ersten Startreihe

Valentino Rossi schnappte sich in Motegi die Pole Position. Das sagen die 22 MotoGP-Piloten zur Startaufstellung.
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Motorsport-Magazin.com - 1. Valentino Rossi (Yamaha): "Das ist meine dritte Pole dieses Jahr. Ich bin glücklich, denn dieses Jahr bin ich im Qualifying wirklich stark. Wir hatten Schwierigkeiten, die richtige Balance zu finden, und noch dazu bin ich nicht zu 100% fit, ich leide körperlich. Im FP4 konnten wir die Balance um einiges verbessern, und ich bin eine großartige Runde gefahren und war auch auf der Bremse in Kurve elf stark. Das war gut, und von Pole zu starten ist immer wichtig."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Die Pole Position wäre an einem Samstag natürlich das beste Resultat, aber ich bin auch mit dem zweiten Startplatz zufrieden, denn ich hatte erwartet, dass wir hier ziemliche Probleme haben. Wir schlagen uns aber ziemlich gut und ich habe schon das ganze Wochenende eine ziemlich starke Pace. Im Qualifying war der erste Run sehr gut, im zweiten Versuch habe ich dann aber zunächst auf meiner ersten schnellen Runde einen Fehler in Turn 11 gemacht. Dann hätte ich noch eine Chance gehabt, musste aber wegen der Gelben Flaggen nach Crutchlows Sturz Tempo rausnehmen."

Ich fühle mich schon viel besser, die Schmerzmittel und das Adrenalin haben mir geholfen.
Jorge Lorenzo

3. Jorge Lorenzo (Yamaha): "Ich fühle mich schon viel besser, die Schmerzmittel und das Adrenalin haben mir geholfen, mein Gefühl zu verbessern. Ich hatte Angst, verletzt zu sein, vor allem am linken Fuß, wo der Einschlag am härtesten war. Das war ein heftiger Crash, aber zum Qualifying war ich wieder da und wir haben uns super verkauft. Vor allem die erste Runde in meinem zweiten Stint ist mir gelungen. Die Zeiten von Rossi und Marquez waren aber unglaublich. Die Pole war nicht möglich, aber es lief besser als erwartet nach meiner Rückkehr auf die Strecke."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Mit meiner Rundenzeit im Qualifying bin ich absolut zufrieden. Ich bin gut gefahren und auch das Team hat einwandfreie Arbeit geleistet. Platz vier ist okay für mich, weil die zweite Startreihe auf dieser Strecke kein großer Nachteil ist. Die Spitzenfahrer liegen hier was die Pace betrifft alle sehr eng beisammen. Wir werden erst im Rennen sehen, wer am besten gearbeitet hat. Unser Speed ist auf jeden Fall ähnlich wie der der schnellsten Jungs, es wird nur darum gehen, ihn auch über 24 Runden zu halten."

Cal Crutchlow stürzte kurz vor Ende des Q2 - Foto: LCR Honda

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir haben erneut die Chance verpasst, es in die erste Startreihe zu schaffen. Beim Bremsen ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen, als ich unseren Nachteil in der Beschleunigung und beim Speed wettmachen wollte. Ich freue mich am Sonntag dennoch auf ein gutes Rennen. Ich muss ein bisschen aushelfen, da Dani Pedrosa fehlt. Ich hoffe, er kommt bald wieder."

6. Aleix Espargaro (Suzuki): "Um ehrlich zu sein, hätte ich eine etwas bessere Zeit erwartet. Ich hatte auf einen Platz in der ersten Startreihe gehofft. Leider hat ein Fehler im ersten Sektor meinen ersten Versuch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin konnte ich meine Zeit aus dem Vorjahr um eine halbe Sekunde drücken, während die Pole-Zeit langsamer war. Das stimmt mich zuversichtlich."

Platz sieben macht das Rennen für mich nun um einiges härter.
Maverick Vinales

7. Maverick Vinales (Suzuki): "Es ist nicht so ausgegangen wie erhofft. Platz sieben liegt weit hinter unserem Potenzial. Am Vormittag haben wir Fortschritte gemacht, sind dann im Qualifying aber auf ein anderes Setup zurückgegangen. Dadurch habe ich nicht das nötige Gefühl gefunden und Platz sieben macht das Rennen für mich nun um einiges härter."

