Moto2 - Erfolgreiche Testfahrten für Schrötter

Zeit effektiv genutzt

Marcel Schrötter erlebte mit zwei Tests in Barcelona und Aragon eine anstrengende Arbeitswoche. Bei beiden Tests war er konstant schneller als je zuvor.

Motorsport-Magazin.com - Nach der Hitzeschlacht am vergangenen Wochenende gab es für Marcel Schrötter nur wenig Zeit, um durchzuatmen. Bereits am Dienstag, also nur zwei Tage nach dem starken neunten Rang im Barcelona-Grand-Prix, stand ein eintägiger Test auf gleicher Strecke auf dem Programm, bevor man zur Rennstrecke im MotorLand Aragon übersiedelte.

Bei beiden Anlässen wurde trotz zum Teil schwieriger Bedingungen die Zeit effektiv genutzt und wichtige Erkenntnisse für weitere Saison gewonnen. Abgesehen davon waren Schrötters Rundenzeiten sowohl in Barcelona als auch in Aragon absolut top, was mitunter sehr zur Freude des ehrgeizigen Athleten und natürlich auch zur positiven Bilanz beitrug.

Zwei Tests innerhalb weniger Tage und noch dazu im Anschluss an ein Rennwochenende sind in jeder Hinsicht sehr kräfteraubend
Marcel Schrötter

"Zwei Tests innerhalb weniger Tage und noch dazu im Anschluss an ein Rennwochenende sind in jeder Hinsicht sehr kräfteraubend", seufzte Schrötter. "Dafür sind die Ergebnisse von beiden umso erfreulicher, auch wenn der erste Test am Dienstag in Barcelona etwas schwieriger verlief." Im Rennen in Barcelona am Samstag hatte Schrötter Rang neun erbeuten können. "Trotzdem war es allemal wichtig, zwei Tage nach dem neunten Rang am Sonntag auf gleicher Strecke einen Test zu absolvieren. Das vergangene Wochenende verlief wie bekannt nicht einwandfrei, daher war es gut Vergleiche herstellen zu können."

"Es war einfach eine gute Gelegenheit, um zu sehen, ob man mit den vorhandenen Mitteln mehr rausholen hätte können. Allerdings war es eher schwierig einen aussagekräftigen Vergleich zu bekommen. Wegen der Temperaturschwankungen über die Dauer der Sessions herrschten unterschiedliche Bedingungen und noch dazu waren diese gegenüber dem Wochenende komplett anders. Es waren dennoch Anhaltspunkte vorhanden, die man an einem anderen Ort nicht gehabt hätte. Wir haben uns deswegen aber nicht aus dem Konzept bringen lassen und es wurde viele Dinge, inklusive ein paar neuer Teile durchprobiert und dabei das eine oder andere aussortiert", schilderte Schrötter den Test.

"Im Endeffekt war es ein erfolgreicher Test, zumal ich meine Rundenzeiten gegenüber dem Grand Prix verbessern konnte. Das erfreuliche dabei ist, dass ich am Nachmittag schneller war, als die Bedingungen schlechter als zum Zeitpunkt der ersten Session am Vormittag waren."

Zweiter Test in Aragon

"Der zweite Test am Donnertag in Aragon verlief sogar noch um einiges besser", freute sich Schrötter. "Ich bin dort so schnell wie noch nie zuvor gewesen. Meine Rundenzeiten waren absolut top. Darüber freue ich mich natürlich am Meisten, auch wenn ich meine persönliche Zielsetzung mit einer Rundenzeit unter 1´54 nicht ganz erreicht habe. Nichtsdestotrotz bin ich von Beginn an am Vormittag mit neuen Reifen sehr schnell gewesen und bis zur Mittagspause konnte ich diese Rundenzeiten auch mit gebrauchten Reifen jederzeit fahren, und sogar ständig toppen. Am Nachmittag war es allerdings unmöglich diese noch zu knacken, weil die Temperaturen um einiger heißer waren. Außerdem hatten wir nur noch eine Reifen-Option zur Verfügung, die bei diesen Verhältnissen weniger gut funktionierte."

Schrötter in Aragon: Rundenzeiten waren absolut top - Foto: Tech 3

"Deswegen haben wir auch frühzeitig zusammengepackt. Über die Dauer des Tages haben wir uns fast ausschließlich mit der Suche nach Grip beschäftigt. Wir sind dabei verschiedene Wege gegangen und bis Mittag, bei noch besseren Bedingungen, war ich mit dem Bike sehr, sehr happy. Danach wurde es aber schwieriger und mühsamer, obwohl trotzdem noch einiges durchprobiert werden konnte. In jeden Fall ist es gelungen eine gute Richtung zu erarbeiten und darüber hinaus eine andere Basis des Setup zu schaffen. Ich denke, dass wir damit für die meisten Pisten eine gute Grundabstimmung gefunden haben. Das soll sich auch schon für Assen vorteilhaft auswirken. Bezüglich meiner Verfassung nach dieser anstrengenden Woche gibt es keinerlei nennenswerte Probleme zu erwähnen, obwohl ich am Ende schon etwas müde war. Viel wichtiger aber ist, dass ich die Schulter beim Fahren kaum mehr spüre. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt auf ein freies Wochenende, bevor es nach Assen geht."


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