MotoGP - Pedrosa: Rückstand schlimmer als Platzierung

Auf der Suche nach der Konstanz

Nach seinem Sieg in Brünn musste sich Repsol-Honda-Pilot Dani Pedrosa in Silverstone mit Rang vier begnügen. Der Rückstand auf das Top-Duo wurmt ihn.
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Motorsport-Magazin.com - Der Höhenflug des Dani Pedrosa ist bereits nach einem Rennen wieder jäh gestoppt. Mit einem harterkämpften vierten Platz beim Großbritannien GP verpasste der WM-Zweite bereits zum vierten Mal in dieser Saison das Podest. Nach einem schlechten Start fiel Pedrosa von Rang fünf direkt um zwei Positionen zurück, und verlor somit früh den Kontakt zum Spitzenduo Marc Marquez und Jorge Lorenzo. Nach einem starken Zwischensprint fand sich Pedrosa gegen Mitte des Rennens zwar auf Rang drei wieder, baute jedoch danach stetig ab.

Es geht mir mehr um den Abstand zu den direkten Konkurrenten
Dani Pedrosa

In der letzten Runde schnappte sich Pedrosa zwar noch den an vier liegenden Andrea Dovizioso, scheiterte bei seiner Aufholjagd jedoch schließlich um 0,1 Sekunden am Podium und Valentino Rossi. Zwar ärgert den ehrgeizigen Spanier auch das Verpassen der Siegerehrung, jedoch macht ihm der Rückstand auf Marquez und Lorenzo von über acht Sekunden mehr zu schaffen. "Die Position ist eigentlich gar nicht immer das entscheidende. Vielmehr ist es der Abstand zu den Fahrern, mit denen ich mich duellieren möchte", erklärte der kleine Katalane.

Dani Pedrosa ist ob seiner Formschwankungen etwas ratlos - Foto: Honda

Sieg zu keinem Zeitpunkt ein Thema

Trotz seines Strebens nach Rennsiegen sei es für ihn wichtiger, stets konstante Leistungen zu bringen. "Ich habe In Brünn gewonnen, und plötzlich liege ich acht Sekunden hinter Jorge, der dort quasi mit mir ins Ziel fuhr. Diese Schwankungen will ich unbedingt ausmerzen. Das ist für mich viel wichtiger, als ein paar Rennen zu gewinnen, dazwischen aber immer deutlich abgeschlagen zu sein", räumt Pedrosa ein. Um den Sieg sein es für ihn am Sonntag zu keinem Zeitpunkt gegangen: "Natürlich hatte ich einen schlechten Start, aber auch danach konnte ich den Rhythmus der beiden Führenden einfach nie wirklich mitgehen. Es ging für mich heute nur um Rang drei."

Ich habe das Problem mit dem Grip am Hinterreifen nie in den Griff bekommen
Dani Pedrosa

Dass auch daraus nichts wurde, hat für Pedrosa mehrere Gründe: "Zunächst einmal hatte ich leider einen schlechten Start, habe einige Plätze verloren und dadurch auch wieder viel Zeit beim Weg nach vorne. Als ich gegen Mitte des Rennens dann Dritter war, bin ich plötzlich etwas eingebrochen und Dovi und Vale kamen vorbei. Ich hatte rundenlang keine Chance, an ihnen vorbei zu kommen, habe mir letztlich zum Glück aber immerhin noch Dovi geschnappt - in der letzten Runde."

Durch den plötzlichen späten Auftrieb schnappte sich Pedrosa dann gar fast sogar doch noch Rossi und den letzten Podestplatz, scheiterte jedoch um knapp eineinhalb Zehntelsekunden. "Ich habe auf der letzten Runde extrem hart gepusht, hatte aber leider vor der letzten Geraden einen kleinen Fehler drin, weswegen ich Schwung und Windschatten hinter Vale nicht optimal nutzen konnte. Ich war nah dran und habe es in den letzten Kurven noch einmal probiert, als er etwas zu weit raus kam. Jedoch hat er clever zugemacht und ich konnte nicht vorbei. Ich hatte wie viele auch einfach das ganze Wochenende Probleme mit dem Grip am Hinterreifen - und das hat mich leider auch heute gekostet."


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