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Moto2 - Interview - Dominique Aegerter fährt sich ein

In Richtung Top-10

Nach dem ersten offiziellen IRTA-Test in Valencia verriet Dominique Aegerter bei Motorsport-Magazin.com, warum ihm noch eine Sekunde fehlte.
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Motorsport-Magazin.com - Wie verliefen die ersten Tests für dich?
Dominique Aegerter: Wir waren schon vor den ersten offiziellen Tests in Le Castellet und Aragon testen, aber das Wetter war sehr schlecht und wir konnten dort nicht viele Kilometer zurücklegen. Dann sind wir nach Valencia zum offiziellen Test gefahren, wo wir glücklicherweise etwas mehr Zeit auf der Strecke hatten. Wir haben von Öhlins auf WP gewechselt und ein neues Chassis für 2014. Ich musste mich nach dem Winter natürlich erst einmal einfahren, wieder ein Gefühl für das Motorrad bekommen und die Einstellungen an meinen Fahrstil anpassen. Meine Schulter fühlt sich auch noch nicht optimal an. Auf der Geraden kann ich mich nicht so bewegen wie sonst. Ich bekomme meinen Ellenbogen noch nicht wieder an den Tank heran. Meine Kraft ist auch noch nicht wieder zu 100 Prozent da.

Wir sind noch ein bis eineinhalb Sekunden vom Limit weg
Dominique Aegerter

Ist das WP Fahrwerk besser?
Dominique Aegerter: Ich kann momentan noch nicht sagen, dass es besser ist. Wir arbeiten noch an der Abstimmung. Nach dem langen Winter muss man sich erst einmal wieder ans Limit herantasten. Wir sind noch ein bis eineinhalb Sekunden vom Limit weg. Wenn wir dort angekommen sind, kann ich dann auch sagen, ob WP besser ist. Genauso ist es mit dem Chassis. Da kann ich momentan auch noch nicht sagen, ob es wirklich besser ist.

Was war dein größtes Problem?
Dominique Aegerter: Das größte Problem war, wieder ein Gefühl für das Motorrad zu bekommen. Ich brauche immer sehr viel Zeit, bis ich wieder ans Limit gehen kann. Mir fehlt die Routine und ich brauche etwas länger, wieder reinzukommen.

Ist dir an den drei Testtagen in Valencia etwas besonders positiv aufgefallen?
Dominique Aegerter: Ja, dass wir an den letzten beiden Tagen etwas schöneres Wetter hatten. [lacht]. An den letzten beiden Tagen hatten wir etwa 20 bis 30 Grad Asphalttemperatur. Da kann man richtig testen und die Reifen funktionieren gut. Davor war es wirklich schlecht und wir hatten nur zwölf Grad Asphalttemperatur. Da fühlt man sich natürlich nicht so wohl.

Ich möchte wieder ans Limit und dann in Richtung Top-10 gehen können
Dominique Aegerter

Wie kommst du mit deinem neuen Teamkollegen Robin Mulhauser zurecht?
Dominique Aegerter: Ich komme ganz gut mit ihm zurecht. Wir verstehen uns gut. Er hat sicherlich noch sehr viel Arbeit vor sich und ich helfe ihm wo es geht.

Wie schätzt du die Rookies wie Maverick Vinales, Luis Salom, Sam Lowes und Co. ein?
Dominique Aegerter: Sie haben schon gute Leistungen gezeigt. Ich muss auf jeden Fall noch mehr Gas geben, damit ich vor ihnen lande. [lacht] Ein Test ist aber noch immer etwas anderes als ein Rennen.

Was steht beim nächsten Test in Jerez auf dem Plan?
Dominique Aegerter: Ich werde jetzt schnell nach Hause fahren. Ich brauche noch ein bisschen Physiotherapie für meine Schulter. Am Montag fliege ich wieder nach Spanien zurück. Beim Test wollen wir versuchen, mit dem neuen Fahrwerk und dem neuen Chassis eine noch bessere Abstimmung zu finden. Ich möchte wieder ans Limit und dann in Richtung Top-10 gehen können.


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