MotoGP - Marquez gewinnt Flag-to-Flag-Krimi in Assen

Dovizioso holt Podium für Ducati

Marc Marquez ließ sich in Assen auch von ständig wechselnden Wetterbedingungen nicht verunsichern.
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Motorsport-Magazin.com - Was soll diesen Marc Marquez noch stoppen? Selbst unter schwierigsten Verhältnissen mit ständigem Wechsel zwischen Regen- und Trockenphasen behielt er die Nerven und fuhr im Grand Prix der Niederlande einen souveränen Sieg ein. Andrea Dovizioso holte für Ducati das zweite Podium der Saison und Dani Pedrosa wurde Dritter. Aleix Espargaro schaffte den Sprung auf das Treppchen als Vierter.

Valentino Rossi wechselte erst spät auf Regenreifen - Foto: Milagro

Wie schon in der Moto2 überschlugen sich auch beim Rennen der MotoGP bereits auf der Sichtungsrunde die Ereignisse. Erneut waren alle Fahrer auf Slicks hinausgegangen und erneut hatte es innerhalb kürzester Zeit zu regnen begonnen. Stefan Bradl stürzte in der Zielschikane und musste zu Fuß an die Box zurückkehren. Eine Startverschiebung um 20 Minuten war die logische Folge. Zusätzlich bekamen die Fahrer die Möglichkeit zugestanden, zwei weitere Sichtungsrunden zu absolvieren. Alle Piloten starteten diese mit Regensetup, doch Valentino Rossi, Pol Espargaro und Yonny Hernandez wechselten auf Slicks zurück. Espargaro entschied sich vor der Aufwärmrunde für einen erneuten Wechsel zurück zum Regensetup. Rossi traf diese Entscheidung erst nach der Aufwärmrunde, weshalb er aus der Box starten musste. Hernandez ging als einziger Fahrer mit Slicks in das Rennen.

Boxenstopps in der Startphase

Aleix Espargaro erwischte von der Pole Position aus keinen idealen Start und fiel auf den fünften Rang zurück. Marc Marquez hatte die Führung übernommen, dahinter war Andrea Dovizioso von Startplatz sieben auf Rang zwei nach vorne geschossen. Das Duo konnte sich in der Startphase gleich um einige Sekunden absetzen, doch nach sechs Runden kamen Beide zum Motorradwechsel an die Box. Auch Valentino Rossi wechselte erneut zurück auf Slicks. Jorge Lorenzo übernahm die Führung. Wenig später musste aber auch er einsehen, dass das Trockensetup mittlerweile die bessere Wahl war und wechselte.

Andrea Dovizioso lag lange in Führung - Foto: Milagro

Wie schwierig die Verhältnisse waren, musste aber Marc Marquez am eigenen Leib erleben, als er auf seiner Outlap in den Kies schoss und einen Sturz gerade noch verhindern konnte. Nach den Boxenstopps und dem Ausritt von Marquez lag nun Dovizioso mehr als vier Sekunden vor dem Weltmeister in Führung. Pedrosa duellierte sich mit Aleix Espargaro um Rang drei. Alvaro Bautista war Fünfter vor Sensationsmann Broc Parkes. Rossi war Neunter, Lorenzo nach seinem späten Stopp nur noch Zwölfter.

Während sich Rossi aber nach vorne kämpfte und schon bald wieder auf Rang fünf lag, rutschte Lorenzo immer weiter zurück und war zur Halbzeit des Rennens nur noch 17. An der Spitze kam Marquez Dovizioso ständig näher. Elf Runden vor Ende übernahm der Weltmeisterschaftsführende in der Zielschikane die Führung.

Marquez baut Serie aus

Broc Parkes überraschte mit Rang elf - Foto: Milagro

Dovizioso hatte dem nichts entgegen zu setzen und musste Marquez ziehen lassen, der so seinen achten Sieg im achten Saisonrennen einfahren konnte und beim überfahren der Ziellinie Brustschwimmbewegungen imitierte. Dovizioso wurde Zweiter vor Dani Pedrosa, der sich gegen Aleix Espargaro im Kampf um Rang vier am Ende deutlich durchsetzen konnte. Dahinter kam Valentino Rossi nach einer Aufholjagd vom letzten Platz noch auf Position fünf nach vorne. Andrea Iannone wurde Sechster vor Alvaro Bautista. Bradley Smith rettete als Achter die Ehre von Tech 3, nachdem Pol Espargaro nach einem Sieg aufgeben musste. Cal Crutchlow kam auf Platz neun, Stefan Bradl musste sich mit Rang zehn begnügen. Für die große Überraschung des Tages sorgte Broc Parkes, der mit der PBM sensationeller Elfter wurde. Dahinter positionierte sich Scott Redding auf dem besten Production Racer. Jorge Lorenzo konnte als 13. nur drei Zähler für die Weltmeisterschaft holen. Karel Abraham und Danilo Petrucci bei seinem Comeback holten die letzten Punkte.


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