Moto2 - Kalex statt KTM: Rossi begründet Sky VR46-Schritt

Mit KTM zu viele Unbekannte bei Moto2-Aufstieg

Valentino Rossis Team fährt in der Moto2 2017 mit Kalex-Bikes. Auch KTM war eine ernsthafte Option. Warum man sich letztlich gegen die Österreicher entschied:
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Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi bereitet schon seine Karriere nach der Karriere vor. Der Doktor baute in den letzten Jahren seine eigene Fahrer-Akademie auf, die inzwischen viele italienische Youngster in der WM betreut und in die WM gebracht hat, beispielsweise Marco Bezzecchi, Nicolo Bulega, Niccolo Antonelli oder Francesco Bagnaia. Nachdem sich Rossi mit seinem Team in Kooperation mit Sky Italia zu einer festen Größe in der Moto3-Klasse entwickelte, greift man 2017 auch mit einem eigenen Team in der Moto2 an. Doch lange Zeit war unklar, auf welches Bike man setzen würde.

Als Fahrer-Duo für das Moto2-Abenteuer hat man sich auf das Duo Bagnaia und Stefano Manzi festgelegt. Ein mutiger Schritt, denn neben dem Team betreten auch beide Fahrer in der mittleren Kategorie Neuland. Stellte sich noch die Frage nach dem entsprechenden Fahrwerks-Material für die Moto2-Saison 2017. Quasi-Einheitsausrüster Kalex erfährt im kommenden Jahr immerhin neue Konkurrenz durch die Rückkehr von Suter sowie den Einstieg von KTM. Eine hochkarätige und entsprechend schwierige Auswahl also für Rossi und seine Mannen.

Die VR46-Riders Academy stellt sich vor: (01:49 Min.)

Rossi will Entwicklung der Moto2-KTM abwarten

Für mich war es einfach zu riskant, zwei Rookies und noch dazu ein ganz neues Bike einzusetzen.
Valentino Rossi

Letztendlich entschloss man sich dazu, auf bewährtes Kalex-Material zu setzen, nachdem es auch Gedankenspiele gab, gleich den Schritt zum völlig neuen KTM-Bike zu machen. Das wäre bei all den Unwägbarkeiten um den teameigenen Aufstieg des Guten zu viel gewesen, meinte Rossi im Rahmen des Valencia-GP: "Für mich ist es okay, mit der Kalex zu starten, denn wir haben zwei ziemlich junge Fahrer und noch dazu keinerlei Erfahrung in der Moto2. Kalex war da einfach ein sicherer Wert. Für mich war es einfach zu riskant, zwei Rookies und noch dazu ein ganz neues Bike einzusetzen."

Wir pflegen eine gute Beziehung zu KTM und sind bereit, mit ihnen zusammen zu arbeiten.
Valentino Rossi

Die Saison 2017 bestreitet das Sky VR46 Racing Team also mit Kalex-Maschinen. Doch damit ist die Tür für KTM keineswegs geschlossen. Rossi und sein Team wollen abwarten, wie sich die Österreicher in der Moto2 schlagen. Sollte das Bike eine vielversprechende Performance an den Tag legen, dann ist ein Wechsel im Bereich des Möglichen. "In Zukunft werden wir sehen. Wir pflegen eine gute Beziehung zu KTM und sind bereit, mit ihnen zusammen zu arbeiten", lässt sich Rossi alle Türen offen. Seit das Sky VR46 Racing zur Saison 2014 sein Moto3-Projekt begonnen hatte, startet man in der kleinsten Kategorie mit KTM-Bikes. Eine Kooperation, die bald auch in der Moto2 aufleben könnte.


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