MotoGP - Dovizioso: Endlich auf Augenhöhe mit Rossi

Freude über die Leistung in Silverstone

Nicht einmal zehn Sekunden fehlten Andrea Dovizioso in Silverstone auf Sieger Marc Marquez. Der Italiener führt die Gründe dafür aus.
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Motorsport-Magazin.com - Andrea Dovizioso war von seiner Leistung beim Großbritannien GP in Silverstone selbst überrascht. Der Ducati-Pilot kam direkt hinter Valentino Rossi und Dani Pedrosa ins Ziel, belegte Rang fünf und verlor auf die Siegerzeit von Marc Marquez nur 9.2 Sekunden.

"In den Trainings waren wir schon immer vorne dabei. Niemand hat erwartet, dass wir auch im Rennen so knapp dran sind. Damit hat niemand gerechnet", gab Dovizioso nach dem Rennen zu. "Das stimmt mich wirklich positiv und ich bin sehr glücklich über den Rennverlauf."

Von Rang zwei gestartet, bewegte sich der Italiener über die gesamte Renndistanz auf Augenhöhe mit Rossi und Pedrosa. Ein Rückfall gegen Ende des Rennens, wie schon oft von Ducati-Piloten gesehen, blieb diesmal aus. "Ich konnte das gesamte Rennen hundert Prozent geben."

Auf Augenhöhe mit Rossi und Pedrosa

"An manchen Stellen war ich sogar schneller als Vale und Dani, deshalb konnte ich mithalten. In anderen Passagen war ich aber deutlich langsamer, deshalb konnte ich sie am Ende nicht mehr ernsthaft um den Podiumsplatz fordern", trauerte Dovizioso einer verpassten Chance ein wenig nach.

Hätte ich diesen Dreikampf gewonnen, wer es ein perfekter Tag gewesen.
Andrea Dovizioso

"Hätte ich diesen Dreikampf gewonnen, wer es ein perfekter Tag gewesen. Aber wir müssen mit dem Speed und dem Abstand auf Marquez mehr als froh sein", gab er sich dann doch bescheiden. "Was mir an mechanischem Grip fehlte, konnte ich diesmal irgendwie kompensieren."

Doch warum lief es in Silverstone besser als in den vergangenen Rennen, in denen am Ende stets der Einbruch kam? "Ich denke, es gibt mehrere Gründe", erklärte Dovizioso. "Dani und Vale hatten nicht immer perfekte Linien und wohl auch nicht das beste Gefühl für die Strecke."

Aufwärtstrend fortsetzen

"Zudem dürfte ihnen gegen Mitte des Rennens klar geworden sein, dass sie Jorge und Marc nicht mehr einholen. Da haben sie wohl etwas langsamer gemacht. Wir waren alle mit dem Vorderreifen am Limit und wahrscheinlich wollten sie auch das Sturzrisiko minimieren", führte der Ducati-Werkspilot aus.

Die Formkurve von Dovizioso zeigt nach oben: Den Plätzen acht, sieben und sechs folgte in Silverstone Platz fünf. Diesen Rang hält der Italiener auch in der Gesamtwertung - mit großem Vorsprung von 37 Punkten auf Aleix Espargaro. "Wir müssen in Misano den Aufwärtstrend bestätigen", gab sich Dovizioso für das zweite Heimrennen in dieser Saison kämpferisch.


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