8. Hector Barbera (Ducati): "Heute habe ich mich schon viel wohler gefühlt auf der Desmo GP17. Ich muss einfach mehr Kilometer sammeln um den Charakter des Bikes zu verstehen. Mit gebrauchten Reifen im vierten Training ist mir das schon ein wenig gelungen und wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. In Q2 ist mir leider keine perfekte Runde gelungen, aber von Startplatz acht aus kann ich immer noch ein gutes Rennen zeigen. Bezüglich des Setups und meines Gefühls für das Bike können wir sicher auch noch ein wenig zulegen."

Hector Barbera konnte auf der Ducati überzeugen - Foto: Ducati

9. Pol Espargaro (Tech3): "Mit meinem Platz in der dritten Reihe muss ich zufrieden sein, denn im Qualifying hatte ich in den vergangenen Wochen stets die meisten Probleme. Über Platz neun braucht man nicht jubeln, aber immerhin sind wir weit genug vorne, um zu Beginn bei den besten Fahrern dabei zu sein. Ich muss zu Beginn vor so vielen Ducati wie möglich bleiben, denn später werden sie nur schwer zu überholen sein."

10. Danilo Petrucci (Pramac): "Ich weiß nicht ob ich glücklich sein soll oder nicht. Mit dem Sturz heute Morgen habe ich unsere Arbeit etwas zerstört, zum Glück habe ich es aber dennoch in Q2 geschafft. Da habe ich mich dann aber wie ein Esel angestellt. Ich wollte im zweiten Run Lorenzo folgen aber habe bald einen Fehler gemacht und musste eine weite Linie fahren."

Die Werksmaschinen sind in den letzten Rennen immer stärker geworden, also ist es schwer in die Top-Acht zu kommen.
Scott Redding

11. Scott Redding (Pramac): "Ich war etwas enttäuscht darüber, dass ich es nicht direct in Q2 geschafft habe. Mir haben in Q1 ja nur zehn Tausendstel auf Danilo gefehlt. Am Ende des Tages bin ich aber dennoch zufrieden, denn am Freitag war die Lücke zur Spitze noch sehr groß und heute waren wir recht nah dran. Die Werksmaschinen sind in den letzten Rennen immer stärker geworden, also ist es schwer in die Top-Acht zu kommen."

12. Alvaro Bautista (Aprilia): "Der Tag war zwar positiv, aber es ist bitter, was in Q2 passiert ist. Für die erste fliegende Runde hatten wir beschlossen, den Vorderreifen zu tauschen, aber ich hatte sofort ein schlechtes Gefühl. Dann bin ich auch schon ohne irgendeine Vorwarnung zu Boden gegangen. Meine Pace auf gebrauchten Reifen liegt in etwa bei 1:45.5 - das stimmt mich zuversichtlich."

Stefan Bradl vergeigte den Sprung in Q2 selbst - Foto: Aprilia

13. Stefan Bradl (Aprilia): "Ich habe es auf einer verdammt schnellen Runde weggeschmissen. Ich habe gemerkt, dass es für Q2 reicht und es dann in der vorletzten Kurve in den Kies gesetzt. Deshalb habe ich mich extrem geärgert. Ich hatte einen guten Flow und das hätte nicht sein müssen. Ich war am Pushen wie die Sau, aber habe es nicht fertig gebracht."

14. Jack Miller (Marc VDS): "Es war schön, ein bisschen Sicherheit im Qualifying zu finden, weil das dritte Freie Training ein ziemliches Desaster mit ein paar Stürzen war, als ich nicht mal gepusht habe. Das hat bedeutet, dass das FP4 und das Qualifying wichtig für mich waren. Wir haben ein bisschen Speed gefunden, den ich hoffentlich ins Rennen mitnehmen kann. Ich bin immer noch nicht zufrieden, aber nachdem ich ein paar Rennen verpasst habe, ist es eine Erleichterung zu wissen, dass ich körperlich ok bin und wir um ein gutes Rennresultat kämpfen können."

