Moto2 - Folger in Reihe zwei, kranker Lüthi kämpft

Deutsche stechen Schweizer klar aus

Jonas Folger setzt seinen Aufwärtstrend fort. Die Schweizer kassieren hingegen im Moto2-Qualifying eine herbe Niederlage.
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Motorsport-Magazin.com - Das Moto2-Duell zwischen Deutschland und der Schweiz ging im Qualifying in Argentinien ganz klar an die deutschen Jungs. Während sich Jonas Folger (5.), Marcel Schrötter (12.) und Sandro Cortese (13.) über passable Platzierungen freuen durften, mussten die Schweizer eine schwere Niederlage einstecken: Dominique Aegerter wurde 16., Randy Krummenacher (23.), Tom Lüthi (27.) und Robin Mulhauser (34.) schafften es nicht einmal in die Top-20.

Insgeheim habe ich allerdings schon mit einem besseren Qualifying-Ergebnis spekuliert.
Jonas Folger

Mit dem besten Qualifying seiner noch jungen Moto2-Karriere war Folger aber nicht einmal zufrieden. "Insgeheim habe ich allerdings schon mit einem besseren Qualifying-Ergebnis spekuliert, nachdem die freien Trainings mit zwei Mal Bestzeit und ein Mal Zweitschnellster so hervorragend verlaufen sind", sagte Folger. "Über ein mögliches Endergebnis im morgigen Rennen mache ich mir vorerst noch keine Gedanken. Zuerst will ich unbedingt die Anfangsphase fehlerfrei, oder zumindest mit weniger Patzer als bei den ersten zwei Rennen, überstehen."

Schrötter und Cortese wollten mehr

Einer besseren Startposition trauerte auch Schrötter nach. "Ich hatte leider einen leichten Fehler in der letzten Kurve, sonst wäre es noch weiter nach vorne gegangen", so Schrötter. Auf WG-Kumpel Folger fehlte eine knappe halbe Sekunde. "Ich bin mit Platz 12 aber zufrieden. Vor allem, da wir zu Beginn ein Elektronikproblem hatten, das sich nicht so schnell lösen ließ."

Sandro Cortese haderte ebenfalls mit dem Schicksal. "Ich hatte einfach extrem viel Verkehr und das Quäntchen Glück, das man braucht, haben wir im Moment halt nicht. Irgendetwas funkt uns immer dazwischen, aber wir geben nicht auf, wir kämpfen weiter. Wir sind garantiert morgen im Rennen da. Ich werde alles geben und denke, dass wir auf jeden Fall ein gutes Ergebnis erreichen können", sagte der ehemalige Moto3-Weltmeister.

Schweres Wochenende für Lüthi

Es funktioniert hinten und vorne nicht, ich bin trotz meiner schwachen Rundenzeit am Limit und kann nicht schneller fahren.
Tom Lüthi

Im Vergleich zu ihren Schweizer Kollegen standen die deutschen Fahrer aber noch richtig gut da. Lüthi etwa musste sich über die schlechteste Startposition seit zehn Jahren ärgern. "Heute kam alles zusammen. Ich bin nicht fit, ich habe schon seit drei Tagen eine Grippe, die mich jetzt erst so richtig erwischt hat. Deshalb haben wir das Motorrad auch nicht hinbekommen. Es funktioniert hinten und vorne nicht, ich bin trotz meiner schwachen Rundenzeit am Limit und kann nicht schneller fahren. Um unser Hotel herum werden abends laute Parties gefeiert", beklagte der ehemalige 125cc-Champion.

Für Landsmann Krummenacher war es auch nicht einfach. "Der 23. Platz ist nicht, was wir uns vorgestellt hatten. Aber im Rennen kommt hoffentlich unsere gute Pace zum Tragen. Ich bin zuversichtlich und wenn ich einen guten Start hinbekomme, sind Punkte möglich."


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