Moto3 - Fenati in Moto3-Schlacht von Jerez siegreich

Riesige Spitzengruppe bis zum Ende

Romano Fenati gewann den Moto3-Grand-Prix von Spanien, in dem bis zum Ende nicht weniger als fünf Piloten Chancen auf den Sieg hatten.
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Motorsport-Magazin.com - Was für ein Auftakt in den Rennsonntag zum Spanien-Grand-Prix. In einer lange riesigen Spitzengruppe mit bis zu elf Piloten wechselte die Führung ständig, am Ende musste die Entscheidung wieder einmal in Jerez in der letzten Kurve fallen. Romano Fenati hatte am Ende die Nase vorne und ließ die Lokalmatadoren Efren Vazquez und Alex Rins hinter sich.

Jack Miller hatte dieses Mal mit dem Sieg nichts zu tun - Foto: MotoGP

Zum dritten Mal in Folge ging Jack Miller aus der Pole Position in ein Rennen der Moto3-Klasse. Doch der Mann neben ihm war dieses Mal ein noch eher unbekanntes Gesicht in der ersten Reihe. Gresini-Pilot Niccolo Antonelli sicherte sich Startplatz zwei, Alex Rins komplettierte die erste Startreihe. Bei strahlendem Sonnenschein, Temperaturen von 25 Grad in der Luft und 35 auf der Strecke sowie prall gefüllten Tribünen am Circuito de Jerez kam Miller auch gut weg, doch es war Antonelli, der als Erster vor Miller in Kurve eins einbog, dahinter ordneten sich die Lokalmatadore Isaac Vinales und Efren Vazquez ein. Alex Rins erwischte einmal mehr keinen guten Start und rutschte auf Rang sechs zurück.

In den ersten Runden formierte sich eine Spitzengruppe, wie man sie selbst in einem Moto3-Rennen nur selten erlebt. Nicht weniger als elf Piloten lagen innerhalb von zwei Sekunden, die Führung wechselte ständig. Im ersten Renndrittel hatten mit Miller, Antonelli, Rins, Fenati und Vinales gleich fünf Fahrer zwischenzeitlich die erste Position inne. Nur einer der Spitzenpiloten musste sich vorzeitig verabschieden. Niccolo Antonelli ging nach einer Kollision mit Francesco Bagnaia in der Dry-Sack-Haarnadel zu Boden. Er konnte das Rennen zwar fortsetzen, aber ein Topresultat war für den Italiener außer Reichweite.

Spitzengruppe verkleinert sich

Zur Halbzeit des Rennens verkleinerte sich die Führungsgruppe etwas. Alex Rins, Romano Fenati, Efren Vazquez, Francesco Bagnaia und Jack Miller konnten sich vom Rest des Feldes etwas absetzen. Neun Runden vor Ende fand auch Jakub Kornfeil wieder den Anschluss an die Führenden, wenig später waren auch Vinales, Marquez und Kent wieder mit von der Partie. Die Spitzengruppe hatte es durch ständige Positionswechsel verabsäumt, das Verfolgerquartett abzuschütteln.

Anfang des letzten Rennviertels konnte sich aber erneut eine Gruppe mit Vazquez an der Spitze und Fenati, Rins, Miller und Vinales dahinter etwas absetzen. Vier Runden vor Ende hatte auch Kornfeil wieder den Anschluss geschafft. In diesem Rennen gelang es einfach keinem Piloten oder einer Gruppe, sich abzusetzen.

Entscheidung in letzter Kurve

In der Reihenfolge Fenati, Vazquez, Rins, Vinales und Miller ging es in die letzte Runde. Rins und Vazquez duellierten sich in Kurve eins, wodurch Fenati einen kleinen Vorsprung herausholte. In der Dry-Sack-Haarnadel überholte Rins dann Vazquez und machte Jagd auf Fenati. Klar war, dass der Sieger nun aus dem Trio Fenati, Rins und Vazquez kommen musste.

Philipp Öttl konnte seine Durststrecke beenden - Foto: Interwetten

Die Entscheidung sollte in Jerez wieder einmal in der letzten Kurve fallen. Rins bremste sich innen an Fenati vorbei, musste aber eine weitere Linie wählen und der Italiener schlüpfte wieder durch. Fenati fuhr als erster über die Ziellinie und holte den 50.Sieg für KTM. Auch Vazquez konnte seinen Schwung nutzen um Rins noch abzufangen. Jack Miller verpasste das Podium dieses Mal knapp und wurde Vierter vor Isaac Vinales. Sein Calvo-Teamkollege Jakub Kornfeil kam auf Position sechs vor Alex Marquez und Francesco Bagnaia. Enea Bastianini belegte den neunten Rang vor den Husqvarna-Piloten Niklas Ajo und Danny Kent. Aleix Masbou wurde Zwölfter vor John McPhee und Miguel Oliveira. Philipp Öttl machte sich einen Tag nach seinem 18. Geburtstag selbst ein schönes Geschenk und holte sich den letzten Punkt für die Weltmeisterschaft. Luca Grünwald war als 26. weit von einem Zähler entfernt.


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