Wenn man meine Verletzung in Betracht zieht, dann ist Platz 15 weit mehr, als wir uns erwarten durften.
Bradley Smith

15. Bradley Smith (Tech3): "Wenn man meine Verletzung in Betracht zieht, dann ist Platz 15 weit mehr, als wir uns erwarten durften. Mein Knie fühlt sich aber von Session zu Session besser an. Das Rennen morgen mit seinen 24 Runden wird aber härter. Daher muss ich mich heute Abend so gut wie möglich ausruhen. Das Hauptziel für morgen ist, die vollen 24 Runden durchzustehen."

17. Yonny Hernandez (Aspar): "Der Crash im letzten Training war wirklich ärgerlich, denn er ist auf meinem Nummer-eins-Bike passiert mit dem ich ein deutlich besseres Gefühl hatte. Ich habe einfach in Kurve zehn das Vorderrad verloren. Es hat zuvor schon etwas blockiert, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich stürzen werde. Jedenfalls musste ich dann mit dem anderen Bike ins Qualifying gehen und damit habe ich mich gar nicht wohlgefühlt. Es hat sich nicht so gut einlenken lassen und das Engine-Mapping war anders. So konnte ich nicht mehr die gleichen Zeiten wie zuvor fahren. Hoffentlich kann ich im Rennen mit meiner Nummer-eins-Maschine noch ein gutes Resultat holen."

Hiroshi Aoyama sprang für den verletzten Dani Pedrosa ein - Foto: Repsol Honda

18. Tito Rabat (Marc VDS): "Ich bin mit dem Training und Qualifying zufrieden, weil wir ein paar positive Schritte mit dem Gefühl und dem Setup gemacht haben. Ich habe es geschafft, im Qualifying zwei Runden in den 1:46er Zeiten zu fahren. Das macht mich zuversichtlich, dass ich ein starkes Rennen fahren kann."

19. Eugene Laverty (Aspar): "Das waren lange 24 Stunden für mich nach dem Sturz gestern. Ich fühle mich jetzt aber schon deutlich besser. Wir haben uns dazu entschlossen, FP3 am Morgen auszulassen und mir so etwas mehr Zeit zum Rasten und zur Vorbereitung auf den Nachmittag zu geben. Wir haben uns okay geschlagen. Das Wichtigste war, wieder ein Gefühl für das Motorrad zu bekommen und sich auf das Rennen am Sonntag vorzubereiten. Ich wäre dafür gerne noch ein paar Runden mehr gefahren, aber leider hatten wir in FP4 ein technisches Problem und es dauerte ein wenig, bis wir das gelöst hatten."

20. Loris Baz (Avintia): "Es wird an diesem Wochenende immer schwieriger. Ich brauche mehr Vertrauen. Immerhin konnten wir im Qualifying um fast eine Sekunde zulegen, aber mehr ist aktuell einfach nicht drin. Es fällt mir richtig schwer, mein Bestes zu geben, wenn ich so weit hinten liege. Ich hoffe, dass ich im Warmup zurück zu alter Stärke finde."

21. Mike Jones (Avintia): "Wir haben einige Verbesserungen geschafft - sowohl beim Motorrad, als auch bei meinem Fahrstil. Wir konnten viel Zeit aufholen und mit meinem Fortschritt bin ich zufrieden. Ich darf mir aber nichts vormachen und von einem guten Ergebnis träumen oder so. Ich will das Rennen einfach genießen."

22. Hiroshi Aoyama (Repsol Honda): "Der Sturz am Morgen war alles andere als ideal, weil ich gerade dabei war, ein Richtung gutes Gefühl für das Motorrad zu finden. Ich habe versucht, schneller zu werden, aber der Sturz hat mir dann ein wenig das Selbstbewusstsein geraubt. So konnte ich im Qualifying nicht mehr das Maximum geben. Hoffentlich fühle ich mich im Rennen wieder besser, vor allem was das Vorderrad betrifft. Mein Ziel ist es, ins Ziel zu kommen und ein paar Punkte zu holen."


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